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Neue Usability-Software:Der Nutzer bestimmt, wie´s aussiehtInterview mit Christian ReschkePresseAnzeiger: "Usability", also Nutzerfreundlichkeit,ist ein Dauerbrenner in der Internetbranche.Gibt es immer noch viele Unternehmen, die auf ihrer Homepage Nutzer verschrecken? Christian Reschke: Erschreckenderweise gibt es im Web sehr viele Anbieter, die das Thema Usability nicht ernst nehmen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Besucher die neu entwickelte Website meist dann erst zu Gesicht bekommen, wenn es bereits zu spät ist. So kann es vorkommen, dass der ursprüngliche Fokus der Seite während der Entwicklung verloren ging und dies erst nach dem Launch bemerkt wird. Aus diesem Grund beziehen wir die zukünftigen Benutzer der Websites schon in frühen Phasen in den Entstehungsprozess mit ein. PresseAnzeiger: Was sind die größten Fehler, die bei einer Internetpräsenz gemacht werden? Christian Reschke: Der größte Fehler ist, wenn bei der Entwicklung der Websites noch der klassische Ansatz gewählt und das User-centered Design Modell nicht beachtet wird. Vor allen bei Abschlussstrecken und Registrierungsprozessen in OnlineShops und Portalen müssen die User durch einfache Prozesse geleitet werden. Ist dies nicht der Fall, sind die Folge verschreckte Besucher, enorme Umsatzeinbußen und hohe Korrekturkosten. PresseAnzeiger: Sparen die Unternehmen hier an falscher Stelle? Immerhin ist ja der Eindruck einer Website entscheidend, ob ich mich von einem Angebot überzeugen lasse oder nicht... Christian Reschke: Das ist richtig. Meist entscheiden die ersten fünf Sekunden, ob ich mich mit einer Website beziehungsweise dem Angebot weiter auseinandersetze oder nicht. Dieser Problematik gilt es sich zu stellen und die Website dementsprechend zu gestalten. Eine goldene Regel hierbei ist: bei jedem Schritt den Nutzer und seine Bedürfnisse im Hinterkopf behalten und diese gezielt mit der Website bedienen. PresseAnzeiger: Die kuehlhaus AG will auf dem Usability-Kongress eine Software vorstellen, die den Nutzer bei der Website-Entwicklung einbezieht. Wie funktioniert das genau? Christian Reschke: Das User-centered Design zeichnet sich dadurch aus, dass man den Nutzer in den Entwicklungsprozess mit einbezieht und mit ihm das Produkt oder Zwischenprodukte kontinuierlich evaluiert. So bleibt der Bezug zur Zielgruppe während des gesamten Projekts sichergestellt. Meist findet eine solche Evaluation in Form von Interviews, so genannten Usability-Tests und/oder Card-Sortings statt, um nur einige zu nennen. So gut diese Methoden sind, meist fehlen hierfür die notwendigen Budgets oder die Zeit. Repräsentative Probanden müssen gefunden, akquiriert und vergütet werden. Der Test vor Ort ist meist sehr zeitintensiv und die Nachbereitung sehr aufwändig. Dieser Problematik hat sich die kuehlhaus AG gestellt und zu Anfang dieses Jahres die UX-Suite gestartet. Die Idee dazu ist einfach: Man entwickelt Websites, also nutzt man auch genau dieses Medium zum Testen. Der Vorteil der UX-Suite liegt auf der Hand: Nicht nur, dass Probanden mit Hilfe des Internets gewonnen werden können. Die Website beziehungsweise der Prototyp kann auch über das Web evaluiert werden. Hohe Probandenvergütungen, terminliche Abstimmungen und die zum Teil hohen Testnachbereitungen fallen weg. Somit ist es möglich, kosteneffizient zu testen, Probleme zu identifizieren und die Conversion-Rate gezielt zu optimieren. PresseAnzeiger: Die UX-Suite-Software ist seit dem Frühjahr auf dem Markt. Wie ist das bisherige Feedback der Firmen? Christian Reschke: Das Feedback bei den Firmen ist durchgehend positiv. Die Hemmschwelle, einen Test zu beauftragen, wird so maßgeblich herabgesetzt. Als einer der Hauptvorteile wird die einfache und vor allem schnelle Durchführung ohne Reisekosten und Meetings gesehen. Dies war auch exakt unser Anliegen: kostengünstige Durchführung mit geringem Aufwand und geringen Kosten. PresseAnzeiger: Wie wird sich die Nutzerfreundlichkeit weiter entwickeln? Christian Reschke: Man spricht heute nicht mehr nur von Usability, sondern von einer so genannten User-Experience. Neben der Usability existieren diverse andere Faktoren, die eine positive Erfahrung mit einer Website ausmachen: hierzu zählen zum Beispiel der „Joy-of-Use“, die Attraktivität und das Begehren.
Das Interview mit Christian Reschke (kuehlhaus AG) führte Markus Gärtner (PresseAnzeiger). Datum: 06.10.2009
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kuehlhaus AG
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Über die kuehlhaus AG (www.kuehlhaus.com): Die kuehlhaus AG mit Sitz in Mannheim zählt zu den größten und erfolgreichsten Full Service Internet-Agenturen in Deutschland. Das Unternehmen, das seit mehr als zwölf Jahren...
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