Deutschlands großes Presseportal - Homepage
» Pressemitteilung
veröffentlichen
    » Login
» PR-Paket buchen
»Top-Platzierung buchen
»Suche / Lokale Suche
Themen-Kategorien:

Recherche:

Service:


PresseAnzeiger.de Meldungen sind bei Google News Deutschland gelistet.

 

 

  Pressemitteilungen | Termine | Interviews | Mediengalerie | Pressemappen |
> Startseite > Gesundheit & Medizin

Welt-Parkinson-Tag 2009: Leben mit Parkinson - Neue Perspektiven

Fortschritte in der Parkinson-Therapie ermöglichen über immer längere Zeit ein weitgehend normales Leben



Welche Aussichten haben Parkinson-Patienten? Diese Frage steht im Zentrum des diesjährigen Welt-Parkinson-Tags am 11. April. Allein in Deutschland betrifft die neurologische Erkrankung rund 250.000 Menschen, jedes Jahr erkranken etwa 20.000 neu. Eine Vielzahl therapeutischer Maßnahmen ermöglicht ihnen eine weitgehend normale Lebensführung - über längere Zeit. Denn aufhalten lässt sich die langsam fortschreitende Krankheit bisher nicht. Zunehmende Hinweise, dass einzelne Substanzen den Krankheitsverlauf verlangsamen können, eröffnen Patienten und Behandlern neue Perspektiven.

„Leben mit Parkinson: Neue Perspektiven“ lautet das Motto der deutschen Parkinson-Vereinigung Baden-Württemberg und der Parkinson-Klinik Wolfach zum 254. Geburtstag des englischen Arztes James Parkinson. Dieser beschrieb 1817 erstmals ausführlich die Symptome der sogenannten „Schüttellähmung“, die meist mit einem leichten Zittern der Hände begann und langfristig zu massiven Bewegungseinschränkungen führte.

Ursache für die Beschwerden ist der schleichende Untergang der Dopamin produzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra (schwarzen Substanz) des Mittelhirns. Das dadurch bedingte Ungleichgewicht der Botenstoffe Dopamin, Acetylcholin und Glutamat verursacht die charakteristischen Symptome: verlangsamte Bewegung, eingeschränkte Feinmotorik, Zittern, Muskelsteifheit und Standunsicherheit. Fast immer beginnen die Beschwerden einseitig. Warum die Zellen absterben, ist nach wie vor weitgehend ungeklärt.

„Bislang lässt sich das Parkinson-Syndrom nur symptomatisch behandeln, obgleich die Therapie effizienter geworden ist wie bei kaum einer anderen neurologischen Erkrankung. Ein großes Problem stellen aber immer noch Langzeitkomplikationen wie Schwankungen der Beweglichkeit mit sogenannten off-Phasen und Phasen mit „Überbewegungen“ dar. Diese sind überwiegend eine Folge der fortschreitenden Degeneration der Nervenzellen. Es wäre daher ein enormer Fortschritt den Zellverlust verlangsamen oder sogar aufzuhalten zu können. In kleinen Schritten scheint die Forschung diesem Ziel näher zu kommen“, erklärt Dr. Gerd Fuchs, Chefarzt der Parkinson-Klinik Wolfach. Entsprechende Hinweise auf ein verlangsamtes Fortschreiten der Erkrankung ergaben sich in einer groß angelegten Studie mit dem Monoaminooxidase-B-Hemmer Rasagilin.

Ein besonderes Augenmerk gilt derzeit den Dopaminagonisten. Ihr Einsatz kann motorische Komplikationen hinauszögern und reduzieren. Insbesondere bei Patienten unter 70 Jahren gilt die Behandlung mit dieser Substanzgruppe daher als Therapie der ersten Wahl. Dopaminagonisten docken direkt an den Rezeptoren an und ahmen so die Wirkung des Dopamins nach.

Schwankungen der Beweglichkeit mit on-off-Problematik sind vor allem eine Folge schwankender Dopaminspiegel. Eine kontinuierliche Wirkstoffzufuhr, wie sie das Rotigotin-Pflaster, die retardierte Form des Dopaminagonisten Ropinirol, die Duodopa-Pumpe oder die Apomorphinpumpe ermöglichen, bieten gegenüber herkömmlichen Darreichungsformen deutliche Vorteile. Wann und in welcher Form eine spezifische medikamentöse Therapie eingeleitet wird, kann nur im Einzelfall entschieden werden. Denn jede Maßnahme muss individuell auf den Patienten abgestimmt und physio-, ergo- und psychotherapeutisch begleitet werden.

