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Für strategisches IP-Management gibt es kein „Patentrezept“.

Intellectual Property (IP) und insbesondere Patente gewinnen im Rahmen von Unternehmensstrategien zunehmend an Bedeutung.
Einerseits schützen sie technische Entwicklungen vor Ideenklau und leisten einen wichtigen Beitrag zur Festigung der Wettbewerbsposition eines Unternehmens, indem durch eine gute Patent-, Marken- sowie Designmuster-Strategie Marktbegleiter in bestimmte Richtungen gelenkt oder aus bestimmten Bereichen herausgehalten werden können. Darüber hinaus spielen sie eine nicht unwesentliche Rolle bei der Akquise von Kapital und Kooperationsprojekten. Bei Industrie-Startups sind Patente oft eine notwendige Voraussetzung für eine VC-Finanzierung.

Auf dem gemeinsam mit der 24IP Law Group veranstalteten NMWP Themenabend „Patente & mehr: Strategisches IP-Management“ am 17. Mai 2018 trafen sich Patentanwälte, Unternehmer sowie Technologietransfer- und IP-Management-Berater, um sich über das facettenreiche Thema des IP- und Patentmanagements, die dadurch entstehenden Chancen und Risiken sowie die passenden Förderprogramme auszutauschen. Fazit der spannenden Vorträge, der interessanten Diskussionsrunde und des anschließenden Austauschs ist, dass es letztendlich kein Patentrezept für Patente und IP-Management gibt. Die in diesem Kontext zur Verfügung stehenden Werkzeuge sind ebenso vielfältig wie die Ziele, die man mit einer Patentstrategie verfolgen kann. Das beginnt mit dem Schutz des geistigen Eigentums und den daraus entstehenden Dienstleistungen und Anwendungen und kann bis zur Beeinflussung internationaler Marktentwicklungen durch ein einzelnes strategisch platziertes Patent reichen.

Großer Konsens bestand auf der Veranstaltung ebenfalls darin, dass Patente, Design-Schutz und ein gutes IP-Management sehr großen Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens, welches mit innovativen Produkten und Dienstleistungen am Markt agiert, hat. Wird dieser Bereich vernachlässigt oder zu spät als fester Bestandteil eines Unternehmens angesehen, kann der entstehende Schaden entsprechend groß werden. Dennoch ist der Aufwand, gerade bei Start-Ups, sich frühzeitig mit einer nachhaltigen IP-Strategie zu befassen, neben den entstehenden Kosten ein Hindernis. Aus diesem Grund gibt es Förderprogramme wie zum Beispiel „WIPANO“, die hier entsprechende Unterstützung bieten.

Auch im Kontext der InterregEurope-Projekte „NMP-REG“ und „STEPHANIE“ und dem INTERREG V A-Projekt „ROCKET“ wurde das Thema „strategisches IP-Management“ auf der Veranstaltung diskutiert, da das Thema sowohl grenzüberschreitende als auch transnationale Kooperationen betrifft und eine EU-weite IP-Strategie von Unternehmens- und Instituts-Konsortien die Wirtschaftskraft Europas im internationalen Umfeld stärkt.

Veranstaltet wurde der Themenabend vom Cluster NanoMikroWerkstoffePhotonik.NRW zusammen mit der 24IP Law Group und dem NMWP e.V. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Düsseldorfer Innovations- und Technologiezentrum, der IHK Düsseldorf, der PROvendis GmbH und dem High-Tech Gründerfonds.


Über die Projekte des Clusters NMWP.NRW

„ROCKET“ steht für RegiOnal Collaboration on Key Enabling Technologies und fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im deutsch-niederländischen Grenzgebiet zwischen Nordsee und Niederrhein zur Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation. Im Fokus stehen Schlüsseltechnologien (KET, Key Enabling Technologies) wie Nanotechnologie, Mikrosystemtechnik, Mikro- und Nanoelektronik, innovative Materialien und Werkstoffe sowie Photonik. Dieses Projekt wird im Rahmen des INTERREG-Programms von der Europäischen Union und den INTERREG-Partnern finanziell unterstützt.

„STEPHANIE“, gefördert von Interreg Europe mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), steht für Space TEchnology with Photonics for market and societal challenges. Das Projekt analysiert das Potenzial regionaler Politikinstrumente mit dem Ziel, Erkenntnisse aus der Weltraumforschung für die Entwicklung von Produkten mit einem großen Marktpotenzial nutzbar zu machen, die insbesondere die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen adressieren. Dazu hat sich ein Projektkonsortium mit insgesamt acht Partnern aus Italien (Lead Partner), Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und der Tschechischen Republik gebildet. STEPHANIE konzentriert sich vor allem auf Erdbeobachtungstechniken aus dem Weltraum und in diesem Kontext auf Technologien aus dem Bereich der Photonik, eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien der EU. Raumfahrttechnologien auf Basis der Photonik werden als ein Bereich europäischer industrieller Schlüsselkompetenz betrachtet. Beispiele für innovative Technologien umfassen optoelektronische Sensoren zur Satellitenüberwachung; Teleskope, Satelliten-Antriebssysteme und Systeme zum gesteuerten Wiedereintritt, Lagesensoren und Fernerkundungstechnologien ergänzt durch Erdvermessungstechniken.

Das Interreg Europe-Projekt „NMP-REG“ (Delivering Nanotechnologies, Advanced Materials and Production to Regional Manufacturing) startete am 1. April 2016 und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Das Projektkonsortium umfasst sieben Partner aus den fünf europäischen Regionen Toskana/Italien, Flandern/Belgien, Norte/Portugal, Bukarest/Rumänien und Nordrhein-Westfalen. NRW ist im Konsortium durch den Cluster NMWP.NRW vertreten. NMP-REG wird mit Fördermitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.

18.05.2018 16:29

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