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Interviews
Kreativ aus der KriseInterview mit Torsten PanzerPresseAnzeiger: Welche sind momentan die drängendsten Probleme Ihrer Mitglieder? Torsten Panzer: Grundsätzlich nehmen wir eine bi-polare Welt wahr: einerseits die export-orientierten Mitgliedsunternehmen, die im produzierenden Sektor immer noch mit den Ausläufern der Finanzmarktkrise kämpfen sowie auf der anderen Seite jene Mitgliedsunternehmen, die sich dessen ungeachtet mit Fragestellungen rund um das Thema Wachstum auseinandersetzen. In allen Fällen bietet die Entrepreneurs' Organization ihren Mitgliedern eine einmalige Plattform, um all diese Herausforderungen durch einen vertrauensvollen und offenen Erfahrungsaustausch besser begegnen zu können. Theoretisch steht dazu jedem Mitglied der Erfahrungsschatz von über 7.000 Unternehmern weltweit offen. PresseAnzeiger: Wie realistisch ist Professor Faltins Ansatz der systematischen Gründung? Torsten Panzer: Das dieser Ansatz funktioniert, zeigt der Erfolg seines eigenen Unternehmens "Teekampagne". Aus eigener Erfahrung bin ich von der Leitmaxime überzeugt, dass man als Unternehmer "an und nicht in seinem Unternehmen" arbeiten sollte. Ich verstehe Prof. Faltins Konzept daher als ein Anregung zum Nachdenken und des Mutmachens: für viele Fragestellungen gibt es bereits existierende Lösungen, die man sich aneignen, übernehmen oder einkaufen kann. Das erleichtert die Gründung heutzutage sehr. Aber bei all der Vereinfachung gilt: die Gesamtverantwortung für die Idee, die Umsetzung, die täglichen Entscheidungen in einem sehr dynamischen Marktumfeld sind und bleiben beim Unternehmer! PresseAnzeiger: Ist es noch möglich, ohne Startkapital eine gute Idee zu realisieren? Torsten Panzer: Die Qualität einer unternehmerischen Idee zeigt sich ja erst in ihrer Umsetzung. Die Umsetzung wiederum bricht sich in viele kleine und große Etappen herunter. Idee, Businessplan und Unternehmensgründung sind dabei nur der Anfang, für die man überschaubare Beträge benötigt. Ab hier zeigt sich dann, wie gut die Idee ist und vor allem wie gut der / die Unternehmer sind. In der Regel gelingt es bei einer guten und sauberen Umsetzung fast zu jedem Zeitpunkt - entsprechende Teilerfolge vorausgesetzt - Geldgeber von einer Idee zu überzeugen. Im Neudeutsch spricht man auch vom "proof of concept".
< zurück - Seite 2 von 2 Datum: 17.11.2009
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