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Bürger in Deutschland dürfen nicht als Experimentierobjekte mißbraucht werden

Freie Union Sachsen kritisiert Impfkampagne zur Schweinegrippe und fordert Beweislastumkehr im Gesundheitsrecht für die Pharmaindustrie


Leipzig. Auf einer Bürgerveranstaltung übte der sächsische Landesvorsitzende und stellvertretende Bundesvorsitzende der Freien Union, Peter Frühwald, heftige Kritik an der Strategie und Vorgehensweise der Bundesregierung im Bezug auf die Impfkampagne zur Schweinegrippe. Es sei absolut skandalös, über 600 Mio. Euro für eine Impfkampagne auszugeben, wo man faßt vermuten muß, daß die Bürger in Deutschland als Experimentierobjekte für die Pharmaindustrie in den USA mißbraucht werden, so Frühwald wörtlich. In Amerika werde für die Schweinegrippe der Impfstoff ohne die sogenannten Wirkverstärker („sog. Adjuvans“) verwendet. Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat diese bisher in keinem Antragsfall der Pharmaindustrie zugelassen, so Frühwald weiter, da aus Sicht der FDA wegen der Gefahr überschießender Immunreaktionen wie Rötungen, Schwellungen und sogar schmerzhafter Gelenkentzündungen die Gefahren noch zu groß seien.

Als gegenüber der Bevölkerung skandalös, bezeichnete das Landesvorstandsmitglied Klaus Reddmann in der gleichen Veranstaltung, daß die deutsche Bundesregierung gerade von diesem Wirkstoff, mit den nicht ausreichend erforschten Wirkverstärkern, 50 Mio. Dosen beim amerikanisch-britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline geordert hat, obwohl auch führende deutsche Ärzte, wie u.a. der Vorsitzende der Arzneimittelkommission Wolf-Dieter Ludwig dieses äußerst bedenklich sehen und von einer Impfung mit Wirkverstärkern abraten. Als noch merkwürdiger erscheint es der Freien Union hierbei, daß die Bundesregierung für Soldaten, Beamte und Minister einen Wirkstoff ohne die Wirkverstärker bei führenden Pharmaunternehmen eingekauft hat.

Die Freie Union fordert deshalb, eine Abschaffung der Musterzulassungsverfahren und eine Beweislastumkehr für den Pharmabereich.

Seit 2005 werde in Deutschland das sogenannte Musterzulassungsverfahren durchgeführt, bei dem Hersteller vor der Gefahr einer Pandemie ihre Impfstoffe bereits genehmigen lassen dürfen, ohne daß alle üblichen Tests vorher abgeschlossen sind.

Bei Erkrankung muß in Deutschland der Patient beweisen, daß ein Fehlverhalten der Pharmaindustrie vorliegt, in den USA ist es genau umgekehrt, so der stv. Bundesvorsitzende Peter Frühwald. Die Freie Union sieht hier dringenden Handlungsbedarf eine Änderung der Gesetzeslage zum Wohle der Bürger herbeizuführen

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Dr. Gabriele Pauli, MdL - Bundesvoritzende
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20.10.2009 13:43

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