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Claudia Jung, MdL: Leben schützen – Babyklappen erhaltenFreie Wähler widersprechen Deutschem Ethikrat!
Die Landtagsfraktion der Freien Wähler befürwortet den Erhalt der sogenannten Babyklappen und der Angebote zur anonymen Geburt. Claudia Jung, MdL der Freien Wähler aus Pfaffenhofen: „Wir fordern deshalb die Bayerische Staatsregierung in einem Antrag dazu auf, sich ausdrücklich für den Bestand dieser Angebote auszusprechen und sich auch auf Bundesebene dafür stark zu machen.“ Dies sei eine wichtige und zugleich entscheidende Maßnahme in einem Netzwerk an Hilfeleistungen für werdende Mütter in Not oder Konfliktsituationen.
In seiner offiziellen Stellungnahme Ende 2009 empfiehlt der Deutsche Ethikrat die Abschaffung der Babyklappen, weil die anonyme Kindesabgabe einen erheblichen Eingriff in das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner biologischen Abstammung und auf Beziehung zu seinen Eltern darstelle. Zweifellos sei es wichtig zu wissen, woher man kommt, um zu erfahren, wer man ist, erläutert Claudia Jung. Unbestreitbar sei auch, dass das Nein am Anfang des Lebens für viele Betroffene ein lebenslanges Trauma bedeute. Aber könne man diese Forderung auch dann noch verteidigen, wenn sie das Recht auf Leben riskiert? „Die Freien Wähler sind der Meinung, dass das Recht auf Leben stets höher zu bewerten ist als das Recht auf Identität. Jedes Leben, das durch eine Babyklappe oder eine anonyme Geburt gerettet werden kann, rechtfertigt dieses Angebot“, so Claudia Jung weiter. Selbst mit einem optimalen Beratungsangebot könne nicht ausgeschlossen werden, dass werdende Mütter in eine Lebenssituation gelangen, in der sie ihr Kind nicht behalten können und verzweifelt einen Ausweg suchen. Die familienpolitische Sprecherin der Freien Wähler ist überzeugt, dass dieser Schritt keiner Mutter leicht falle. Fest stehe nun mal, dass es immer wieder Fälle gibt, in denen Frauen eine Schwangerschaft aus einer Notlage heraus nicht eingestehen wollen oder können – wie zum Beispiel minderjährige Frauen, die Angst vor ihren Eltern oder einem gewalttätigen Partner haben. Dies gelte genauso für Frauen, die illegal hier leben, oder obdachlos sind, für Frauen, die durch extreme kulturelle oder weltanschauliche Zwänge unter Druck gesetzt werden oder sich in einer anderen, für sie ausweglos erscheinenden Situation befinden. „Wenn wir diesen Frauen die Möglichkeit einer anonymen Geburt oder der Abgabe des Kindes an eine Babyklappe nehmen, riskieren wir Kurzschlussreaktionen wie etwa die Aussetzung oder Tötung des Kindes. Dies kann unmöglich Ziel unseres politischen Handelns sein!“, betont die Landtagsabgeordnete. Besonders für den kleinen Kreis von Eltern und Frauen, welche die Angebote der bayerischen Beratungsstellen nicht annähmen, sei die Babyklappe oft der letzte Ausweg, bevor sie das Kind unversorgt aussetzten und so dessen Leben akut gefährdeten, führt Claudia Jung weiter aus. „Dieses Recht auf Leben bewerten die Freien Wähler höher als das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung. Deswegen gibt es unseres Erachtens keine Alternative zur anonymen Geburt und zur Babyklappe. Die Staatsregierung darf den Empfehlungen des Deutschen Ethikrates nicht nachgeben.“ 27.01.2010 11:34 Diese Meldung Kollegen, Freunden oder Bekannten mitteilen: Kurz-URL: http://www.presseanzeiger.de/s_318614 zur Pressemappe von: Kreisverband Freie Wähler Pfaffenhofen mit Claudia Jung, MdL Email Benachrichtigung aktivieren | RSS Feed abonnieren
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