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Artikelreihe: Lebenswelt des Rotlichtmilieus

Es passiert bei der Arbeit, erzählt sie. Sie hatte zuvor in einer anderen Stadt Deutschlands gearbeitet, ohne Zuhälter, und kam alleine in die Nähe von Karlsruhe.

Eines Tages stürmt ein Mitglied einer Gang ihr Zimmer in dem Bordell, in dem sie nun arbeitet. Alles geht schnell. Er befiehlt ihr, ihre Sachen zu packen, sagt, dass sie jetzt zu ihm gehört, seine Freundin ist. Sie versucht sich zu wehren, ruft um Hilfe.

Vor dem Sicherheitspersonal behauptet er, dass seine Freundin mal wieder Theater macht, sich aber gleich wieder einkriegt. Der Beamte schüttelt ihm die Hand und verlässt das Zimmer.
Er packt ihre Tasche und führt sie zu seinem Auto. Befiehlt ihr, sich in den Kofferraum zu setzen. Sie gehorcht, ohne Widerstand.

Er bringt sie in einen Raum, den sie nicht lokalisieren kann. Sagt, dass er sie erst dann freilässt, wenn sie zustimmt, seine Freundin zu sein.

Sie weigert sich zunächst. Er entzieht ihr die Nahrung. Schließlich stimmt sie zu, ist jetzt sein 'Mädchen'. Als sie versucht, die Beziehung zu beenden, schließt er sie erneut ein.
Sie entschuldigt sich für den Stress, den sie ihm gemacht hat.

Sie arbeitet nun weiter in diesem Bordell in der Nähe von Karlsruhe und ist sein Mädchen. Er passt auf sie auf. Immer wieder entschuldigt sie sich, dass sie einen schwierigen Charakter hat und ihren Freund oft stresst.
Er wird dann sauer – aber das versteht sie, sie ist einfach ein bisschen zickig.
Manchmal sagt er, dass er sie deshalb verlassen will, dann entschuldigt sie sich und verspricht, sich zu bessern.

Eines Tages, sagt sie, will sie aufhören zu arbeiten. Und erst einmal eine Therapie machen, um auch wieder klar denken zu können.

Geschichten wie diese sind kein Einzelfall. Sie passieren nicht in fremden Ländern, sondern um die Ecke Ihrer Haustür. Es sind diese Geschichten, welche uns aufrütteln, frustrieren und motivieren. Darin, nicht wegzusehen. Sondern einen Unterschied zu bewirken.

Zwangsprostitution und Menschenhandel sind nicht immer gleich zu erkennen. Aber sie sind präsent, auch hier vor Ort in Karlsruhe. Um sie zu bekämpfen, haben wir 2007 The Justice Project e.V. gegründet. Unsere Arbeit ist vielschichtig, und wir möchten Sie Ihnen in den kommenden Wochen näher vorstellen. Mit einer klaren Vision und Vorgehensweise lassen sich Zwangsprostitution und Menschenhandel bekämpfen und damit Karlsruhe sicherer machen, für uns alle.

30.05.2017 09:23

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The Justice Project e.V.

Adlerstraße 9
76133 Karlsruhe

Ansprechpartnerin: Erika Mosebach-Kornelsen
Tel: 0721-8210 2730
0157-5046 8143

Sehr geehrte Damen und Herren, unser Verein, The Justice Project e.V., engagiert sich seit nunmehr sechs Jahren in Karlsruhe, um Prostituierte zu allen alltäglichen Fragen ihrer Lebenswelt zu beraten und bei Bedarf Ausstiegshilfe...

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