(PA) Die globale digitale Trickkiste steht in Berlin-Kreuzberg
Allein in den nächsten zwei Monaten starten elf Filme verschiedenster Genres auf deutschen Leinwänden, die bei rise|visual effects berlin digital bearbeitet wurden.
Berlin, den 13. November 2009 - Mittlerweile ist der eifrige Kinogänger gewohnt, dass in den US-Blockbustern mit computeranimierten Effekten geklotzt und nicht gekleckert wird. Doch inzwischen setzen nicht nur die teuersten und größten Produktionen auf die Wirkung, die von ansonsten unrealisierbaren Bildern erzeugt wird.
Eine junge Firma aus Berlin-Kreuzberg, direkt am Spreeufer gelegen, wird in diesem Herbst die Sehgewohnheiten jener überraschen, deren Herz eben nicht nur für die effektlastigen Blockbuster schlägt: Von russischem Historienepos über deutschen Fantasythriller, von amerikanischem Actionspektakel über independent Kammerspiel, von Popcorn-Piratensause über Mauerkomödie – viele Filmbilder, die in den nächsten zwei Monaten auf deutschen Leinwänden zu sehen sind, wurden in Computern von rise|fx animiert.
Mittlerweile mischen sich unter die vielen europäischen auch zunehmend große US-Produktionen. rise|fx hat sich innerhalb von nur zwei Jahren zum größten Anbieter von Visual Effects in Berlin entwickelt und wächst beständig weiter, um den vielen Anfragen aus dem In- und Ausland gerecht zu werden.
Am 19.11. 2009 starten gleich drei Filme, die mit Hilfe der Kreuzberger Effektspezialisten entstanden. Das Drama "This is Love" (Badlands, Kinowelt, 19.11.2009) von Matthias Glasner beginnt mit einem beeindruckenden Kameraflug über den Potsdamer Platz im Jahr 1992, der kurz nach der Wiedervereinigung noch nahezu unbebaut war und deshalb komplett digital erzeugt werden musste. Auch ein brutaler Autocrash mit einem LKW mitten in Berlin, bei dem die Kamera mit dem Hauptdarsteller im schleudernden Fahrzeug bleibt, wurde vollständig am digitalen Reißbrett designed und ohne Schnitt als sogenannter "one-shot" zusammengebaut.
Der Mauerstreifen und das Stadtpanorama von Berlin 1989 in Peter Timms Komödie "Liebe Mauer" (Relevant Film, Warner, 19.11.2009) wurden ebenso digital von rise|fx erzeugt wie einige Szenen in "Tannöd" von Regisseurin Bettina Oberli (Wüste, Constantin Film) nach dem Roman von Andrea Maria Schenkel.
Hauptdarsteller Mads Mikkelsen (007: Casino Royal) bekämpft eine Woche später seinen an der Spree erzeugten digitalen Doppelgänger an der Seite von Jessica Schwarz in dem außergewöhnlichen Fantasythriller "Die Tür" (Wüste, Senator, 26.11.2009) von Anno Saul. Ebenfalls an diesem Tag startet das Drama "Helen" (Egoli Tossell, Warner) und erzählt das Leiden der gleichnamigen Titelheldin gespielt von Ashley Judd.
Nachdem im November Fantasy, Drama, Komödie und Krimi dran waren, stechen zwei Wochen vor Weihnachten aufwändige Seeschlachten, Handelskoggen und Hansestädte aus den Rechnern der Kreuzberger in Sven Taddickens Störtebeker Verfilmung "Zwölf Meter ohne Kopf" (Wüste, Warner, 10.12.2009) in See.
Trotz des kurzen Bestehens hat rise|fx auch schon den Sprung über den großen Teich geschafft. Am selben Tag feiern der Schwerkraft trotzende Martial-Arts Kämpfer in dem von Joel Silver und den Matrix Regisseuren aufwändig im Studio Babelsberg inszenierten "Ninja Assassin" (Ninjitsu Pictures, Warner) Premiere. Für die US-Monsterproduktion sorgte rise|fx nicht nur für unmöglich mögliche Bilder, sondern stellte der angereisten amerikanischen Visual Effects Crew die komplette Infrastruktur inklusive highspeed Datentransfer in die USA und das hauseigene Kino für Screenings mit Regisseur James McTeigue zur Verfügung.
Außer den Piraten und Ninjas fällt noch der Start der Romanverfilmung "Das Orangenmädchen" von Eva Dahr auf den 10.12. 2009.
