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Das sind die Aussichten für 2016

Angesichts des bevorstehenden Jahreswechsels liegt es nahe, sich der Situation bewußt zu werden, in der sich die Welt befindet, und darüber nachzudenken, was in Zukunft werden kann.
Wir wollen uns auf das Wesentliche beschränken und uns im Übrigen mit Dingen befassen, die noch Freude machen.

Geld kostet jetzt praktisch nichts mehr, jedenfalls für die, die an der Quelle sitzen. Die Notenbanken von Japan, den USA und der Europäischen Währungsunion „drucken“ es am Fließband. Doch leider wirkt es nicht dort, wo es wirken soll: bei den Investitionen und beim nachhaltigen Konsum. Großunternehmen kaufen lieber eigene Aktien zurück als zu investieren. Das treibt die Aktienkurse und erhöht die Einkommen von Vorständen und Aufsichtsräten sicherer als unternehmerische Aktivitäten.

Andererseits werden Sparer durch Geldvermehrung und reale Negativzinsen langsam aber sicher enteignet. Die ehemals als solide betrachteten Geldanlagen sind sichere Verlustbringer. Spielen, Spekulieren, Zocken ist angesagt. Aber die allermeisten verlieren dabei. Bankster und andere Spekulanten gehen mit praktisch kostenlosem Geld hohe Risiken ein und die Regierungen der meisten Staaten leben weiterhin sorglos auf Pump. Daß dies endlos so weitergehen kann, glaubt zwar niemand, der noch einen Rest an verstand im Schädel hat, aber dennoch machen die meisten einfach weiter. Es gibt wohl kein Entkommen mehr auf dem Weg in die Todeszone der Geld- und Finanzpolitik.

Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“ (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook [PDF] oder ISBN 978-3-943788-32-7, eBook [ePub]), je 9,85 Euro

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Wenn dann auch noch eine Völkerwanderung und ein weltweiter Krieg gegen islamistische Fanatiker und ihren Terror finanziert werden müssen, wird künftig noch viel mehr Geld gebraucht als ohnehin schon für die Folgen miserabler Politik verpulvert wird. Da helfen dann weder eine „Schuldenbremse“ noch verstärkte Ausbeutung der Armen und Schwachen auf wachstumsfördernder rechtlicher Grundlage. Am bitteren Ende wird dann die galoppierende Inflation stehen, weil die Notenbanken die Zinsen nicht mehr erhöhen können, um das Schuldenkarussell zu bremsen und die Kaufkraft des Geldes zu erhalten. Frau Yellen ist nicht von ungefähr so zögerlich bei der Antwort auf die Frage: Wollen wir nun den ersten Zinsschritt nach oben wagen oder doch lieber nicht. Die hoch verschuldeten Staaten könnten eine steigende Zinslast nicht tragen, ohne dem Staatsbankrott entgegen zu gehen.

Der Zusammenbruch unseres Geldsystems ist unausweichlich. Wer es sich leisten kann, wird deshalb in alternative Geldanlagen flüchten, zum Beispiel in Edelmetalle, vorzugsweise Gold, das sich seit Jahrtausenden als Wertbewahrungsmittel bewährt hat, oder in Aktien der Explorateure und Produzenten. Die dafür notwendige Geduld und den langen finanziellen Atem haben allerdings nur die wenigsten. Die Nachfrage nach physischem Gold und Silber ist in den letzten 5 Jahren weltweit deutlich angestiegen, allerdings vor allem in Asien. Auf der anderen Seite wurde sogenanntes Papiergold und Papiersilber – Derivate, die nichts anderes als Wetten auf künftige Kurse dieser Metalle sind – immer weniger nachgefragt und sogar eher verkauft als gekauft. Diese Gemengelage hat unterm Strich für stark ermäßigte Kurse gesorgt, denen – so wird vermutet – von interessierter Seite auch nachgeholfen wurde.

Den Blick auf die weitere Entwicklung der Bankenkrise, die ja bisher nicht wirklich beseitigt, sondern durch eine Geldschwemme und reale Negativzinsen nur verschleppt wurde, lenken die kürzlichen Herabstufungen der Bonität einiger Banken durch die Rating-Agentur S&P. Bei Wells Fargo, Bank of New York Mellon und State Street wurde das langfristige Emittenten-Rating von "A+" auf "A" gesenkt. JPMorgan wurde von "A" auf "A-" abgestuft. Goldman Sachs, Citigroup, Bank of America und Morgan Stanley wurden von "A-" auf "BBB+" heruntergestuft.

