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Europa und der Euro: Illusionen und Begehrlichkeiten

Moral ist das, was das räuberische Rudeltier „Mensch“ davon abhält, seine Instinkte ungeniert auszuleben.
Wer nicht gerade blind und taub ist, erfährt täglich (möglicherweise sogar am eigenen Leibe), daß allzu viele Menschen von der Natur sehr sparsam damit ausgestattet wurden. Entsprechend verhalten sie sich.

In den kleinen Digen des Alltags ist das eher nur lästig. In den großen Dingen der Wirtschaft und der Politik wird dieser Mangel schnell gefährlich. Spaltet die Profitgier einer polit-wirtschaftlichen „Elite“ die Gesellschaft, geraten mit der sozialen Spaltung der Gesellschaft letztlich auch der soziale Friede und die politische Stabilität in Gefahr. Je länger der Prozeß der Spaltung anhält, desto stärker werden die Zentrifugalkräfte in der Gesellschaft.

Kranke werden gemeinsam nicht stärker. Eher potenzieren sich ihre Probleme im Miteinander, das sich letztlich als Gegeneinander auslebt. Wer unter den gegebenen Bedingungen das Europäische Projekt voranbringen will, muß sehr behutsam vorgehen. Die Gemeinschaftswährung bringt als Zahlungsmittel in Staaten mit sehr unterschiedlicher Lebens- und Geldkultur ansich schon große Probleme. Das hätten die Gründer der Währungsunion wissen können. Mit „Augen zu und durch“ steht der Euro jetzt vor der Existenzfrage und der Umgang der Politiker mit diesem Problem wird auch über das Schicksal der EU entscheiden.

Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro

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Wer die EU und die Währungsunion nicht sprengen will, der sollte nicht von Vergemeinschaftung der Schulden (der Südländer auf Kosten der Nordländer) träumen, weder offen noch versteckt durch irgendwelche neuen gemeinsamen Institutionen. Die Umverteilung – mit welchen Mitteln und Methoden auch immer – von Einkommen und Vermögen im großen Stil von den Sparsamen und solide Wirtschaftenden zu den Verschwendern, von den produktiven Arbeitern zu den unproduktiven Spekulanten und Umverteilungsbürokraten wäre das Ende des Europäischen Projekts.

Wer den sozialen Frieden und die politische Stabilität in Europa nicht riskieren möchte, der sollte sich auch sehr ernsthaft darüber Gedanken machen, wie endlich Steuergerechtigkeit geschaffen werden kann. Das gilt innerhalb einzelner Länder – auch für Deutschland – und nicht weniger zwischen den Mitgliedsländern der Europäischen Union. Wenn sich die größten Beutemacher ihrer Steuerpflicht mehr oder weniger legal entziehen können, ist das mehr als in Skandal. Wenn Politiker von Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ihre Staaten seit jahrzehnten unbehelligt auf Kosten ihrer europäischen Partner zu Steueroasen machen können, ist die europäische Idee am Ende, bevor sie überhaupt zur Blüte gelangt ist.

Es sieht ganz so aus, als schliddere die Welt derzeit in eine gigantische Finanz- und Wirtschaftskrise. Vielleicht haben die Folgen des Ponzi-Spiels der EZB und der FED in naher Zukunft schon Auswirkungen, die Schuldner (Staaten, Banken und private) massenhaft in den Bankrott treiben. Das wäre dann eine Bereinigung, die auch einen Neustart der Europäischen- und der Euro-Währungsunion ermöglichte, den nicht die Unschuldigen bezahlen, sondern die Schuldigen selbst. Leider ist nicht sicher, daß die (interessengeleiteten) Politiker wirklich die gebotenen Lehren aus dem von ihnen verschuldeten Eurodebakel ziehen. Auch daß sie eine Wiederholung mittels geeigneter Regeln und deren automatisiertem (von politischem Handeln unabhängigem) Vollzug wenigstens so gut wie unmöglich machen, können wir nur hoffen.

Alternativ wäre an die Aufteilung der Währungsunion in einen Süd- und einen Nordteil zu denken, der den unterschiedlichen Mentalitäten und Gewohnheiten in Fragen der Verschuldung und der Geldwertstabilität Raum zur Entfaltung gäbe.

Gleiche Lebensbedingungen in ganz Europa sind noch auf sehr lange Sicht eine Illusion. Die Europäische Union kann keine Subventionsunion werden. Ihren Lebensstandard müssen sich die beteiligten Völker selbst erarbeiten. Wo Schlendrian und Korruption noch weit verbreitet sind, ändern auch Transferzahlungen nichts. Eher schaden sie, weil sie die maroden Systeme alimentieren.

Auch der französische Präsident Macron scheint allmählich einzusehen, daß ein gemeinsames Budget der Euro-Zone mit Deutschland nicht zu machen ist. Er wolle keine Schulden umverteilen.

Das Europäische Projekt zu erhalten, erfordert, sich auf das Machbare zu beschränken, dies aber auch energisch voranzutreiben. Gemeinsame Verteidigung, gemeinsame Steuerpolitik gegenüber dem europäischen Ausland, gemeinsame Verbrechensbekämpfung, enge Zusammenarbeit in der Bildung, Ausbau der gemeinsamen Infrastruktur, gemeinsame Außenpolitik, enge Zusammenarbeit in der Forschung. Aufgaben, deren Erledigung durch europaweite Kooperation erleichtert und verbessert werden kann, gibt es mehr als genug.

Die europäischen Länder sind aber so lange nicht reif für die Vereinigten Staaten von Europa, wie die Selbstbedienungsmentalität in breiten Kreisen vorherrscht. Das Verhalten osteuropäischer Regierungen in der Frage der der Verteilung von islamischen Zuwanderern ist ein Menetekel für die Einigkeit Europas. Ebenso die dreiste Reparationsforderung der Polen. Wer zu Europa gehören möchte, der muß beitragen, nicht abkassieren wollen. Wenn auf europäischer Ebene nicht die Vernunft siegt, könnte auch in Deutschland bald die Frage sehr laut und eindringlich gestellt werden, ob mehr Europa wirklich den Interessen der Mehrheit der Deutschen dient.

Angesichts der sich ankündigenden Neuordnung der Machtverhältnisse in der Welt, wäre ein einiges Europa allerdings sehr wünschenswert, wenn nicht gar notwendig.

Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren das ebenso interessante wie fragwürdige Treiben der Menschentiere, vor allem das ihrer „Eliten“. Seine Beobachtungen dokumentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“, in der bisher 7 Bände erschienen sind. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.

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Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro
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Prof. Querulix, „Tacheles... zeitos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare", eBooks, bisher 7 Bände je ca. 180-280 S., je 9,95 Euro
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15.11.2017 09:05

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