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Gesundheit & Medizin
Pressemitteilung:
Institut für Suchtmedizin Strauß & Partner warnt: Alkoholkrankheit kann man nicht einfach ad acta legen
23.12.2009 17:35:02(PA) Hamburg, 23. Dezember 2009. Rotwein zur Ente, Champagner in der Schokolade, Weinbrand in der Torte – besonders in der Weihnachtszeit "versteckt" sich Alkohol in vielen bunten Leckereien. Aber auch der großzügigere Alkohol-Konsum auf Betriebsfeiern prägt das Bild der Weihnachtszeit. Nach einer aktuellen Online-Umfrage der britischen Organisation Drinkaware werden in Großbritannien in diesen Tagen 265 Millionen Gläser Bier oder 265 Millionen Gläser Wodka konsumiert. Außerdem gaben rund 47 Prozent der Befragten an, an den Feiertagen voraussichtlich ihren Alkoholkonsum noch zu steigern. Diese Tendenz kann Karsten Strauß, Arzt und Leiter des Instituts für Suchtmedizin, bestätigen: Auch in Deutschland wird der Alkoholkonsum in diesen Tagen bis zur Jahreswende ansteigen.
Der Mediziner kennt die „Gefahren“ im Umgang mit Alkohol in der Winterzeit und gibt Tipps damit das Weihnachtsfest nicht im Alkohol ertrinkt. Den „normalen“ Konsumenten rät der Mediziner zum Genuss, man sollte nur nicht übertreiben. Wer allerdings mit der Menge seines Alkoholkonsums bereits unzufrieden ist, sollte diesen überprüfen. „In einem ersten Schritt beispielsweise können Menschen, die sich im Umgang mit Alkohol nicht sicher sind, ihre Trinkgewohnheiten sechs Wochen lang täglich dokumentieren. Um diesen realistisch einzuschätzen, sollten sie sich in dieser Zeit mit dem Trinken nicht vorsätzlich einschränken“, sagt Karsten Strauß, „Sie erhalten so einen guten Überblick darüber, was sie tatsächlich konsumieren. Damit können sie dann zu einem Menschen ihres Vertrauens gehen, wenn möglich zu einem Fachmann, und die Sachlage diskutieren.“
„Morgen höre ich auf Alkohol zu trinken“ – sich zur Jahreswende eine Veränderung vorzunehmen ist löblich, aber meist schon nach wenigen Tagen eben nur ein Vorsatz, der nicht in die Tat umgesetzt wurde. Der Mediziner rät: „Machen Sie das nicht! Die Alkoholkrankheit ist eine Krankheit und die kann man nicht beliebig ad acta legen, wenn man sie nicht mehr haben will.“ Was Betroffene aber tun können: „Nehmen Sie sich vor, etwas zu ändern. Das ist für den Augenblick schon absolut ausreichend“, so der Arzt. Das nimmt den Druck und in einem Gespräch mit einem Fachmann lässt sich die momentane Situation besprechen und sinnvolle Hilfsangebote erörtern.