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Nachhilfe basiert auf individueller Förderung

Interview mit Nadja Herter

PresseAnzeiger: Etwa ein Fünftel der Schüler zwischen siebter und zehnter Klasse nutzt Studien zufolge Nachhilfe beziehungsweise Hausaufgabenhilfe. Was macht das Bildungssystem falsch, um so viel Bedarf zu erzeugen?

Nadja Herter: Ein großer Brennpunkt ist das Schüler-Lehrer-Verhältnis. Auf einen Lehrer kommen oft mehr als 25 Schüler. Schnell geht der Blick für die schwächsten, aber auch die stärksten Schüler verloren. Zeit für eine zusätzliche Förderung dieser Schüler kann der Lehrer kaum finden, muss er seine Aufmerksamkeit doch auf fast 30 Schüler streuen. Zudem wählen Quereinsteiger, wie Sie oft im Falle von Lehrermangel Einsatz finden, nicht immer den angemessenen Weg der Unterrichtsgestaltung und Wissensvermittlung. Ihnen fehlt die nötige pädagogische und didaktische Ausbildung. Die Folge: Schüler entwickeln kaum Fachverständnis, der Zugang zu Wissen ist erschwert. Sie können dem Unterricht nicht folgen, suchen sich andere Beschäftigungen und stören dann oft den Unterricht, sind unmotiviert und verlieren das Fachinteresse gänzlich.

 

PresseAnzeiger: Sind Schüler, die dank individueller Förderungen den Anschluss schaffen, nicht häufig im weiteren dauerhaft auf Einzelnachhilfe angewiesen? Wie kann man ihnen zu mehr Selbständigkeit verhelfen?

Nadja Herter: Ziel des individuellen Nachhilfeunterrichts ist nicht der kurzfristige Erfolg, sondern die Entwicklung eines nachhaltigen Fachverständnisses beim Schüler. Dies kann durch Einzelunterricht am besten geschehen. Die für jeden Unterricht individuell ausgewählte Lehrkraft erstellt nach dem Bedarf des Schülers einen Lernplan. Neben Fachwissen werden Lernmethodiken trainiert, die fach- und stufenübergreifend anwendbar und auf den Lerntyp des Schülers abgestimmt sind.

 

PresseAnzeiger: Gibt es im Bereich der außerschulischen Nachhilfe in Deutschland ein Qualitätsproblem? Sie haben im letzten Herbst Ihr Qualitätsmanagement nach ISO 9001 zertifizieren lassen...

Nadja Herter: Der Grund für das Bedürfnis nach offizieller Zertifizierung liegt auf der Hand: Immer mehr Eltern wünschen sich für ihre Kinder eine professionelle Nachhilfeförderung. Das hat zu einer unüberschaubaren Flut von kommerziellen Unterrichtsanbietern geführt. Je mehr Nachhilfeinstitute ihre Leistungen anbieten, desto schwieriger wird es für die Eltern, seriöse Anbieter mit einem pädagogischen Anspruch von solchen zu unterscheiden, die nur am finanziellen Gewinn interessiert sind. Nicht zuletzt die PISA-Studien belegen, wie wichtig unaufhörliche Qualitätssicherung im Bildungssystem ist. Unter Qualität versteht KeepSchool unter anderem die sorgfältige Auswahl der Nachhilfelehrer, eine verständliche Vertragsgestaltung und regelmäßige Rücksprache mit den Eltern. Die offizielle Zertifizierung gibt den Eltern die unabhängige Bestätigung, dass KeepSchool seine Qualität an allgemeingültigen Richtlinien misst und damit gleich bleibend hohe Qualität garantiert und diese kontinuierlich weiterentwickeln wird. KeepSchool ist nach der Norm DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.

 

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Datum: 28.08.2009


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