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5 Jahre FineArtJazz im nördlichen Ruhrgebiet | Das Programm 2018 /1

Über 70 Konzerte mit mehr als 200 nationalen und internationalen Stars der Jazzszene aus 20 Län-dern in 4 Städten und 11 verschiedenen Locations des nördlichen Ruhrgebiets, das ist die Bilanz aus 5 Jahren FineArtJazz.

Die unbekannten Welten des Jazz entdecken und diese bedeutendste Musik des 21. Jahrhunderts an außergewöhnlichen Orten präsentieren, das ist das Ziel der Gelsenkirchener Eventagentur Public-Jazz. Nahezu 10.000 Menschen besuchten bereits in 4 Städten des nördlichen Ruhrgebiets die her-ausragenden Konzerte und nicht wenige entdeckten hier zum ersten Mal den Jazz für sich. Ob in Stät-ten der Industriekultur oder auf Burgen, Schlössern oder in Künstlergalerien, immer stehen Ort und Musik in einem spannenden Kontrast zueinander oder gehen eine atmosphärisch dichte Symbiose ein. Und so ganz nebenbei machten die Raumpioniere von PublicJazz den Maschinenraum des Gel-senkirchener Nordsternturm in 60 Metern Höhe zur wohl außergewöhnlichsten Spielstätte Deutsch-lands. Mittlerweile strahlen die Konzerte der Reihe weit über die jeweiligen Stadtgrenzen hinaus und haben so einen beachtlichen Anteil an der kulturellen Profilierung der beteiligten Städte.

Und wie in jeder neuen Spielzeit präsentieren die Macher der Reihe FineArtJazz auch 2018 einen neuen Spielort. Jetzt wird auf der Zeche Schlägel & Eisen in Herten gejazzt wo sich früher die Berg-leute umgezogen haben. Eine perfekte Initiierung des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Das Rezept: Man nehme einige hundert Kauenkörbe die von der Decke hängen, verwandel die ehemaligen Du-schen mit alten Ohrensesseln, Nierentischen und Stehlampen zur gemütlichen Cocktailbar und dazu Weltklasse-Jazz.

DAS PROGRAMM 2018 /1

Auch in der neuen Spielzeit präsentiert FineArtJazz wieder die ganze Vielfalt des aktuellen Jazz. Da-bei zählen für die Macher nicht die Namen, sondern die Besonderheit der Musik.

Die Spielzeit startet am 26.Januar im Dorstener LEO in unmittelbarer Nachbarschaft zum Creativ-Quartier Fürst Leopold mit Duck Tape Ticket. Cello, Violine, Viola und eine Ente. Ein ungewöhnliches “Quartett”, dass die hohe Kunst der Improvisation und innovativer Klänge beherrscht. Duck Tape Ti-cket sucht sich aus verschiedenen musikalischen Winkeln seine Lieblingselemente, ohne sich von deren stilistischen Grenzen abschrecken zu lassen. Das Ergebnis ist ein Groove, der in die Beine geht und Melodien, die berühren. Nicht umsonst wurde Duck Tape Ticket 2013 zum Gewinner des Future Sounds Wettbewerb der Leverkusener Jazztage gekürt.

Im Februar (22.) trifft ein Spitzen-Drummer, ein aktueller EchoJazz-Preisträger an der Trompete, ein äußerst versierter Bassist und ein deutsch-isländischer Pianist auf den Rittersaal von Lüttinghof_Die Burg im Wasser. Das Projekts “Dancing Beauty” des Kölner Drummers Jens Düppe basieren auf phi-losophischen Statements des musikalischen Revolutionärs, Freigeist und Jahrhundertmusikers John Cage.

BESUCH AUS UNGARN

Der Nordsternturm steht am 16.3. wieder auf dem Spielplan. Mit Veronika Harsca (Vocals) und Bálint Gyémánt (Gitarre) kommen zwei Vertreter des jungen europäischen Jazz nach Gelsenkirchen. Man könnte die Beiden auch als die Tuck & Pattis des 21. Jahrhunderts bezeichnen. Sie verblüffen mit einer unglaublichen Spannweite von Jazz bis zu kunstvollen Popfacetten. Dabei fesselt Harcsas äu-ßerst variable Stimme. Mit Bálint Gyémánt hat sie einen Partner an ihrer Seite, der sie mit unglaublich technischem Können an der Gitarre kongenial unterstützt. Dieses Duo ist ein lebendiges Plädoyer für Kreativität, Offenheit und Modernität.

Im April steht Gladbeck im Mittelpunkt. Dort wird im Magazin der niederländische Pianist Wolfert Bre-derode mit seinem Trio aufspielen. Er ist mit seinem eigenen und poetischen Spiel seit Jahren ein Garant für innovative Musik, bei der Jazz und Klassik regelmäßig aufeinander treffen. Das 2016 er-schienene Album “Black Ice” ist mittlerweile das dritte, das auf dem legentären ECM-Label veröffent-licht wurde.

Im Mai steht zum zweiten Mal der Nordsternturm auf dem Programm und die Kaue der Zeche Schlä-gel & Eisen erlebt ihre Premiere. Am 3. Mai treffen auf dem Turm Prof. Frank Haunschild, ein Groß-meister der Gitarre und Vitaliy Zolotov aufeinander. Die Arbeit als Duo ist für beide die Lieblingskons-tellation. In der impro¬visa¬torischen Auseinandersetzung genauso wie im intimen Zwiegespräch suchen sie mit diversen akustischen und elektrischen Gitarren nach neuen Sounds, die zuweilen wie ein Or-chester klingen.

Am 18.5. kommen die französischen Jazzrock-Legenden OZMA, vor mehr als 15 Jahren gegründet, nach Herten. Das Straßburger Jazz-Quintett vereint die Freiheit des Jazz, das Dreckige des Rock und den Trance des Electro-Sounds. Die Gruppe ist eine Art „UFO“ in der Jazzszene – mit ihren hyperkre-ativen Ansätzen vergleicht manch einer ihre Musik mit einer unfassbaren klanglichen Mischung aus Rage Against the Machine und John Coltrane, Ray Anderson der mit Radiohead jammt oder Frisell, der mit den besten Brass Bands aus New Orleans die Bühne rockt.

Zum Abschluss der Spielzeit 2018 /1 kehrt FineArtJazz mit einer Weltpremiere ins LEO nach Dorsten zurück. Die deutsch-afghanische Sängerin Simin Tander wird exklusiv ihr noch nicht veröffentlichtes Projekt präsentieren. Tander zählt zu den erstaunlichsten Persönlichkeiten des jungen europäischen Jazz und ist das neue Glanzlicht am deutschen Jazz-Himmel. Mit ihrer betörend zärtlichen und ge-nauso expressiven Stimmenkunst baut sie Brücken zwischen abendländischem Jazz, Songwriting- Experiment, Chanson und intimer Ballade.

Alle Konzerte beginnen um 20:00 Uhr.
Mehr Informationen und Tickets (ohne VVK-Gebühr) gibt es ab sofort unter http://www.publicjazz.de .
Auch in diesem Jahr bietet PublicJazz bis zum 26.1.2018 ein Abo an. Es kostet für alle 7 Konzerte 110 Euro und ist online über http://www.publicjazz.de erhältlich.

Neu! Young FineArtJazz
Kinder bis 10 Jahren haben freien Eintritt, Kinder von 10-14 Jahre kostet der Eintritt nur 5 €.

Bilddateien:


Verkonica Harsca & Bálint Gyémánt
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08.12.2017 17:20

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