Neue Perspektiven kann auch die Tiefenhirnstimulation eröffnen, die sich bei fortgeschrittenem Parkinson-Syndrom hilfreicher erwiesen hat als Medikamente. Der implantierte Hirnschrittmacher verbessert nachweislich nicht nur die Mobilität und Alltagsaktivität der Patienten, sondern auch deren emotionale Ausgeglichen-


heit. Der operative Eingriff ist allerdings mit Risiken verbunden und wird derzeit nur bei Patienten eingesetzt, bei denen die Medikamente trotz optimaler Einstellung nicht mehr ausreichend helfen.

„Die Diagnose Parkinson ist für Betroffene und Angehörige immer mit einem Schock und großen Unsicherheiten und Ängsten verbunden. Umso wichtiger ist die umfassende Information über Behandlungsmöglichkeiten, aktuelle medizinische Fortschritte und Hilfsangebote. Ebenso wichtig ist es aber für die Krankheitsbewältigung, neue Lebensperspektiven zu entwickeln“, sagt Renate Hofmeister, Landesvorsitzende der deutschen Parkinson-Vereinigung Baden-Württemberg (dPV). Denn die meisten Parkinson-Patienten weisen über viele Jahre hinweg nur gering aus-geprägte Krankheitszeichen auf und sind bei entsprechender Lebensführung in ihrer Leistungsfähigkeit nur wenig beeinträchtigt. Wissen, ein konstruktiver Umgang mit der Erkrankung und ein unterstützendes Netzwerk aus Freunden, Bekannten und professionellen Helfern, wie Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Psychologen, wirken sich positiv auf den Krankheitsverlauf aus. Hilfestellung finden Betroffene und Angehörige auch in dem dPV-Ratgeber „Diagnose Parkinson … und doch geht es weiter“.

Weitere Informationen zur Behandlung des Morbus Parkinson erhalten Interessierte unter 07834/971-0 oder im Internet unter http://www.parkinson-klinik.de . Unter 07202/94 16 26 informiert die dPV Baden-Württemberg über Selbsthilfegruppen.

09.04.2009 10:40

Λ nach oben

Stichwort-Suche:

Pressemitteilung von:

Logo: Parkinson-Klinik Wolfach


Parkinson-Klinik Wolfach

Kontakt:
Parkinson-Klinik Wolfach
Dr. med. Gerd A. Fuchs
Ärztlicher Leiter
Daniela Djundja
Diplom-Psychologin
Kreuzbergstraße 12 - 24
77709 Wolfach

Telefon: 07834/ 971-112
Telefax: 07834/ 971-340
E-Mail: info@parkinson-klinik.de
Internet: www.parkinson-klinik.de

Die Parkinson-Klinik Wolfach ist ein neurologisches Akut-Krankenhaus mit diagnostisch-therapeutischem Schwerpunkt. Gegründet wurde sie im Jahre 1953. Seitdem haben mehr als 30.000 Patienten, die an Morbus Parkinson und verwandten...

mehr »

Agentur Kontakt:


Schepers PR
www.schepers-pr.de

Katja Schepers
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
für Medizin & Gesundheit
Zülpicher Straße 239
50937 Köln

Fon: 0221/ 261 57 68
Fax: 0221/ 261 57 69
Mobil: 0163/361 70 55
E-Mail: info@schepers-pr.de

...

Aktuell meist gelesen
in Gesundheit & Medizin

1. Unilever Food Solutions ist auch beim zweiten Wettbewerb Koch des Jahres Sponsor - erstes Vorfinale am 27.02.2012 in Stuttgart

2. Prof. Dr. Mahlknecht leitet die Onkologie [+Bild]

3. Praxisdienst erweitert sein Sortiment um Perfusor® Spritzenpumpen [+Bild]

4. Patientensicherheit im OP - Dr. Strametz von der Uniklinik Frankfurt referiert zu Risikomanagement [+Bild]

5. SCHLAFPORTAL24 - Die Datenbank für den gesunden Schlaf [+Bild]

6. Platz 3: Schön Klinik Bad Bramstedt ist einer der „Besten Arbeitgeber im Gesundheitswesen 2012“ [+Bild]

7. Neue Studie - Lichttherapie bei Senioren mit Depressionen so wirkungsvoll wie Antidepressiva [+Bild]

8. naturheilzentrum bottroper | das gesunde gesicht | nabomade® [+Bild]

9. Chirurgische Eingriffe zur Behandlung von Hämorrhoiden

10. Prof. Dr. mang zum Skandal um billige Brustimplantate aus Frankreich