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„Disrupt – Construct – Deliver“ – die Digitalisierung fordert die Personalabteilungen immer stärker

Umfrage unter Personalverantwortlichen: Digitaler Wandel nimmt deutlich an Fahrt auf – massive Veränderungen in den nächsten drei bis fünf Jahren spürbar.

• Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Fußball-Elf, legt nicht nur Wert auf technische Fähigkeiten, sondern auch auf den Charakter.
• Laut Willis Towers Watson stehen die Unternehmen am Anfang der vierten industriellen Revolution.
• Mehr als 250 Experten haben an der 15. HR Executive Konferenz von Willis Towers Watson teilgenommen.

Frankfurt, 5. Juli 2017 — Der digitale Wandel wird die Personalverantwortlichen immer stärker auf Trab halten. Die Arbeit der Human-Resources-Experten hat sich allein in den vergangenen ein bis zwei Jahren deutlich stärker verändert als in den ganzen Jahren davor. Das gab mit einem Anteil von 80 Prozent die weitaus überwiegende Mehrheit von rund 100 Personalverantwortlichen bei einer Umfrage anlässlich der insgesamt 15. HR Executive Konferenz von Willis Towers Watson an.

Helmuth Uder und Oliver Bierhoff auf der 15. HR Executive Konferenz von Willis Towers Watson

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Weiter geht aus der Umfrage hervor, dass der digitale Wandel in der täglichen HR-Arbeit schon jetzt die Anforderungen stark verändere. Dies gaben 82 Prozent der Umfrageteilnehmer an. „Interessant in diesem Kontext ist, dass sich zwar 77 Prozent für den Wandel wappnen wollen, aber zugleich lediglich 40 Prozent angaben, dass ihnen dafür das Rüstzeug fehlt“, sagt Helmuth Uder, Managing Director Talent & Rewards Deutschland bei Willis Towers Watson und fügt hinzu: „Hier gibt es einen deutlichen Nachholbedarf.“
Über „Disrupt – Construct – Deliver: HR-Programme für die neue Arbeitswelt“ haben sich mehr als 250 Personalexperten und -entscheider am Mittwoch in Frankfurt informiert. Der inhaltliche Schwerpunkt der Fachkonferenz lag in diesem Jahr auf dem immer rascheren Wandel der Unternehmen. Vor allem über die Digitalisierung drängen nicht nur völlig neue Anbieter in den Markt. „Die Unternehmen stehen am Anfang der vierten industriellen Revolution“, sagt Ravin Jesuthasan, Managing Director von Willis Towers Watson und Experte für die Themen „Zukunft der Arbeit“ und „Humankapital“, in seinem Vortrag. Die erste industrielle Revolution habe Ende des 19. Jahrhunderts begonnen, die zweite folgte in den 1960ern und die dritte Anfang dieses Jahrtausends. „Zwei von drei Grundschulkindern werden in völlig neuen Berufen arbeiten, die es heute noch gar nicht gibt“, erläutert Jesuthasan. Schon jetzt bezeichneten global 77 Prozent aller Unternehmen einen Mangel an Fähigkeiten als größte Hürde, um dem digitalen Wandel zu begegnen. Die Wirtschaft wird zunehmend von Fachwissen und Innovationen getrieben. Die Rolle des Mitarbeiters wird daher neu definiert und rückt zwangsläufig stärker in den Mittelpunkt der Wertschöpfung.

„Digitalisierung bedeutet in der Konsequenz, dass sich die Art und Weise wie Arbeit und Unternehmen organisiert sind, künftig fundamental verändern werden“, sagt Jesuthasan. Laut Uder muss sich auch die HR-Funktion hierzulande darauf einstellen. „Die Macht der sozialen Medien ist enorm und die Geschwindigkeit der Veränderungen nimmt zu“, betont Uder. Jesuthasan geht davon aus, dass sich bereits in den nächsten drei bis fünf Jahren die Arbeitswelt massiv geändert haben wird.


„Man hört immer öfter, dass die Zukunft bereits da ist, sich aber nicht gleichmäßig verteilt“, sagt er. Manche Branchen seien weiter als andere. Die Öl- und Gasindustrie zum Beispiel sei angesichts der gesunkenen Rohstoffpreise unter einem deutlichen Handlungs- und damit auch Innovationsdruck geraten und habe die Automatisierung daher sehr stark vorangetrieben. Andere Branchen hinkten hier noch hinterher.

Ein wichtiger Aspekt wird in Zukunft ein funktionierendes Teamwork sein, wie Uder betont. Hier könnten Unternehmen vom Fußball sehr viel lernen. Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Fußballnationalmannschaft, nannte einige wichtige Punkte, die Unternehmen von der Sportwelt lernen könnten. Zum Beispiel verweist er darauf, dass es Jahre brauche, um ein gutes Team aufzubauen. Bei der richtigen Auswahl komme es zudem nicht nur auf die technischen Fähigkeiten an, sondern auch auf den Charakter. „Es kann nicht nur Häuptlinge, sondern es muss auch Indianer geben“, sagt Bierhoff. Teamfähigkeit zeige sich oftmals bei Kleinigkeiten.

Dass Unternehmen auch von der Natur lernen und sich hier vor allem beim Thema Anpassungsfähigkeit etwas abgucken können, zeigte Verhaltensbiologin Dr. Barbara Niedner in ihrem Vortrag auf.

Bilddateien:


Helmuth Uder und Oliver Bierhoff auf der 15. HR Executive Konferenz von Willis Towers Watson
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05.07.2017 15:22

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