|
|
|
|
|
||||
|
> Startseite >
Finanzen & Versicherungen
Dem Fachkräftemangel aus eigener Kraft begegnenModellprojekt in Rheinland-Pfalz entwickelt Lösungen zur "Entzerrung des Lebensstaus"
Ludwigshafen, 24. August 2010 "Fachkräftemangel". Das Wort hat Potenzial zum Un-Wort des Jahres zu werden. Die Diskussion, ob eine Zuwanderung von ausländischen Fachkräften staatlich gefördert oder der Fokus nicht doch lieber auf die Ausbildung und Qualifizierung gelegt werden soll, wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert und verunsichert Politiker und Unternehmen gleichermaßen. In Rheinland-Pfalz arbeitet man an einer eigenen Lösung, dem Fachkräftemangel mit vorhandenem Mitarbeiterpotenzial zu begegnen. Dort läuft seit Mitte letzten Jahres ein Projekt zur lebensphasenorientierten Personalpolitik. Wie der Name schon sagt, zielt das Projekt darauf, Mitarbeiter so einzusetzen, wie es ihre individuelle Lebenssituation erfordert. Das setzt auch mehr Flexibilität und neue Ideen von Unternehmen voraus. Genau darum geht es in dem zukunftsorientierten Projekt.
Zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr werden bei den meisten Menschen entscheidende berufliche und private Weichen gestellt. Die Anforderung Beruf und Familie zu vereinbaren, stellt für viele eine große Herausforderung dar, die sie oftmals überfordert. Es entsteht ein "Lebensstau". Diesen Lebensstau gilt es für die Beschäftigten zu entzerren. Ziel ist es, Lösungen zu finden, die Mitarbeiter gewinnen und binden, Entwicklungsspielraum schaffen sowie alternsgerecht sind. Lebensphasenorientierte Personalpolitik wird so ausgerichtet, dass sie dem demografischen Wandel - Verknappung der jungen Fachkräfte und Zunahme älterer Arbeitnehmer - Rechnung trägt. Auch Familienfreundlichkeit steht auf der Agenda. So kann es sich kein Unternehmen mehr leisten, bestens ausgebildete Akademikerinnen und Akademiker zu verlieren, weil sie in Mutterschutz oder Elternzeit gehen bzw. Pflegeaufgaben wahrnehmen. Im Projekt "Strategie für die Zukunft - Lebensphasenorientierte Personalpolitik" werden praxisorientierte Konzepte entwickelt, die unterschiedliche Lebens- und Berufsphasen der Mitarbeiter mit den Unternehmensinteressen in Einklang bringen. Dabei wird die vorhandene Infrastruktur genutzt und beispielsweise nach Mitteln und Wegen gesucht, das Erfahrungswissen gerade älterer Arbeitnehmer besser einzubringen und auf jüngere zu übertragen. Unternehmensleitbilder werden ausgebaut oder verändert. Elf ausgewählte Modellbetriebe unterschiedlicher Größe und aus verschiedenen Branchen stellen sich im Projekt modernen arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen. Dazu zählen betriebswirtschaftliche Themen wie die Steigerung der Arbeitsproduktivität sowie strategische Aspekte wie Kunden-, Mitarbeiterbindung oder die Attraktivität als Arbeitgeber. Jeder Modellbetrieb arbeitet als Best-Practice-Unternehmen an einem oder mehreren Themen der lebensphasenorientierten Personalpolitik in individuell auf seine Anforderungen zugeschnittenen Projekten. Die Modellbetriebe werden von Personalspezialisten und Experten für Veränderungsmanagement sowie wissenschaftlichen Mitarbeitern des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) in Ludwigshafen begleitet. Die Spezialisten unterstützen die Unternehmen bei der planmäßigen Umsetzung ihrer Projekte und stellen die wissenschaftliche Evaluierung der Ergebnisse sicher.
Die Praxisphase des Projektes läuft vom 1. April 2009 bis zum 31. März 2011. Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe präsentieren die Initiatoren und Modellbetriebe die Zwischenergebnisse vom 27.-30. September 2010 in vier Städten in Rheinland-Pfalz vor Unternehmen sowie sonstigen Interessenten. Die Abschlussergebnisse werden Anfang 2011 vorgestellt. Ins Leben gerufen wurde das Projekt "Strategie für die Zukunft - Lebensphasenorientierte Personalpolitik" vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz unter Führung von Minister Hendrik Hering. Das Modellprojekt wird vom Institut für Beschäftigung und Employability IBE unter der Leitung von Prof. Dr. Jutta Rump durchgeführt. Gefördert wird es aus Landesmitteln des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums sowie aus EU-Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
BASF SE, Ludwigshafen
Bitburger Braugruppe GmbH, Bitburg
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Ingelheim
Chemische Fabrik Budenheim KG, Budenheim
G+H Isolierung GmbH, Ludwigshafen
Karl Otto Braun GmbH & Co. KG, Wolfstein
Kaufmann GmbH & Co. KG, Schwegenheim
LBS Landesbausparkasse Rheinland-Pfalz, Mainz
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft
Modehaus Marx KG, Trier
Sabath Media Designagentur GmbH, Kandel
VON DER HEYDT GMBH, Speyer
24.08.2010 15:13 Diese Meldung Kollegen, Freunden oder Bekannten mitteilen: Kurz-URL: http://www.presseanzeiger.de/s_379698 zur Pressemappe von: Institut für Beschäftigung und Employability IBE Email Benachrichtigung aktivieren | RSS Feed abonnieren
PresseAnzeiger ist nicht für den Inhalt der oben dargestellten Pressemitteilung verantwortlich.
Mehr Informationen
|
Pressemitteilung von:
Ernst-Boehe-Straße 4
Das Institut für Beschäftigung und Employability unter Leitung von Frau Prof. Dr. Jutta Rump Geschäftsführerin und Herrn Prof. Dr. Peter Mudra erforscht personalwirtschaftliche Fragestellungen. Die Schwerpunkte liegen... mehr »
zur Pressemappe von
Institut für Beschäftigung und Employability IBE
weitere Meldungen von
Lebensphasenorientierte Personalpolitik stößt auf reges Interesse [+Bild] Personalpolitik nach der Krise - Weiter wie bisher oder Neues wagen? Rheinland-Pfalz erfolgreich beim Kampf gegen Fachkräftemangel Nach der Krise geht es wieder bergauf mehr »
Agentur Kontakt:
Accente Communication GmbH
...
Aktuell meist gelesen
in Finanzen & Versicherungen 2. C1 FinCon verstärkt sich in der Geschäftsführung 3. 31 Mitglieder mit Rüsselsheimer Volksbank auf Börsenerkundung in Frankfurt [+Bild] 5. Rockwell Automation gibt Zahlen für das erste Quartal 2012 bekannt 6. BDS-Umfrage zum Fachkräftemangel im Mittelstand [+Bild] 7. Oliver Drewes neuer Geschäftsführer für maxpool GmbH 8. Bestattungsvorsorge und Hinterbliebenenschutz - mehr Information und Service. 9. NetDoktor.de holt Lars Koschnick als Online-Marketing-Manager an Bord [+Bild] 10. Deutschlands erstes Bier mit Windenergie gebraut
|
|||
|
© 2005 - 2011 PresseAnzeiger.de Impressum & Nutzungsbedingungen mobile Version für Handy & PDA |
0.048331 |