Wann der Ritt auf dem Tiger zuende sein wird, den die Notenbanker und die (un)verantwortlichen Politiker auf Kosten der Völker unternommen haben, kann niemand genau vorhersagen. Nur daß der Tiger die Reiter abwerfen und fressen wird, ist sicher. Wieviel Geld bis dahin die Sparer verloren haben werden und danach die meisten Spekulanten verlieren werden, kann auch niemand sagen. Es wird aber sehr viel sein, das ist sicher. Die sozialen und politischen Folgen sind unabsehbar. Die historische Erfahrung lehrt jedoch (leider nur die Wissenden), daß wir auf äußerst problematische Entwicklungen gefaßt sein sollten.

Eigentlich sollte doch klar sein, daß es nicht ewig so weitergehen kann wie es anscheinend Herr Draghi, Frau Yellen und dutzende mitverantwortliche glauben – oder wenigstens so tun, als glaubten sie es. Wenn tatsächlich nur Geld gedruckt und an Bankster, und Verantwortungslose Regierungen verschenkt werden müßte, um „blühende Landschaften“ zu erzeugen, wäre dies seit Jahrhunderten üblich. Denn das würde ja bedeuten, daß sich Schuldner und Spekulanten praktisch kostenlos und unbegrenzt finanzieren könnten und daß nur noch die Dummen (oder Sklaven) produktiv arbeiten würden. Ein Paradies für alle, die ganz vorn an den Fleischtöpfen der Gesellschaft sitzen, wäre das. Die Geschichte beweist aber, daß ein solches finanzwirtschaftliches Perpetuum mobile noch niemals funktioniert hat, weil es nicht funktionieren kann. Denn die Ausweitung der Geldmenge durch Monetarisierung von Schulden entwertet nur das Geld, ohne nachhaltige realwirtschaftliche Wachstumsimpulse zu geben. Daß Herr Draghi die Profiteure der nahezu kostenlosen Geldflut jetzt nicht mehr ganz erwartungsgemäß bedient hat, gibt Hoffnung, daß er seinen Irrweg erkannt hat. Doch wie von dem Tiger wieder herunterkommen, ohne gefressen zu werden?

Der Zeitpunkt, an dem der Geldwert unaufhaltsam in den freien Fall übergeht, kommt erfahrungsgemäß für die meisten Menschen unerwartet, und dann geht alles ganz schnell. Deutschland hat damit Erfahrung, aber leider nicht diejenigen, die heute verantwortliche Posten bekleiden.

Der US-Dollar hat die längste Zeit die Welt beherrscht. Mit der zunehmenden Abkehr vieler Staaten vom Dollar als Leit- und Reservewährung – man denke nur an die zahlreichen Swap-Abkommen und an die Gründung der New Development Bank als Alternative zur Weltbank und zum Internationalen Währungsfond durch China, Brasilien, Rußland, Indien und Südafrika – verlieren die USA künftig die Möglichkeit, sich unbegrenzt auf Kosten anderer Staaten und Völker zu verschulden. Einen Ausweg gibt es nicht. Die hohen Bestände an US-Treasurys, die China und Rußland halten, sind überdies ein Damoklesschwert, das die USA davon abhalten wird, sich allzu sehr in die Bestrebungen dieser Staaten einzumischen, mündig zu werden und die US-Vorherrschaft abzuschütteln. Denn ein massenhafter Verkauf würde die USA in existenzielle Bedrängnis bringen und das weltweite Finanzsystem noch früher in den Orkus schicken als es die Notenbanker derzeit mit vereinten Kräften schon tun.

Daß die Menschen gegenwärtig in den (noch) wohlhabenden Staaten so viel Geld ausgeben – jedenfalls die, die es haben – und dadurch die Konsumnachfrage sich bisher leidlich gut gehalten hat, verwundert nicht. Ebenso wenig überraschend sind die Spekulationsblasen bei Anleihen und Aktien sowie bei Immobilien in Ballungsgebieten. Daß ihr Geld durch die Notenbanken entwertet wird, realisieren die Menschen bisher noch nicht als Konsumenten. Dafür leiden sie als Sparer und Investoren umso mehr darunter. Diejenigen von ihnen, die über genug Geld verfügen, um es zum Beispiel für die Altersvorsorge zurückzulegen, sehen sich einerseits weit über das wirtschaftlich angemessene Niveau hinaus gestiegenen Kursen von Aktien und Anleihen gegenüber, und Immobilien in guten Lagen sind für die meisten unerschwinglich geworden. Sparkonten und Kapitallebensversicherungen sind dagegen zum Verlustgeschäft geworden; die Private Altersversorgung, die doch nach den Rentenkürzungen im Rahmen der Schröderschen Agendapolitik die unzureichenden Gesetzlichen Renten von Millionen Bürgerinnen und Bürgern ergänzen sollte, wird vernichtet.

