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Eine Stimme für verwaiste Eltern und trauernde Geschwister – 20 Jahre VEID

Am 21. September 1997 wurde der Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. (VEID) gegründet.
Vorbild des Verbandes war die weltweite Bewegung „Compassionate Friends“ (Mitfühlende Freunde). Seit 20 Jahren ist der VEID ein Netzwerk von Vereinen, Selbsthilfegruppen, Organisationen und Regionalstellen, die Familien verstorbener Kinder und deren Freunden und Bekannten eine erste Hilfestellung in ihrer Trauer geben. Zur Festveranstaltung in Leipzig werden namhafte Persönlichkeiten erwartet.
„Für alle Betroffenen“, so Petra Hohn, 1. Vorsitzende des VEID, „soll der VEID ein Geländer zum Festhalten sein. Gleichzeitig gibt er den Menschen im tiefsten seelischen Leid eine Stimme und wirkt als Sprachrohr in die Öffentlichkeit und Politik hinein.“ Zu diesem Geländer gehören mittlerweile über 500 Selbsthilfegruppen und Vereine, die in ganz Deutschland mit den Betroffenen den Weg der Trauer gehen und gleichzeitig eine Möglichkeit des Austausches untereinander bieten.
Ein Licht für jedes verstorbene Kind zeigt Menschen, dass sie nicht allein sind in ihrer Trauer. © Martin Jäger / pixelio.de

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Jährlich sterben in Deutschland ungefähr 20.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch Krankheiten, Unfall oder Suizid. 75.000 Hinterbliebene – ob Eltern, Geschwister, Großeltern, weitere Verwandte, Freunde und Bekannte – erfahren nach dem zu frühen Tod eine professionelle Unterstützung durch den VEID. „Es war ein langer Weg“, so Petra Hohn, „um durch einen stabilen strukturellen Aufbau diese tatkräftige Hilfe leisten zu können.“
Zu den wichtigsten Aspekten der Entwicklung des VEID gehört es, dass man dort viel Wert auf die fachliche Weiterbildung der Trauerbegleiter. Aber auch die Landschaft der Bestattungskultur habe sich nach den Worten von Petra Hohn sensibel für dieses Thema geöffnet. „Durch die Arbeit des VEID wurden beispielsweise die vielen Familien von früh- oder totgeborenen Kindern erst wahrgenommen. Die Möglichkeit, seinem frühgeborenen Kind einen Namen zu geben, die Wahrnehmung der trauernden Geschwister oder Angebote für Kuraufenthalte der betroffenen Familien sind nur einige Ergebnisse unserer intensiven, beharrlichen Netzwerkarbeit.“ Aus einer reinen Arbeit der Selbsthilfegruppen habe sich nach den Worten von Petra Hohn auch ein gewichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Diskussion über die Trauerkultur beim Tod eines Kindes entwickelt.
Und auch die Politik ist aufmerksam auf die Aktivitäten des Bundesverbandes geworden. „Der VEID ist auch Anlaufstelle für Fachkräfte, die Fragen rund um das Thema Trauer und Tod von Kindern haben, ob Lehrerinnen und Lehrer, Hebammen, Arztinnen oder Ärzte oder auch Polizei und Rettungskräfte“, schreibt Dr. Katharina Barley, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, in ihrem Geleitwort zur Festchronik „20 Jahre VEID – Hilfe zur Selbsthilfe“. Durch ihr Ministerium wird aktuell eine Studie zur Geschwistertrauer im Rahmen eines Online Präventionsprogramm, das der VEID in Zusammenarbeit mit der Medical School Berlin, unter Leitung von Frau Prof. Dr. Birgit Wagner, durchführt, gefördert.
Eine wichtige Stütze für den Bundesverband waren und sind die wenigen hauptamtlichen und dafür vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den über 500 Gruppen organisiert sind. Sie sind mit der Koordination und Durchführung von Trauerbegleitung betraut, unterstützen bei der Beantragung von Hilfsangeboten von Leistungsträgern der öffentlichen Wohlfahrtfürsorge. Zudem sind die Helferinnen und Helfer vor Ort bei den vielen Veranstaltungen mit und für Trauernde wie den jährlichen Gedenkfeiern anlässlich des weltweiten Gedenktages für verstorbene Kinder am zweiten Sonntag im Dezember. Diese Gedenkveranstaltung geht auf die weltweite Bewegung „Compassionate Friends“ (Mitfühlende Freunde). Der Bundesverband nahm sich vor 20 Jahren zu seiner Gründung diese Bewegung als Vorbild für seine Arbeit.
Zu den vielen Unterstützern der Aktivitäten des VEID zählen die beiden Schirmfrauen. Die Sängerin Luci van Org und Claudia Effenberg engagieren sich durch ihre prominente Stellung in der Gesellschaft für die Inhalte des Bundesverbandes und haben durch öffentliche Auftritte und ihre eignen Netzwerke Spenden sammeln können. „Gelder, die für die wachsenden Aufgaben des VEID wichtig waren und sind“, beton Petra Hohn. „Wir können den beiden Frauen und allen Freundes unseres Bundesverbandes nicht genügend danken.“


Als Dankeschön für die letzten 20 Jahre und Motivation für die kommenden Herausforderungen feiert der VEID sein Jubiläum am 29. September 2017 im Leipziger Ringcafé. „Wir blicken dann auf 20 Jahre, für uns alle ein langes Kämpfen und Aushalten, doch mit Erfolg zurück“, erklärt Petra Hohn. Zu dieser dem diesjährigen Jahrestreffen des Bundesverbandes vorgelagerten Festveranstaltung werden neben den beiden Schirmfrauen auch Gründungsmitglieder wie Dr. Mechthild Voss-Eiser und Mag. Theol. Christine Fleck-Bohaumilitzky sowie treue Begleiter und Vertreter des öffentlichen Lebens erwartet. Petra Köpping, Staatsministerin für Gleichstellung und Integration sowie Dr. Thomas Feist, Bundestagsabgeordneter kommen, um dem Verband für seine Arbeit zu danken. Prof. Dr. Thomas Fabian, wird nicht nur als Bürgermeister und Beigeordneter für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule die Grüße der Stadt Leipzig überbringen, sondern auch seine persönliche Verbundenheit zum Ausdruck bringen.

5.373 Zeichen
erstellt: Michael Lindner

Wichtige Links zur Pressemitteilung:
https://www.compassionatefriends.org
https://trauernde-geschwister.org

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Ein Licht für jedes verstorbene Kind zeigt Menschen, dass sie nicht allein sind in ihrer Trauer. © Martin Jäger / pixelio.de
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20.09.2017 12:30

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E-Mail:
Internet: www.veid.de

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