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Schwangere Frauen müssen mehr auf ihre Zähne achten

Interview mit Dr. Ralf Luckey

PresseAnzeiger: „Jede Schwangerschaft kostet einen Zahn“, so ein Sprichwort. Ist es denn statistisch wirklich erwiesen, dass Schwangere mehr Probleme mit der Zahngesundheit haben?

Dr. Ralf Luckey: Dank der modernen Methoden in der Zahnmedizin trifft dieses Sprichwort nicht mehr zu. Jedoch gilt es als erwiesen, dass das Risiko einer Zahnfleischentzündung während der Schwangerschaft deutlich ansteigt. Aufgrund der erhöhten Konzentration des Hormons Progesteron während der Schwangerschaft erweitern sich die Gefäße von Zahnfleisch und Mundschleimhaut, woraus eine Gewebelockerung resultiert. Dies hat zur Folge, dass an Zähnen oder Zahnzwischenräumen sitzende Bakterien leichter ins Gewebe gelangen, sodass bereits geringe Mengen an Plaque zu Entzündungen am Zahnfleischsaum führen. Daher rate ich schwangeren Frauen, auf umfassende Zahnhygiene zu achten, um Zahnerkrankungen bereits im Vorfeld entgegenzuwirken.

 

PresseAnzeiger: In der Schwangerschaft sind die Zähne besonders anfällig. Durch die Hormone lockert sich das Gewebe und auch durch Erbrechen werden die Zähne angegriffen. Was können Frauen dagegen tun?

Dr. Ralf Luckey: Zu Beginn einer Schwangerschaft empfiehlt sich ein Besuch in der Zahnarztpraxis. Dort verschafft sich der Zahnarzt ein Bild vom Zustand des Mundraumes, reinigt die Zähne und entfernt Zahnstein. Anschließend sollten die werdenden Mütter durch intensive Mundhygiene dafür sorgen, dass Zähne und Zahnfleisch auch unter den besonderen hormonellen Bedingungen der Schwangerschaft gesund bleiben. Dabei bieten sich vorbeugend für Schwangere weiche Zahnbürsten mit mikrofeinen Borstenenden an, mit denen sich der Zahnfleischsaum gründlich und zugleich schonend reinigen lässt. Außerdem ist die Nutzung von Zahnseide und Interdentalbürstchen hilfreich, um die empfindlichen Zwischenräume zu reinigen. Oft hilft es schon, säurehaltige Lebensmittel zu reduzieren. Haben Frauen in den ersten Monaten der Schwangerschaft mit Übelkeit zu kämpfen und müssen sie häufig erbrechen, rate ich zum Schutz der Zähne zu einer fluoridhaltigen Zahnpasta und Mundspüllösung. Zudem sollte während der Schwangerschaft alle drei Monate ein Kontrollbesuch beim Zahnarzt erfolgen.

 

PresseAnzeiger: Wie sollte man bei einem Baby die Zähne pflegen?

Dr. Ralf Luckey: Zahnpflege beim Baby beginnt schon beim ersten Zahn. Für die Reinigung der ersten zwei, drei Zähne erfüllt ein Wattestäbchen oder ein weiches, fusselfreies, sauberes Tuch seinen Zweck. Einfach mit dem Tuch vom Zahnfleisch her weich über den Zahnschmelz wischen, um die Plaque zu entfernen. Alternativ gibt es auch Fingerhut-Zahnbürsten, die die Zähne sanft reinigen und gleichzeitig das Zahnfleisch massieren. Ab dem vierten Zahn wird eine Babyzahnbürste sinnvoll, die folgende Kriterien erfüllen sollte: · kleiner Bürstenkopf · extra weiche Borsten · abgerundete Borsten · bequemer, langer Griff (Platz für Elternhand) Von Naturborsten ist generell abzuraten, da diese zu unhygienisch sind. Weiterhin sollte die Babyzahnbürste alle vier, fünf Wochen ersetzt werden, auch dann, wenn sie noch einen tadellosen Eindruck macht. Denn in den Borsten tummeln sich reichlich Bakterien, denen mit normalem Ausspülen unter fließendem Wasser nicht mehr beizukommen ist. Gerne zeigen Zahnärzte den Eltern die richtige Putztechnik. Vor allem im ersten Lebensjahr ist eine ausreichende Versorgung mit Fluor wichtig. Es beugt Karies vor, indem es den Zahnschmelz kräftigt.

 

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Datum: 12.05.2010


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DIG – Diagnostikzentrum für Implantologie und Gesichtsästhetik GmbH

DIG – Diagnostikzentrum für Implantologie und Gesichtsästhetik GmbH
Implantatzahnklinik Hannover IKH
Dr. med. dent. Dr. h. c. Ralf Luckey, MSc
Richard-Wagner-Straße 28
30177 Hannover
Tel. 05 11 / 66 30 21
Fax: 0511 / 66 30 22

Das DIG – Diagnostikzentrum für Implantologie und Gesichtsästhetik GmbH in Hannover besteht bereits seit mehr als 12 Jahren und vereint als Kompetenzzentrum ein anerkanntes, interdisziplinäres Fachärzteteam unter einem Dach....

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