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Donau: Ökologische Optimierung der Baumaßnahmen waren Thema im Bundestag

Berlin/Deggendorf, 29.01.2016. Auf der Vollversammlung der „Parlamentarischen Gruppe Frei-fließende-Flüsse“ im Deutschen Bundestag am vergangenen Dienstag war die seit langem geforderte ökologische Optimierung der Maßnahmen zum Donau-Ausbau und zum Hochwasserschutz eines der drei zentralen Themen.
Die niederbayerische Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl (SPD) ist eine der beiden Vorsitzenden der Flüsse-Gruppe, der 41 Parlamentarier aller im Bundestag vertretenen Parteien und über 60 Vertreter aus Verbänden und Vereinen auf Bundes- und Landesebene angehören. Nach einem Ortstermin der Flüsse-Gruppe an der Donau im September hatte Hagl-Kehl den Bund Naturschutz gebeten, in Berlin über die Entwicklungen und Herausforderungen zu berichten.

Rita Hagl-Kehl, MdB zeigte sich nach dem Treffen kämpferisch wie zuversichtlich: „Ich bin begeistert, dass die ersten Erfolge an der Donau bereits so große Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Vollversammlung hat gezeigt, dass schon lange nicht mehr nur die Bayern auf die niederbayerische Donau schauen. Wenn das Engagement anhält und sich die Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten weiterhin in die Richtung entwickelt, die in den letzten Monaten eingeschlagen wurde, ist die Donau zwischen Straubing und Vilshofen auf einem guten Weg, das Vorbild in Deutschland für die Umsetzung ökologischer Flussbau- und Hochwasserschutzmaßnahmen an einem intensiv verkehrlich genutzten großen Strom zu werden.“

v.l.n.r.: Georg Kestel (BN Kreisgruppe Deggendorf), Johannes Schnell (Landesfischereiverband Bayern), MdB Rita Hagl-Kehl, Sebastian Schönauer (BUND Naturschutz)

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In seinem Vortrag zum aktuellen Stand der Planungen würdigte Georg Kestel, Vorsitzender der Kreisgruppe Deggendorf des Bund Naturschutz die Fortschritte, die in den zurückliegenden Monaten nicht zuletzt durch den vehementen Einsatz verschiedener Verbände und Initiativen erreicht werden konnten: „Die Flussregulierung sieht heute besser aus als noch vor wenigen Jahren. Eine positive Entwicklung zeigt sich z.B. ganz konkret daran, dass nun mindestens ein Teil der Kolke (das heißt der Tiefstellen im Fluss) erhalten werden soll.“ Johannes Schnell vom Landesfischereiverband Bayern wies in diesem Zusammenhang auf die im Bundesvergleich äußerst reiche Ausstattung der Donau mit Fischarten hin: „Für den Artenreichtum sind die Kolke, überströmte Kiesufer und die Dynamik des Flusses entscheidend. Freie Flüsse sind die Lebensadern, die pulsieren müssen, wenn die von der Politik in der Biodiversitätsstrategie gesteckten Ziele erreicht werden sollen. Zur Wiederherstellung und Pflege intakter Gewässerlebensräume brauchen wir aber nicht nur Raum für die Flüsse, sondern auch eine ausreichende Finanzgrundlage für die Behörden und Planer, die das umsetzen und in der Unterhaltung sicherstellen sollen.“

Die Flüsse-Gruppe drängt nun gemeinsam mit dem Bund Naturschutz, dem Landesfischereiverband Bayern und vielen anderen Verbänden und Initiativen auf weitere Verbesserungen, um die Eingriffe in den Fluss im Zuge des Wasserstraßenausbaus zu verringern.

Laut Kestel liegen z.B. im Rückbau von Uferversteinungen nicht nur große Potentiale für ökologische Verbesserung: „Die Abflachung von Ufern bringt auch für den Hochwasserschutz Vorteile. Wir fordern außerdem, dass die Chance genutzt wird, durch die vermehrte Zugabe von Kies in die Isar unterhalb von Plattling das an der Isarmündung geplante Leitwerk überflüssig zu machen.“ Bund und Bayern müssten sich bezüglich der Zugabemenge möglichst schnell einigen. „Wir hoffen, dass diese erheblich bessere Lösung noch rechtzeitig den Weg in das kommende Planfeststellungsverfahren für den Flussabschnitt zwischen Deggendorf und Vilshofen findet“, meint Kestel. Die Naturschutzverbände wollen sich außerdem weiter dafür einsetzen, dass ähnlich wie in der österreichischen Donau innovative naturnahe Methoden der Flussregulierung z. B. mit künstlichen Donauinseln statt zusätzlichen Buhnen entwickelt und umgesetzt werden.

Bilddateien:


v.l.n.r.: Georg Kestel (BN Kreisgruppe Deggendorf), Johannes Schnell (Landesfischereiverband Bayern), MdB Rita Hagl-Kehl, Sebastian Schönauer (BUND Naturschutz)
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Die Flüsse Gruppe tagte im Finanzausschusses des Bundestages
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03.02.2016 14:25

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