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Die Welt steht vor fundamentalen Veränderungen

Die Menschenwelt ordnet sich neu. Die Muskelspiele der USA unter Trump können nicht darüber hinwegtäuschen, daß sich ihre Hegemonie sich dem Ende zuneigt.
Asien steigt auf, China voran. Europa ist schwerkrank und kann nur genesen und seinen Platz in der Welt behaupten, wenn es sich neu aufstellt. Der Islam führt seinen Dreißigjährigen Krieg und überall auf der Erde kämpfen kleinere und größere Despoten um den Erhalt oder die Mehrung ihrer Macht.

Überlagert wird diese Neuordnung der globalen Machtverhältnisse durch die Herrschaft des Geldes. Die Finanzkrise ist immer noch nicht überwunden, weil unfähige (oder unwillige) Politiker die Böcke zu Gärtnern gemacht haben. Ausbeutung ist rund um den Globus üblich, mal weniger rücksichtslos, mal mehr. Wenige Reiche benutzen eine schnell wachsende Zahl Armer, um noch mehr Geld zusammenzuraffen und damit neben ihrer wirtschaftlichen Macht auch ihren politischen Einfluß weiter zu steigern und zu festigen.

Die drei großen Notenbanken der Welt entwerten das Geld und enteignen die Sparer, um mit fast kostenlosem Geld die skrupellosen Schuldenmacher aus ihrer selbst geschaffenen Misere auszukaufen und Bankstern sowie anderen Spekulanten wohlfeil zu ermöglichen, Anleihen- Aktien- und Immobilienpreise in die Höhe zu treiben. So werden irrationale Verhaltensweisen belohnt und bis zum Exzeß gesteigert. Die Folge sind riesige Spekulationsblasen und ungeheure Fehlallokationen von Kapital. Das wirtschaftliche Wachstum verlangsamt sich zusehends, weil es z.B. für die Vorstände und Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften lukrativer ist, die eigenen Aktien ihres Unternehmens aufzukaufen und dies mit einer Anleihe zu finanzieren, die dann wiederum von der EZB aufgekauft wird, als in Produktionsmittel zu investieren. Der angenehme Nebeneffekt: Auch ihre persönlichen Boni steigen kräftig.

Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, Band 7 der eBook-Reihe (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro

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Die Notenbanken werden vermutlich so weitermachen, auch die us-amerikanische, weil steigende Zinsen für zwar rosig gefärbte, aber in Wirklichkeit vom Schuldenkrebs bereits zerfressene und schwächelnde Volkswirtschaften tödliches Gift wären. Es gibt offenbar keinen anderen Ausweg mehr aus den Ponzi-Spielen als den Crash der Finanzwirtschaft und in der Folge dann auch der Realwirtschaft. Die Politiker sollten sich jetzt schon einmal Gedanken darüber machen, wie sie die wohl unvermeidliche Krise, die daraus entstehen wird, bewältigen wollen, ohne die soziale Stabilität ihrer Länder zu gefährden und gefährliche politische Instabilitäten zu riskieren.

Die Welt tanzt gegenwärtig auf einem Vulkan. Wer heute in Anleihen und Aktien investiert muß wissen, daß er damit einen Großteil heiße Luft kauft. Bei Immobilien in Ballungsgebieten sieht es nicht anders aus. Diejenigen, die im Geld schwimmen, weil sie an den Quellen sitzen oder sich selbst bedienen können, werden vielleicht sagen: „Egal. Wenn ich die Hälfte oder gar zwei Drittel an Wert einbüße ist der Reibach immer noch großgenug.“ Aber große Mehrheit der andern, die sich vielleicht durch die niedrigen Zinsen in Investitionen hineinlocken lassen, deren Rendite nicht nachhaltig genügt, um den Kapitaldienst zu leisten, spielen Harakiri.

Wer die Strategien und Taktiken der politischen und (finanz-)wirtschaftlichen „Eliten“ erkennt und es sich leisten kann, kommt bei der Frage nach Alternativen zu den aufgeblähten Mainstream-Märkten zwangsläufig auf Edelmetalle. Vor allem Gold und Goldminen scheinen dort interessant. Denn Gold hat im Gegensatz zu anderen Anlagen durch seine extreme Seltenheit und die hohen (und weiter steigenden) Kosten seiner Gewinnung einen inneren Wert. Daran können auch Spielereien und Manipulationen mit sogenanntem Papiergold (ETFs) nichts ändern. Allenfalls könnten sich im Extremfall die Börsenkurse – Spielbankkurse – für Gold und Marktpreise für physisches Gold auseinander entwickeln. Das wäre lustig und ergäbe zugleich ein Maß für die Irrationalität der Spekulanten.

