(PA) Andreas Vonhoff findet neues Standbein im Zukunftsmarkt Prävention, Fitness, Gesundheit
Trotz zahlreicher körperlicher Rückschläge hat Andreas Vonhoff sein Ziel erreicht. Nachdem der heute 55-Jährige krankheitsbedingt mit 48 Jahren frühpensioniert wurde, musste er sich eine neue Beschäftigung für die Zeit danach suchen. Dafür absolvierte er verschiedene Qualifikationen im Bereich Fitness, Prävention und Gesundheit, unter anderem die Lehrgänge „PILATES-matwork Trainer“ und „PILATES-plus Trainer“ der BSA-Akademie. Heute ist er Trainer in einem Fitnessstudio und lebt das, was er seinen Kunden vermittelt. Der heute 55-Jährige ist trotz oder gerade aufgrund seines Alters sehr beliebt. Die Arbeit macht Andreas Vonhoff Spaß, in seiner neuen Tätigkeit sieht er eine Perspektive für die Zukunft: „Man weiß nie, was kommt, aber ich habe auf alle Fälle vor, noch lange Zeit in diesem Bereich zu arbeiten.“
Andreas Vonhoff war ursprünglich Heimleiter einer Behindertenanstalt. Knapp zwanzig Jahre kümmerte sich der studierte Theologe und staatlich anerkannte Erzieher um seine Schützlinge.
Dann eine schreckliche Diagnose seines Arztes, worauf ihm trotz anschließender Operation ihm keine guten Heilungschancen prognostiziert wurden. Seine Tätigkeit als Heimleiter konnte der damals 48-Jährige nicht wieder aufnehmen. „Ich konnte leider aufgrund meiner Krankheit und sich zusätzlich eingestellter psychischer Stabilität nicht mehr in die Heimleitung zurückkehren. Mit 48 Jahren wurde ich deshalb schon in die Frühpensionierung geschickt. Das fiel mir unheimlich schwer, weil mit meine Arbeit große Freude gemacht hat. Besonders um die Heimbewohner tat es mir leid. Mich selbst musste ich fragen: Was willst du mit der vielen Zeit, die du jetzt hast, anfangen? Du bist doch noch viel zu jung, um dich aus dem Berufsleben zu verabschieden!“
„Ich war gezwungen, mein Leben neu organisieren!“
Andreas Vonhoff musste lernen, sich mit dieser neuen Situation zu arrangieren, und sich neue Ziele stecken. Schon vor seiner Erkrankung war er Mitglied in einem Fitnessstudio. Da ihm sein Arzt dazu riet, Sport zu treiben, ging er wieder regelmäßig trainieren. Dort kam ihm die Idee, wie er sein weiteres Leben gestalten wolle. „Ich habe mich schon vor meiner Erkrankung sehr für Fitness interessiert und habe bereits in einem Studio trainiert. Schon damals haben mich die anderen Mitglieder immer nach meinem Rat gefragt, wie bspw. Geräte funktionieren oder welche Übungen sie durchführen sollen, obwohl ich keinerlei Ausbildung in diesem Bereich hatte. So bin ich auf die Idee gekommen, mich zum Fitnesstrainer zu qualifizieren. Zunächst absolvierte ich eine Grundausbildung in diesem Bereich.“
Am Tag nach seiner Abschlussprüfung zum Fitnesstrainer dann die zweite Diagnose: Bandscheibenvorfall. Doch auch davon ließ sich Andreas Vonhoff nicht zurückwerfen. „Ich habe dennoch weitertrainiert, weil ich mir sagte: Davon lässt du dich nicht abschrecken. Sport ist doch bekanntlich die beste Medizin. Also ging ich weiter regelmäßig ins Studio und habe mich zusätzlich weiterqualifiziert - bis hin zur A-Lizenz. Und ich habe begonnen, im Fitnessstudio als Trainer zu arbeiten.“
„Im Fitnessstudio habe ich ein neues berufliches Standbein gefunden!“
