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Hartz4-Plattform klagt an: Verhör-Methoden in Hartz IV-Verwaltungen sind Menschenrechtsverletzungen

Brigitte Vallenthin packt aus: systematische Verächtlich-Machung, Willkür und Schikane im Verantwortungsbereich von Bundesarbeitsministerin v.d. Leyen



Erste Text-Vorveröffentlichungen aus „Ich bin dann mal Hartz IV“


„Vor allem die Verhör-Methoden sind es,“ erklärt Hartz4-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin gegenüber dem Sozialticker, „die mich zutiefst beunruhigen, seit ich auf Hartz IV getroffen bin. Darum habe ich Ihnen in meinem Buch „Ich bin dann mal Hartz IV“ auch zahlreiche Passagen mit ausführlichen Dialogen in mehreren Kapiteln gewidmet. Durch sie wurde ich von einem Verwaltungsapparat systematisch in ein Gefühl der Strafermittlung gedrängt und alles andere als von sozialer Hilfe-Bereitschaft aufgefangen. Ich habe ein Ausmaß an Respektlosigkeit und verächtlich machenden Umgangsformen durch Hartz IV-Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter erlebt, das ich mir zuvor allenfalls in undemokratischen Ländern, niemals aber in unserem Lande hätte vorstellen können. Unter Hartz IV wurde ich in ein Leben zwischen willkürlich agierender Verwaltungs-Bevormundung, mehr oder weniger hilfsbereiten Sozialrichtern sowie Strafrichtern und Staatsanwälten gezwungen. In dieses bestgehütete Geheimnis der Politik – das Millionen Menschen trifft - möchte ich mit meinem Buch einen bislang unbekannten Einblick geben – einen Einblick auch in die Tatsache, dass dieses System inzwischen bis in die Wohlfahrtsverbände hinein reicht.“

Im Vorwort zu „Ich bin dann mal Hartz IV“ weist Prof. Dr. jur. Helga Spindler von der Universität Duisburg-Essen darauf hin: „Es wäre falsch, das Buch als „Betroffenenliteratur“ beiseite zu legen.“ Und die Sozialhilferechts-Expertin und Kritikerin insbesondere des Menschenbildes, das hinter Hartz IV steht, fährt fort: die Autorin „wurde mit Rechts- und Verfahrensfragen überzogen, mit denen sie sich nie vorher beschäftigen musste, und wird mehr und mehr davon aufgerieben. Ihre beruflichen Talente und Stärken kann sie in diesem Teufelskreis nur noch schwer entfalten.“ Und weiter: „So kann es aber allen Menschen gehen ,die unverhofft aus einem selbstbestimmten Erwerbsleben heraus mit diesem System konfrontiert werden.“ Helga Spindler resümiert: „Ihre Sensibilität ist berechtigt.“

„Wer schon mal einen ersten Blick in das Buch werfen möchte,“ teilt Hartz4-Plattform Sprecherin Brigitte Vallenthin dem Sozialticker mit,“ der kann bereits jetzt auf http://www.hartz4-plattform.de im Inhaltsverzeichnis, dem Vorwort von Helga Spindler sowie in einer Textprobe aus dem Kapitel „Kunden“-Service, mit einem Motto-Zitat von Heiner Geißler blättern – sowie den Einführungstext lesen, der unter dem Motto-Zitat von Peter Ustinov steht: „Eine Demütigung ist schwerer zu ertragen als eine Verletzung“.“

http://www.hartz4-plattform.de

20.08.2010 09:38

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