Interessant ist, daß kaum Amerikaner, sondern Europäer und vor allem Asiaten Gold und Goldminenaktien kaufen. Die Manager der großen Aktienfonds sind natürliche Gegner von Investitionen in Gold und Goldminen, weil ihnen durch diese Konkurrenzinvestitionen (auch persönlich) sehr viel Geld entgeht. Und die drei großen Zentralbanken hassen das Gold, weil Menschen durch Investitionen in Gold und Goldminen einerseits ihr Mißtrauen gegenüber der „Obrigkeit“ ausdrücken, und sich andererseits der Enteignung durch Negativzinsen, platzende Spekulationsblasen und Inflationierung entziehen.

Die Europäische Gemeinschaft und die europäische Währungsunion stehen vor einer Generalrenovierung. Einfach weiterzumachen hieße, die Karre endgültig gegen die Wand zu fahren. Deutschland kann die Schulden der Südländer nicht bezahlen und Draghi wird noch ziemlich lange brauchen, um sie inflationär zu tilgen – abgesehen von den gefährlichen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Kollateralschäden dieses Spieles. Die einzige Möglichkeit, aus dem – übrigens vorhersehbaren – Schlamassel herauszukommen, ist der Austritt der überschuldeten und an laxer Haushaltspolitik festhaltenden Mitgliedsländer aus dem Euroverbund. Dieser längst überfällige Schritt wurde an dieser Stelle schon mehrfach angemahnt. Zudem sollte dringend darüber nachgedacht werden, welche Länder in eine Europäische Union passen und sie stärken, und welche Länder nur Kostgänger sind und – z.B. wegen der Mentalitäten ihrer Bevölkerung – keine Chance haben, die Gemeinschaft positiv zu ergänzen und sich zu integrieren.

Mit der Wettbewerbsfähigkeit der USA steht es nicht zum Besten. Der US-Dollar sollte deshalb eher schwächer werden. Die Finanzmärkte der USA sind dadurch sehr gefährdet. Ohne Unterstützung durch die FED könnte es leicht kritisch werden. Der Euro sollte auf der anderen Seite nicht zu billig werden, nicht allein wegen Trump, der einen schwächeren US-Dollar braucht, sondern auch weil sich sonst noch mehr Ausländer in die guten Unternehmen Deutschlands einkaufen oder diese gleich ganz übernehmen würden, und weil wir mit Exporten Arbeitsleistung verschwenden, die wir für Zukunftsinvestitionen im eigenen Land dringend brauchen.

Soziale Gerechtigkeit hat keine Chance, wenn die Regierungen so weiterwursteln wie bisher. Ob die Wähler das verhindern werden, ist fraglich. Viele wissen gar nicht, wer für welche Politik steht. Das interessiert sie einfach nicht, obwohl sie unter den Folgen – fortschreitende Powerisierung – leiden. Wenn diese Mitbürgerinnen und Mitbürger wenigstens zur Wahl gingen, um dann „ungültig“ zu wählen, wäre wenigstens ein Signal gegeben, daß mit der staatsbürgerlichen Bildung offenbar einiges im Argen liegt und deshalb auch die Demokratie eigentlich eine Farce ist. Umso leichter hat es das Geld, die Mehrheit der Menschen zu beherrschen.

Für die Zukunft Deutschlands wird entscheidend sein, ob es der SPD unter der Führung von Martin Schulz gelingt, die Wähler zu überzeugen, daß sie die fortschreitende soziale Ungerechtigkeit nachhaltig beseitigen wird. Die SPD wird nur eine Chance haben, die Regierung zu führen und dem seit vielen Jahren zu beobachtenden gefährlichen Trend der sozialen Spaltung unserer Gesellschaft endlich entgegen zu wirken, wenn sie – um nur das Wichtigste zu nennen – dafür sorgt, daß prekäre Arbeitsverhältnisse, Dumpinglöhne (die dann auf Kosten der Allgemeinheit aufgestockt, also subventioniert werden) und Bettelrenten endgültig der Vergangenheit angehören. Der Wirtschaftskraft Deutschlands würde das aufhelfen; Konsumnachfrage und Investitionen würden zugleich steigen und die riskante Exportabhängigkeit würde verringert.

Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren das Treiben der Menschentiere und dokumentiert es in seiner eBook-Reihe „Tacheles“. 7 Bände sind bisher erschienen. Der jüngste, Anfang dieses Jahres herausgekommene Band mit 264 Seiten Umfang trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) erschienen und dort wie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro erhältlich.

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Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, Band 7 der eBook-Reihe (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro
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30.05.2017 08:30

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