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Eltern auf dem Schulweg - Tipps von der Kinderverkehrsschule Kiddi-Car

Fürstenfeldbruck, den 05.09.2016. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen! Die komplexe Verkehrswelt, für Erwachsene geschaffen, stellt Kinder und ihre Eltern auf dem Schulweg vor besondere Herausforderungen.
Was sollten Erwachsene wissen? Wie können Eltern ihre jungen Abc-Schützen optimal in den ersten Wochen unterstützen?

Kinder nehmen den Straßenverkehr anders wahr als Erwachsene. Abc-Schützen können weder die Entfernungen noch Geschwindigkeiten richtig einschätzen. Geräusche können sie schlecht orten. Für einen komplexen Überblick fehlt es ihnen an Körperlänge. Ihre Reaktionen sind wesentlich langsamer als bei einem erwachsenen Menschen, abgelenkt sind sie leicht, und ihre Denke geht davon aus, dass jeder andere Verkehrsteilnehmer, den sie sehen, sie ebenfalls sieht. Rechts von links unterscheiden, können sie meistens nicht, und wenn sie eine Straße überqueren, kann es passieren, dass dieses im Slow-Motion-Gang passiert. Kinder sind anders!

Damit Kinder im Verkehr dennoch sicher sind, müssen Erwachsene wissen, WIE Kinder sind. Doch vor allem müssen jugendliche und erwachsene Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen – auf die Kleinen, die sich meist als Abc-Schützen im Verkehrsgeschehen erstmals in die Selbstständigkeit vortasten.

Eltern stellt diese Situation vor eine Herausforderung: Einerseits würden sie ihr Kind gerne dauerhaft beschützen, andererseits ist der Schulweg zu Fuß in Punkto Bewegung, Gemeinschaftsgefühl mit Freunden und Selbstständigkeit – langfristig ohne Eltern empfohlen.

Um Kinder Sicherheit im Straßenverkehr geben zu können, hilft eine Kombination aus Aufklärung, Übung, verkehrssicherer Bekleidung und das Wissen, dass Kinder sich anders verhalten.

Dementsprechend sollte ein Verkehrstraining kindgerecht gestaltet sein. So ist es beispielsweise empfehlenswert den Schulweg (neu) zu üben, der nach ein paar Wochen von dem überwiegenden Teil der Freunde oder dem/r besten Freund/in gegangen wird. Nicht der kürzeste oder verkehrssicherste Weg aus der Erwachsenenwelt ist hier Primus, sondern der, den die Kinder wählen. Dieser Weg als Grundlage, kann dann in Bezug auf Verkehrssicherheit geübt werden. Wo kann die Straße am sichersten und langsamsten überquert werden? Wo stehen Ampeln, wo Schülerlotsen? Was bedeuten die Verkehrsschilder? Doch vor allem: Auch eine grüne Ampel oder ein Zebrastreifen können erst überquert werden, wenn die Autos stehen. Kinder müssen wissen, dass Erwachsene Fehler machen!

Generell sind ängstliche Ratschläge oder strenge Ermahnungen die falschen Wegbegleiter des Verkehrstrainings. Ein dickes Lob im Verkehrstraining stärkt stattdessen das Selbstbewusstsein. Häufig empfohlen wird der Rollentausch: Wenn Kinder ihren Eltern erklären können, worauf auf dem Schulweg besonders zu achten ist, dann haben auch die jungen Abc-Schützen die wichtigsten Regeln im Verkehr verstanden.

Gute Sichtbarkeit unterstützt die Sicherheit: Damit Abc-Schützen in der Morgendämmerung von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen werden, sind helle und bunte Bekleidung, leuchtende Accessoires (wie Mütze, Caps, Schal), Reflektoren auf dem Schulranzen sowie Reflektor-Überwurf-Kragen oder Reflektor-Snap-Armbänder zweckvoll.



Kinder lernen schnell! Doch damit sie sich im Straßenverkehr orientieren können, brauchen sie ihre Eltern, die ihnen das Wissen vermitteln und das sichere Verhalten im Straßenverkehr mit ihnen üben. Zugleich brauchen Kinder Erwachsene, die auf ihre ersten, selbstständigen Schritte im Verkehrsgeschehen Rücksicht nehmen und die ihnen vorleben, dass man sich an Regeln hält!

Hintergrundinfos: Seit 19 Jahren hat sich die bayerische Kinderverkehrsschule Kiddi-Car (http://www.kiddicar.de ) das Ziel gesetzt, Kinder fitter durch den Straßendschungel „zu navigieren“. Mit einem eigenen Verkehrserziehungs-Konzept, das auf Motivation, kindlicher Neugierde und Spaß mit Quadfahrten über den Verkehrsübungsplatz beruht, begeistert Kiddi-Car junge Straßenverkehrsteilnehmer und ihre Eltern für Verantwortung und Achtsamkeit.

Für weiterführende Presseinformationen wenden Sie sich bitte an Herrn Bastian Kubitza, .

05.09.2016 10:45

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