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Neiddebatte stoppen

Berlin, 4. November 2009. Ein angemessenes Gehalt steht jedem arbeitenden Menschen zu – egal ob Putzfrau, Abgeordneter oder Vorstandsvorsitzender.


Doch welches Gehalt ist angemessen? „Die wiederholte Kritik des Bundes der Steuerzahler an den Vergütungen von Vorstandsgehältern in kommunaler Unternehmen ist ungerechtfertigt und hilft nicht weiter“, stellt die KAV-Geschäftsführerin Claudia Pfeiffer fest. „Außerdem hinkt der Vergleich mit Politikern, die gemessen an ihrer Verantwortung eher unterbezahlt sind“.

Nicht selten schießt der Bund der Steuerzahler mit seiner Kritik über das Ziel hinaus und diskreditiert damit bestimmte Personengruppen. Das bekamen vor der Bundestagswahl auch die Abgeordneten zu spüren, die als „raffgierig“ oder „schamlos“ bezeichnet wurden. Dabei erhält zum Beispiel ein Berliner Abgeordneter gerade einmal eine Aufwandsentschädigung von rund 3.000 Euro monatlich.

Unumstritten ist im Übrigen auch nicht das Salär des Präsidenten des Bundes der Steuerzahler. Seit 2005 gibt es immer wieder öffentliche Kritik an dessen Jahresgehalt, das damals auf rund 200.000 Euro geschätzt wurde. Politiker in Berlin dagegen müssen nicht selten neben ihren politischen Aufgaben für die Bevölkerung noch einem Beruf nachgehen, anstatt sich voll und ganz auf die Politik konzentrieren zu können.

„Es hilft niemandem, eine Neiddebatte um Managergehälter zu führen. Was wir in Deutschland brauchen, ist eine angemessene Vergütung der Personen, die eine hohe Verantwortung für Unternehmen und Menschen tragen“, unterstreicht Claudia Pfeiffer.


04.11.2009 09:55

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