Am 17.12. 2009 geht die Reihe der von rise|fx bearbeiteten Filme weiter mit Daniel Brühl in "Lila, Lila" von Alain Gsponer (Film1, Warner) und im Januar startet dann das Historienepos über Tolstois letzte Tage "Ein russischer Sommer" (Egoli Tossell, Warner, 21.1.2009). Regisseur Michael Hoffman ("Tage wie dieser") inszenierte ein beeindruckendes Tableau mit Weltklasseschauspielern wie Helen Mirren, Christopher Plummer und James McAvoy ("Wanted", "Abbitte"), gefilmt in Deutschland. rise|fx verwandelte für Tolstois Epoche die sächsische Landschaft digital in die Weiten Russlands. Mirren gilt bereits jetzt als heiße Kandidatin für ihren zweiten Oscar.
"Unfassbar", meint Sven Pannicke, Geschäftsführer und einer der rise|fx Gründer. "Ich hätte mir nie träumen lassen, an so vielen verschiedenen Filmen so vieler verschiedener Genres in einem so kurzen Zeitraum mitzuarbeiten. Aber unsere Arbeit wird zum Glück immer mehr als kreatives Werkzeug für den Regisseur verstanden." "Die Abwechslung, die diese Diversifikation mit sich bringt, ist wundervoll", ergänzt Geschäftsführer Robert Pinnow. "Von Projekt zu Projekt wird man immer vor neue Herausforderungen gestellt, macht immer wieder neue Vorschläge, wie man den Dreh vereinfachen oder bestimmte Bilder möglich machen könnte. Die Art, der Stil und das Genre des Films sind natürlich stark vom Regisseur abhängig. Wir können zum Glück immer sehr schnell unser filmisches Denken beweisen und zeigen, dass wir nicht die typischen Computer-Nerds sind, sondern tatsächlich Filmliebhaber und Geschichtenerzähler mit den uns eigenen Pinseln und Werkzeugen."
Zur Zeit arbeitet man bei rise|visual effects berlin unter Hochdruck an "Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief" von "Harry Potter"-Regisseur Chris Columbus. Nächstes Jahr beginnen die Tüftler die Zukunft Deutschlands für das Science-Fiction-Drama "Die kommenden Tage" von Lars Kraume mit August Diehl, Daniel Brühl, Bernadette Heerwagen und Johanna Wokalek in den Hauptrollen zu gestalten.
Sven Pannicke ist überzeugt, dass auch die zentrale Lage mitten in Berlin ein wichtiger Erfolgsfaktor war und ist: "Bei uns bewerben sich die hellsten Köpfe der Branche aus der ganzen Welt. Sicherlich spielt da auch eine Rolle, dass wir an den interessantesten Projekten arbeiten. Berlin ist international gesehen immer noch die hippste Stadt in Europa und unser Büro steht mitten im angesagtesten Bezirk."
Ende des Jahres kommt aus strategischen Gründen eine zweite Filiale in Köln hinzu. rise | visual effects cologne wird im Dezember 2009 seinen Betrieb aufnehmen und Talente aus der Rheinmetropole in den Produktionsprozess der digitalen Pixelwelten einbeziehen.
Über rise|fx:
rise | visual effects berlin hat seit der Gründung 2007 seinen digitalen Zauber in mehr als 40 nationalen und internationalen Kino- und TV-Filmen entfesselt. Der Grundstein für den heute größten Anbieter für visuelle Effekte in Berlin wurde von den VFX Supervisoren Markus Degen, Florian Gellinger, Robert Pinnow und Sven Pannicke gelegt, allesamt bereits mit einem breiten Erfahrungsschatz aus der Zusammenarbeit mit Oscarpreisträgern und Shootingstars ausgestattet. Die großzügigen Büros von rise|fx direkt am Kreuzberger Spreeufer in Berlin bieten Platz für 70 Digital Artists, Coordinator, Supervisor und Producer aus allen Ländern der Welt. Ende 2009 entsteht in Köln eine zweite Facility, rise|visual effects cologne.
KINO RELEASES
01.10.2009
Es kommt der Tag
19.11.2009
Liebe Mauer
Tannöd
This is Love
26.11.2009
Die Tür
Helen
10.12.2009
Das Orangenmädchen
Ninja Assassin
Zwölf Meter ohne Kopf
17.12.2009
Lila, Lila
21.01.2010
Ein russischer Sommer
rise fx GmbH
Schlesische Strasse 28
Aufgang B
10997 Berlin
Pressekontakt:
Florian Gellinger
++49 30 20180300
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web: http://www.risefx.com 