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Die Mitteilungspflichten in der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung stellt heutzutage schon fast eine Pflichtversicherung dar.
Etwa ein Drittel aller beschäftigten werden noch vor dem 60. Lebensjahr berufsunfähig. Dabei spielen nicht nur körperliche Leinen am Muskel- und Bewegungsapparat eine Rolle, immer öfter werden Berufstätige infolge einer psychischen Erkrankung, wie Burn-Out oder Depressionen berufsunfähig. Damit die Berufsunfähigkeitsversicherung das Versicherungsrisiko richtig berechnen kann, benötigt die Versicherung vor dem Vertragsschluss einige Informationen von dem Versicherten. Diese Informationen erlangt die Versicherung, durch die Mitteilungspflichten des Versicherten. Hier ist der Versicherte verpflichtet, alle Umstände mitzuteilen, welche für die Risikoberechnung der Versicherung erheblich sind.

Welche Mitteilungspflichten bestehen?

Bevor der Versicherungsvertrag abgeschlossen wird, ist der Versicherte verpflichtet, alle im Antragsformular gestellte Fragen vollständig und richtig zu beantworten. Darüber hinaus ist der Versicherte grundsätzlich nicht verpflichtet weitere Angaben zu machen. Anders kann es jedoch sein, wenn es sich um sogenannte „gefahrerhebliche Umstände“ handelt. Das sind Umstände und Tatsachen welche das Versicherungsrisiko erhöhen, auch wenn danach im Antragsformular nicht explizit gefragt wurde. Dies kann dann der Fall sein, wenn der Betroffene an einer Krankheit leidet die regelmäßig einen chronisch-progredienten (ansteigenden) Verlauf nimmt, wie beispielsweise Multiple Sklerose oder Depression, auch wenn die Krankheit bei Vertragsschluss noch so gering ausgeprägt ist, dass diese noch keinen Krankheitswert besitzt.

Was ist bei den Mitteilungspflichten zu beachten.

Für den Versicherungsnehmer erhöht sich die Gefahr, für die Versicherung erhebliche Umstände, nicht mitgeteilt zu haben. Kommt es dann zum Schadensfall sehen sich viele Versicherte dem Vorwurf der arglistigen Täuschung ausgesetzt. Dabei ist es schon fraglich ob es dem Versicherungsnehmer aufgebürdet werden kann, zu erkennen welcher Umstand für die Berufsunfähigkeitsversicherung als gefahrerheblich anzusehen ist. Um sich dem Vorwurf der vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung zu entziehen müsste der Versicherungsnehmer praktisch jede Erkältung und potentiell bestehende Erkrankungen mitteilen. Das dies nicht im Sinne einer funktionierenden Versicherungswirtschaft sein kann, versteht sich von selbst. Im Übrigen würden sich die Versicherten mit überhöhten Versicherungsbeiträgen konfrontiert sehen.

Wenn sich die Berufsunfähigkeit auf die Anzeigepflichtverletzung beruft.

Auch wenn die Fragen im Antragsformulars vollständig und richtig beantwortet worden und darüber hinaus auch weitere „gefahrerhebliche Umstände“ mitgeteilt wurden, nehmen die Versicherung gern eine sogenannte Anzeigepflichtverletzung zur Hilfe um sich mit dem Vorwurf der arglistigen Täuschung der Leistungspflicht zu entziehen. Von Seiten der Versicherung wird jedoch oft übersehen, dass die Mitteilungspflichten des Versicherten bestimmten Grenzen unterliegen. Maßstab der Mitteilungspflicht ist grundsätzlich, ob die Versicherung den Vertrag auch bei Kenntnis etwaiger Umstände geschlossen hätte. Wenn Ja, handelt es sich auch nicht um einen mitteilungspflichtigen gefahrerheblichen Umstand. Darüber hinaus entfällt die Leistungspflicht nicht in jedem Fall, wenn gefahrerhebliche Umstände nicht mitgeteilt wurden. Die Möglichkeit der Leistungsverweigerung besteht vielmehr nur dann, wenn die Berufsunfähigkeit gerade auf dem nicht mittgeteilten Umstand basiert. Ist dies nicht, oder nur zum Teil der Fall besteht die Leistungspflicht der Versicherung fort.

Die Folgen für die Versicherten.

Erhebt die Versicherung den Vorwurf der Anzeigepflichtverletzung oder gar der arglistigen Täuschung muss die Versicherung zunächst die Versicherungsleistung nicht erbringen. Darüber hinaus versuchen einige Versicherungen sich vollständig vom Vertrag zu lösen. Dies geschieht wiederum allein mit dem Ziel die Leistung nicht erbringen zu müssen. Die selbständige Prüfung, ob die Leistungsverweigerung rechtmäßig ist, stellt für die Versicherten oft eine fast unlösbare Aufgabe dar. Ratsam ist es daher sich rechtzeitig erfahrene Unterstützung zu suchen. Ein Rechtsanwalt Ihres Vertrauens berät Sie gern zu Ihren Möglichkeiten und Chancen. Die entstehenden Kosten werden in der Regel von der Rechtschutzversicherung übernommen.

Weiter Informationen erhalten Sie unter: http://www.wvr-law.de/berufsunfaehigkeit-zahlt-nicht

Hier erhalten Sie Hilfe.

Die Verbraucherrechtskanzlei Werdermann / von Rüden steht Ihnen gern zur Seite. Die Rechtsanwälte vertreten eine Vielzahl von Mandanten, denen die Berufsunfähigkeitsversicherungen die versprochene Leistung, aus verschiedenen Gründen, nicht gewähren. Gerne unterstützen die Versicherungsexperten auch Sie bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche. Im Rahmen einer kostenlosen und völlig unverbindlichen Erstberatung erhalten Sie Informationen zu den Erfolgsaussichten Ihrer Ansprüche. Vereinbaren Sie deshalb noch heute einen Termin für eine Erstberatung. Das Team der Kanzlei Werdermann / von Rüden steht Ihnen unter 030 / 200 590 770 sowie unter zur Verfügung

18.01.2018 12:25

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