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Interviews
Wichtige Informationen für Notfälle hinterlassenInterview mit Veit DammannPresseAnzeiger: Wie gut ist die Notfallmappe verschlüsselt? Veit Dammann: Die vorgegebene Verschlüsselung entspricht dem Adobe-Acrobat-Standard. Diese Verschlüsselung bietet eine große Sicherheit, was jedoch nicht bedeutet, dass diese nicht auch geknackt werden kann. Zur eigenen Sicherheit kann jedoch jeder zusätzliche Schutzmechanismen nutzen; z.B. ein zusätzliches Verschlüsselungs-Programm. Wenn der Nutzer jedoch selbst dafür Sorge trägt, dass die Daten an einem sicheren Ort aufbewahrt werden, ist die Gefahr sehr gering. Außerdem rate ich natürlich, die Datei unter einem eigenen Namen abzuspeichern - einem Dateinamen, der nicht unbedingt erahnen läßt, was sich in dieser Datei befindet. PresseAnzeiger: Wäre es nicht sicherer, solche Daten bei einem Notar zu hinterlegen? Veit Dammann: Natürlich wäre der sicherste Weg, eine ausgefüllte Notfall-Mappe, ob als Ausdruck auf Papier oder gespeichert auf einer CD oder einem Stick, bei einem Notar zu hinterlegen. Doch der Gang dorthin und die evtl. entstehenden Kosten halten viele Menschen davon ab. PresseAnzeiger: Ist nicht eine große emotionale Barriere zwischen vielen Menschen und der Bereitschaft, den eigenen Nachlass dergestalt zu regeln? Wahrscheinlich niemand denkt sich gern in solche Situationen. Veit Dammann: Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu, denn auch bei mir selbst war diese Barriere vorhanden. Doch ich befand mich in einer extremen Notsituation und wäre dankbar gewesen, hätten meine Angehörigen auf eine solche Notfallmappe zurückgreifen können. Aber vielleicht sollte man sich von dem Gedanken frei machen, hier seinen Nachlass regeln zu wollen. Man sollte es nur als eine Art Zusammenfassung seiner überall verstreut abgelegten oder gespeicherten persönlichen Daten sehen. Und oft genug geraten wir selbst in die Situation, wichtige private Detail-Informationen irgendwo suchen zu müssen. Wer kennt denn seine Rentenversicherungs-Nummer auswendig oder die PUK-Nummer seines Mobiltelefons? Lassen Sie mich noch sagen, dass "Alles notiert" auf jeden Fall eine erheblich größere Sicherheit bietet, als all die angebotenen Notfall-Mappen, die von Hand ausgefüllt werden müssen und dann in Buchform irgendwo im Wohnzimmerschrank liegen.
< zurück - Seite 2 von 2 Datum: 24.11.2009
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