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Spontane Mitfahrgelegenheiten mit OpenRideInterview mitPresseAnzeiger: Wie viele Teilnehmer braucht eine ad-hoc-Mitfahrzentrale wie OpenRide in einem urbanen Raum, um für den normalen Bürger attraktiv genug zu sein? : Das hängt stark von der Art der Nutzung ab. Bei geschlossenen Nutzergruppen mit homogenem Verhalten, wie es zum Beispiel bei Pendlern zu größeren Werksstandorten der Fall ist, reichen bereits relativ wenige Nutzer. Der Grund ist, dass Zielort und Fahrtzeiten recht ähnlich sind. Für ein perfektes Funktionieren auf allen Strecken zu allen Zeiten benötigt man allerdings eine sehr hohe Nutzerzahl. Die kritische Masse ist bei Ad Hoc Mitfahrgelegenheiten weit aus höher als bei langfristig geplanten Mitfahrgelegenheiten für weite Strecken, die auch heute schon sehr gut funktionieren. Für weitergehende Angaben müssen wir noch unsere Pilottests abwarten. Diese sind aktuell in Planung und sollen Ende des Jahres beginnen. PresseAnzeiger: Wie gut skaliert die Anwendung - nach welcher Logik weisen Sie auf Strecken wie vom Flughafen Berlin-Schönefeld zum Berliner Hauptbahnhof die mutmaßlich vielen Mitfahrer und Fahrer zueinander? : Wichtig ist neben der Übereinstimmung von Start-, Zielpunkt und Zeit ebenfalls die Frage, ob Fahrer und Mitfahrer zusammenpassen. Wir berücksichtigen deshalb auch persönliche Kriterien. Spannend wird das Zusammenbringen von Fahrer und Mitfahrer übrigens, wenn die Strecken nicht perfekt passen und der Mitfahrer unterwegs zusteigen und aussteigen möchte. Unser Algorithmus beherrscht aber auch solche Szenarien und ist dabei selbstverständlich auf eine hohe Skalierbarkeit und große Flexibilität ausgelegt. PresseAnzeiger: In welchem Verhältnis stehen öffentlicher Personen-Nahverkehr und OpenRide zueinander? Der Ansatz ist ja zumindest ähnlich... : Wir sehen den ÖPNV und OpenRide als komplementär an. Mitfahrgelegenheiten im Nahverkehr sind eher eine Ergänzung des Mobilitätsangebots, die gerade dort entstehen werden, wo der ÖPNV Lücken in der Versorgung aufweist. Wir würden gerne mit dem ÖPNV kooperieren und sehen eine Vielzahl von Synergien. Gerade im ländlichen Raum, wo es schwer ist, eine flächendeckende Versorgung aufrecht zu erhalten, könnte OpenRide helfen, Mobilitätsprobleme zu lindern. Ein Beispiel wären gemeinsame Fahrten von Pendlern zu den Park&Ride Stationen.
Seite 1 von 2 - lesen Sie weiter > Datum: 16.09.2009
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