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Politik
Bonn: Einigungsmangel beim Vertrag - das WCCB bald ein Bürgerprojekt?WIKIPEDIA, die online Enzyklopädie macht ihrem Namen alle Ehre, denn wikiwiki heißt auf Hawai "sehr schnell". Dort steht als "gesichertes Wissen" das zu lesen, was in den Printmedien wohl noch folgen wird:
"Neben der weiteren Finanzierung, die durch den neuen Investor erfolgen soll, kündigte die Stadtverwaltung an, dass die Sparkasse KölnBonn einen weiteren Kredit in Höhe von 30 Mio. ? geben werde. Neben der Erhöhung des Kredites sei beabsichtigt, dass die Sparkasse die zu erbringenden Zinsleistungen zu besseren Konditionen abwickelt, um die Wirtschaftlichkeit des Projektes zu steigern. Die Entscheidung für den neuen Kredit soll nach einer abgeschlossenen Risikobewertung durch eine Wirtschaftsprüfung erfolgen. Eine Nebenabrede in Höhe von 104 Mio ?, eine Quasi-Bürgschaft übernahm die Stadt Bonn". Selbst wenn keine Quellen genannt sind, plausibel ist das allemal. Der Hinweis auf die "Nebenabrede" bringt es an den Tag: ein sog. "Erklärungsdissens" (§ 155 BGB) bei dem beide Vertragspartner aneinander vorbeigeredet haben, wurde offenbar nachgebessert. Auch könnte man versehentlich etwas nicht verhandelt haben ("versteckte Unvollständigkeit"). Auf eine genaue Begründung zur "Nachbesserung" wartet man in Bonn immer noch. Allerdings ist nun das diffuse Hin und Her der letzten Monate verständlich, das vielen Rats- und Ausschussmitgliedern nicht behagte.
Man hatte sich wohl gescheut, eine Vertragslücke zuzugeben, die nun durch Auslegung gefüllt und gegebenenfalls mit Nebenabreden in Vertragstext umgesetzt werden muss.
Das "Notfallset" für das Vertragsloch ist beachtlich: mit 104 Millionen Euro von den erwarteten 200 Millionen ist nun die Sparkasse KölnBonn - hoffentlich nur vorübergehend - Mitinvestor in einer unüblichen Größenordnung beim WCCB. Auch über dieses Risiko sollte wohl nicht diskutiert werden. Man ließ die Politiker "mit ihren Fragen gegen eine Gummiwand rennen" beklagte damals der BBB, der heute von SPD - Gymnasiallehrerin Dieckmann wegen einer Wahlkampf - Plakataktion gerüffelt wurde.
Die Lösung, die keine juristische ist, liegt nun auf dem Tisch. Sie sichert Honua ab, aber nicht den Steuerzahler, eine "Lösung" von dem die Bürger langsam genug haben dürften...
20.07.2009 18:20 Diese Meldung Kollegen, Freunden oder Bekannten mitteilen: Kurz-URL: http://www.presseanzeiger.de/s_291031
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