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Sagenhafter Lavinium SAS vor erneutem Triumph

Alwin Schockemöhles Traber ist beim Viererwetten-Rennen auf der Trabrennbahn Mariendorf am kommenden Montag (6. September) Favorit – Josef Franzl mit exquisiten Chancen am Start – Hans Hellmeier setzt auf Unilo Limburgia


Josef Franzl geht mit vier Pferden an den Start

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BERLIN. Seine züchterischen Wurzeln ruhen in Italien. Sein Name erinnert an die sagenumwobene Stadt Lavinium, den Vorläufer des heutigen Roms. Und seine Leistungen auf den deutschen Rennbahnen sind tatsächlich sagenhaft: Glattgehend musste der Hengst Lavinium SAS bisher nur eine einzige hauchdünne Niederlage einstecken – ansonsten lief der Fünfjährige den Gegnern einfach auf und davon. So auch beim Mariendorfer Augustausklang, als sein Trainer Hans Joachim Tipke den Braunen erst ausgangs der letzten Kurve zum Angriff dirigierte und Lavinium SAS in der bärenstarken Kilometerzeit von 1:15,9/2.500m gewann.

Nur eine Woche nach diesem überzeugenden Triumph tritt der „Vollbomber“ aus dem Rennstall Alwin Schockemöhle nun erneut auf der Derby-Bahn an. Legt man seine letzte Vorstellung zugrunde, dürfte Lavinium SAS wiederum auf die Parade gehen. Das größte Problem des Abano-As-Sohnes, der offenbar viel Temperament vom Vater geerbt hat, ist wohl eher sein diffiziles Nervenkostüm. Bei der fünften Tagesprüfung, dem Viererwetten-Rennen, sollte sein norddeutscher Trainer, dem bisher 873 Karrieretreffer gelangen, die Konkurrenten dennoch keinesfalls unterschätzen. Immerhin ist ein frischer Sieger dabei. Peer G (Dirks Grusdas) gelang zunächst vor dem Sulky, dann unter dem Sattel ein beachtlicher Doppelschlag.

Noch gefährlicher als der in der Form seines Lebens laufende Wallach, der bei 42 Starts bisher sechs Mal erfolgreich war, sind vermutlich aber andere Konkurrenten. Besonders Lovely RD, deren Trainer und Fahrer Josef Franzl unmittelbar vor seinem 600. Sulkysieg steht, besitzt eine erste Chance. 13 Mal war die vierjährige Fuchsstute bisher gefordert, sechs Mal trabte sie vor allen anderen über die Ziellinie. Die Tochter des Spitzenvererbers Love You und der erstklassigen Nokia (20 Siege / 85.120 Euro Gewinnsumme) kommt aus einer kurzen Ruhepause. Bei ihrem letzten Start im Juni in Gelsenkirchen war sie zwar nur Fünfte, agierte aber auf allerhöchstem Niveau. Diese Plazierung, sechs Längen hinter der Siegerin Noxean Com, beim Stuten-Pokal um 30.000 Euro war also alles andere als eine Enttäuschung.

Mit den zuverlässigen Zuccero (Daniel Wagner) und Lennertson (Hans Hellmeier), die das Rennen allerdings beide aus der zweiten Reihe aufnehmen müssen, kommen weitere prominente Teilnehmer dazu. Ein großes Fragezeichen ist der Wallach Fitou, dem zuletzt mit dem Ehrenplatz in Heide zumindest ein Ansatz gelang. Bis zum Frühsommer galt der Sechsjährige im Rennstall von Heiner Christiansen eigentlich als feste Bank – dann geriet seine Form allerdings in Turbulenzen. Sollte Fitou (bisher 32 Starts / 6 Siege / 19 Plazierungen), der am Montag seinen Trainer hinter sich im Sulky weiß, wieder in Topverfassung sein, ist mit dem Dunkelbraunen jederzeit zu rechnen.

Für Josef Franzl wird der Ausflug nach Berlin nicht nur durch Lovely RD und die Viererwetten-Prüfung interessant. Mit Flamenco Casei (4. Rennen), Dariolo (7.) und Indira Comtesse (8.) bietet der 39-Jährige drei weitere siegverdächtige Pferde auf. Mit dem 432:10-Außenseiter Dariolo räumte Franzl in der Vorwoche schwere Brocken aus dem Weg – der Pfad zum erneuten Triumph ist allerdings auch diesmal steinig. Denn vor allem der schwedenerprobte und erstmalig Marisa Bock anvertraute Adios Amor könnte sich als unüberwindliche Hürde erweisen. Mit dem wiedererstarkten Unilo Limburgia gesellt sich ein weiterer unbequemer Konkurrent hinzu – der direkte Vergleich spricht sogar für Hans Hellmeiers Stallcrack, denn vier Wochen zuvor konnte Unilo Limburgia den Widersacher Dariolo mit einer Nüsternbreite Vorsprung auf der Daglfinger Bahn bluffen.

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Josef Franzl geht mit vier Pferden an den Start
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01.09.2010 14:50

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