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Interviews
Sonnenlicht für dunkle EckenInterview mit Stefan RohrhirsPresseAnzeiger: Welche Rolle können Tageslichtsysteme beim Entwurf von energiesparenden Häusern spielen? Stefan Rohrhirs: Energiesparende Häuser sind so konzipiert, dass Sonnenlicht möglichst viele Räume erreichen kann und so den Einsatz von künstlichen Leuchtkörpern reduzieren. Nicht alle Räume können, meist aus baulichen Gründen, mit Hilfe normaler Massnahmen mit Tageslicht ausgeleuchtet werden. Tageslichtsysteme von Lumena können diese Lücke schliessen und auch schwer zugängliche Räume wohlig warm ausleuchten. Dadurch erhöht sich die Grundfläche, welche mit natürlichem Licht erhellt wird. Dies wiederum hat einen positiven Effekt auf die Energiebilanz eines Hauses. PresseAnzeiger: Haben die Einbauten negative Wirkung auf die Isolation der Gebäude? Stefan Rohrhirs: Bei richtiger Planung von Tageslichtsystemen erreicht man die gleichen Werte wie man sie mit dem besten Isolierglas erhalten würde. Weil Tageslicht mit unseren Systemen meist über das Dach in die Wohnung eingeführt wird, benötigt man kleinere Querschnitte, als dies bei seitlichen Fenstern der Fall ist, denn zenitales Licht ist bis zu fünfmal ergiebiger als Seitenlicht. Durch unsere Erfahrung mit Tageslichtsystemen haben wir viele kleine Tipps, was die isolierende Wirkung beim Einbau von diesen Systemen betrifft, welche wir gerne an unsere Kunden weitergeben. PresseAnzeiger: Die von Ihnen angebotenen Heliobus-Schachtsysteme holen das „Draussen“ in den Keller. Ist der positive Effekt auf die Keller-Angestellten mess- und bezifferbar? Stefan Rohrhirs: Die Quantifizierung des Effekts von Tageslichtsystemen ist nicht ganz einfach. Oft sind es „weiche Faktoren“, wie das Wohlfühlerlebnis, oder der Effekt, dass man sich nicht mehr wie in einem Keller fühlt. Dies kann man nicht in Zahlen fassen. Zudem ist Sonnenlicht einer täglichen und einer jahreszeitlichen Schwankung unterworfen. Nichts desto Trotz existieren Zahlen welche wissenschaftlich fundiert sind. Beispielsweise erhöht sich die Produktivität von Personen im Tageslicht um 6-16% gegenüber Leuten unter Kunstlicht. (L. Edwards, P. Torcellini 2002, A Literature Review of the effects of Natural Lighting on Building Occupants). Nebenbei bewirkt Tageslicht, gerade im Arbeitsbereich, durch den gesunden Einfluss eine Senkung der krankheitsbedingten Ausfälle, sowie eine Minderung der Absenzenquote. PresseAnzeiger: Ihre Lösungen sind nicht billig, wann amortisiert sich der Einbau? Die kleinste Lumitube-Lösung ist einige hundert Euro teuer, eine Energiesparlampe mit tendenziell warmer Lichtfarbe gibt es dagegen ab 9 Euro. Stefan Rohrhirs: Ein Vergleich von Kunst- und Tageslicht hinkt meist ein wenig, denn die Lichtmenge und die Lichtqualität lassen sich nur schwer vergleichen. Ausserdem strahlt ein Tageslichtsystem keine elektromagnetischen Wellen aus, welche die Gesundheit beeinträchtigen können. Wählt man nur den Einkaufspreis als entscheidender Faktor kann kein Tageslichtsystem mit den künstlichen Leuchten mithalten. Doch zieht man weitere Faktoren hinzu, brauchen wir den Vergleich nicht zu scheuen. Wie ich schon erwähnt habe, erhöht das Tageslichtsystem die Produktivität und die Zufriedenheit der sich darunter befindlichen Personen. Nur 1% Produktivitätssteigerung gleicht die gesamten Energiekosten in einem Büro wieder aus. (Journal of Property Management,January 2000) Ein wunderbares Beispiel ist ein Gebäude der Firma Pennsylvania Power & Light. Nachdem das Gebäude umgerüstet wurde, um mehr Tageslichteintrag zu erhalten, sanken die Absenzen um 25%, die Produktivität erhöhte sich um 13,2% und die Energiekosten sanken um 69%. Die ursprünglich kalkulierte Amortisation in 4,1 Jahren erwies sich als komplett falsch. Denn als die Arbeiterproduktivität und die Senkung der Absenzen eingerechnet wurden, amortisierte sich die eingesetzte Summe in nur 69 Tagen. (Architecture Week, July 2000) PresseAnzeiger: Was machen Ihre Kunden nachts? Stefan Rohrhirs: Die Übergangsphase zwischen Tag und Nacht dauert meist sehr lange. Viele unserer Kunden sind erstaunt, wie lange sich ein Tageslichtsystem bis zum wirklichen Eindunkeln nutzen lässt. In der Nacht schlafen dann die meisten unserer Kunden, da Sie, bedingt durch viel Tageslicht, einen besseren Tag-/Nachtrythmus haben. Sollten Sie aber trotzdem in der Nacht mal auf die Toilette, können Sie unsere optional in die Tageslichtsysteme integrierten LED’s nutzen. So brauchen Sie keine weitere Lichtquelle zu installieren. Die mittlerweile auch in warmem Weiss erhältlichen High-Power LED’s brauchen noch weniger Strom als die Energiesparlampen und folgen so unserer Firmenphilosophie der Ressourcen schonenden Beleuchtung.
< zurück - Seite 2 von 2 Datum: 08.09.2009
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Pressemitteilung von:
Lumena AG
Die Firma Lumena AG befasst sich bereits seit 1995 mit der Konstruktion und Herstellung von Heliostaten. Durch permanente Forschung und Entwicklung gelang es, die Modelle in verschiedener Hinsicht zu perfektionieren. Das... mehr »
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