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Tarifverhandlungen Hochschulen: Gewerkschaften sind jetzt am Zug

Berlin, 17. März 2010. Der KAV Berlin ringt bereits seit Ende 2008 mit den Gewerkschaften um ein gemeinsames und richtungsweisendes Tarifvertragspaket für neun Berliner Hochschulen. „Mit Bedauern nehmen wir die Verzögerungstaktik der Gewerkschaften zur Kenntnis.


Die Arbeitgeber sind den Gewerkschaften in ihren Forderungen weitgehend entgegengekommen, aber dennoch kommt es nicht zu einem Abschluss“, stellt die KAV-Geschäftsführerin Claudia Pfeiffer enttäuscht fest.

Bislang unterliegen die Arbeiter und Angestellten an den staatlichen Hochschulen zum Teil immer noch dem veralteten Tarifrecht BMTG/BAT. Nachdem das Land Berlin sich mit den Gewerkschaften auf die Übernahme des TV-L geeinigt hat, hat der KAV Berlin als Vertreter der Hochschulen den Gewerkschaften ein Tarifvertragspaket angeboten.

„Nachdem bislang noch das veraltete Tarifrecht Anwendung findet, soll ein einheitliches und modernes Tarifwerk für alle Hochschulen im Land Berlin gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Hochschulen schaffen und gleichzeitig deren Beschäftigten Planungssicherheit geben“, beschreibt Claudia Pfeiffer die Vorteile des Tarifangebotes. Durch die Strategie der Gewerkschaften entsteht für die Hochschulen eine schwierige Situation und die Hochschulbeschäftigten werden von den Vorteilen des neuen Tarifwerkes ausgeschlossen. „Wir verbinden im Namen der Hochschulen mit unserem Angebot die Erwartung, dass der Weg für einen zügigen Tarifabschluss geebnet ist, um die Rahmenbedingungen für die Hochschulen zu verbessern“, erklärt die Verhandlungsführerin Claudia Pfeiffer.

Der KAV Berlin verhandelt das Tarifpaket für folgende Hochschulen: Alice Salomon Hochschule Berlin, Beuth Hochschule für Technik Berlin, Freie Universität Berlin, Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Technische Universität Berlin und Universität der Künste Berlin.


17.03.2010 12:30

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