Vordergründig erklärt die Wahrnehmung stark verminderten Geldwertes auch die zunehmende Neigung vieler Menschen, sich zu verschulden. Geld entwertet bereits jetzt in der Wahrnehmung der Menschen, weil es keinen Ertrag mehr bringt. Sparen lohnt sich nicht mehr (und wird bald vielleicht sogar durch negative Einlagenzinsen bestraft), Kapitallebensversicherungen kosten mehr als sie einbringen und die Private Altersversorgung löst sich in Wohlgefallen auf. Warum also nicht ganz offensichtlich wertloses Papier leihen und dafür zum Beispiel eine Immobilie kaufen oder sich an einem Unternehmen beteiligen? Unter bestimmten Umständen, die hier nicht erläutert werden können, kann das die richtige Strategie sein. Ein Zusammenbruch des weltweiten Geld- und Finanzsystems dürfte aber die Blasen überteuerter Anleihen und Aktien platzen lassen. Immobilien bringen dann infolge wegbrechender Einkommen und hoher Arbeitslosigkeit möglicherweise nicht mehr den Ertrag, der zum Bedienen er Schulden erforderlich ist. Das kann finanziell kritisch werden. Vorsicht ist darum geboten.

Dem ganz „kleinen Mann“ bleibt ohnehin nicht viel anderes übrig, als sein Leben so gut wie möglich zu genießen und dann, wenn das Rien-ne-va-plus kommt, die Politiker zu wählen, denen er den erfolgversprechendsten Neuanfang zutraut. Seriöse Voraussagen dessen, was nach dem unvermeidlichen Zusammenbruch des Geld- und Finanzsystems kommt, sind leider unmöglich, zumal die weltweiten sozialen und politischen Rahmenbedingungen auch zunehmend instabil werden.

Das Europäische Projekt stockt. Die neue Völkerwanderung hat den Egoismus vieler Beteiligter Staaten unübersehbar und unvertuschbar gemacht. Wenn sich deren Einstellung, Europa sei in erster Linie eine Gelegenheit, sich auf Kosten anderer zu bereichern, nicht schnell ändert, wäre das Projekt nach dem noch lange nicht behobenen Griechenland-Debakel endgültig zum Scheitern verurteilt. Aber es steht noch mehr auf dem Spiel. Der neoliberale Beutekapitalismus spaltet die Menschheit mit zunehmender Geschwindigkeit in wenige Reiche und viele Arme, in politiknahe Ausbeutercliquen auf der einen und Arbeitssklaven ohne positive Lebensperspektive auf der anderen Seite. Menschen sind gemäß dieser verquasten Ideologie der Profitmaximierung nicht die Zwecke des Wirtschaftens, ihr Wohlergehen nicht das Ziel, sondern bloßes Mittel zur Machterhaltung und Bereicherung der polit-ökonomischen Herrscherklassen.

„Katastrophen sind oft die besten Katalysatoren für notwendigen Wandel“ lesen wir bei Prof. Querulix im Volksmund. Insofern ist sogar angesichts dessen, was uns als Folgen der Politik und der Aktivitäten der großen Notenbanken erwartet, Optimismus angebracht. Neues Spiel, neues Glück. Allerdings nur langfristig und nur unter Berücksichtigung der Erfahrung, daß sich die Menschentiere nicht ändern werden. Sie können einfach aus ihrer genetischen „Haut“ nicht heraus. Trotzdem sind viele von ihnen begabt genug, um eine lebenswerte Zukunft auch für diejenigen planen zu können, die – nicht ganz ohne eigenes Verschulden durch leichtsinnige Passivität angesichts der Zumutungen, denen sie von den Herrschenden ausgesetzt sind – heute noch eher auf dem Wege in eine sklavenähnliche Existenz sind. Deutschlands Neustart nach dem Zweiten Weltkrieg hat gezeigt, was nach einem totalen Zusammenbruch möglich ist. Sogar zahlreiche an der Misere Schuldige haben auf hohen und gut bezahlten Posten an seiner Wiederauferstehung mitgewirkt.

Eine interessante Anregung für die Neugestaltung Deutschlands nach einem Neustart gibt eine kleine Studie, die vor einigen Jahren erschienen ist. Ihre Ziele sind mehr Gemeinsinn von Volk und Regierenden, mehr soziale Gerechtigkeit, gerechte Teilhabe aller Mitbürgerinnen und Mitbürger am gemeinsam erarbeiteten Volkseinkommen, damit verbunden höhere Stabilität der sozialen Verhältnisse und der Binnenwirtschaft, und weniger Verschwendung durch eine hypertrophe Bürokratie, die zum großen Teil nichts weiter als die Folgen schlechter Politik verwaltet.

Die Studie trägt den Titel „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“ (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook [PDF] oder ISBN 978-3-943788-32-7, eBook [ePub]). Sie ist in jeder guten (Internet-)Buchhandlung für 9,95 Euro oder beim eVerlag READ (http://www.read.ruedenauer.de ) erhältlich.

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Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“ (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook [PDF] oder ISBN 978-3-943788-32-7, eBook [ePub]), je 9,85 Euro
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15.12.2015 09:18

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