Seit Oktober 2009 ist Andreas Vonhoff nun stundenweise als Fitnesstrainer im „Fitnessstudio 53“ in Obersulm beschäftigt. Davor war er sieben Jahre in zwei anderen Studius tätig. „Ich habe eine neue Tätigkeit gefunden, die mir unheimlich viel Spaß macht. Mein Körper sollte mich nicht ein zweites Mal daran hindern, etwas aufgeben zu müssen, was ich gerne mache. Deshalb habe ich nie aufgegeben, sondern weiter für mein Ziel gekämpft. Obwohl ich anfangs meine Zweifel hatte, ob Fitnesstrainer das Richtige für mich ist, weil ich ja nicht mehr der Jüngste bin und auch eher zu den ruhigeren Menschen gehöre. Aber ich komme bei unseren Kunden gut an, trotz oder wahrscheinlich aufgrund meines Alters, meiner Art und meiner Lebenserfahrung. Ich trainiere zudem selbst in dem Studio und lebe das, was ich vermittle. Das sehen die Kunden natürlich. Ich denke, das motiviert sie zusätzlich.“
„Ich wollte mir ein breitgefächertes Fachwissen aneignen!“
Neben der Fitnessausbildung hat sich der 55-Jährige zusätzlich in anderen Bereichen qualifiziert, um sich breitgefächertes Know-how anzueignen. So absolvierte er unter anderem eine Massage-Ausbildung. 2008/2009 qualifizierte er sich dann mit der Lehrgängen „PILATES-matwork Trainer“ und „PILATES-plus Trainer“ der BSA-Akademie zum PILATES-Experten. „In unserem Studio wurde bisher noch kein PILATES angeboten. So bin ich auf die Idee gekommen, mich in diesem Bereich ausbilden zu lassen und anschließend Kurse anzubieten. Ich habe mich informiert, wo ich mich qualifizieren kann und bin auf die BSA-Akademie gestoßen. Die Lehrgänge bei der BSA-Akademie haben mir unheimlich viel Spaß gemacht. Die Referenten waren super vorbereitet und Experten auf ihrem Fachgebiet. Ich wurde optimal für meine Trainertätigkeit in diesem Bereich geschult.“
Hinweis: Qualifikation zum PILATES-Experten mit der BSA-Akademie
Im Rahmen der BSA-Lehrgänge „PILATES-matwork Trainer“ und „PILATES-plus Trainer“ vermittelten erfahrene Dozenten den Teilnehmern Know-how in der speziellen PILATES-Trainingsmethode. Die Teilnehmer lernen, durch langsame und kontrollierte Bewegungen mit dem Einsatz einer bestimmten Atemtechnik die Flexibilität, Muskelkraft und Muskelausdauer zu verbessern und Übungen nach bestimmten Kriterien durchzuführen. Gleichzeitig zeigen die Dozenten den Teilnehmern im Rahmen vom „PILATES plus-Trainer“ spezielle Übungen im Hinblick auf einen gesunden Rücken. Zudem vermittelten sie Kenntnisse über die Kombination von PILATES mit dem Thera-Band® und dem Fitball, rückenorientiertes PILATES-Training und Training für fortgeschrittenen Kunden. So können die Absolventen PILATES nicht nur in PILATES-Kursen, sondern auch zur Optimierung anderer Trainingsangebote, z.B. im Rahmen von Wirbelsäulenkursen, Rückenschulen oder beim gerätegestütztem Training, einsetzen.
Neben den verschiedenen Qualifikationen eignet sich Andreas Vonhoff zusätzliches Wissen durch einschlägige Fachliteratur an. „Ich lese unheimlich viele Fachbücher, um auch immer auf dem neusten Stand der Wissenschaft zu sein und mir zusätzliches Know-how anzueignen. Ich recherchiere auch viel im Internet.“
Was plant Andreas Vonhoff für seine Zukunft?
„Ich hätte nie gedacht, dass man als Rentner so wenig Zeit haben kann. Ich bereite meine Kurse immer sehr sorgfältig und zeitintensiv vor und lese viel Fachliteratur. Zudem mache ich den Haushalt. Ich bin froh, dass ich nach meiner Frühpensionierung wieder eine Beschäftigung gefunden habe, die mir Spaß macht. Man weiß nie, was kommt, aber ich habe auf alle Fälle vor, noch lange Zeit in diesem Bereich zu arbeiten.“