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GEWALT IN MYANMAR: AKTION GEGEN DEN HUNGER MUSS ARBEIT TEILWEISE EINSTELLEN

Die Gewalt in Myanmar eskaliert. Aktion gegen den Hunger muss seine Projekte in Myanmar teilweise aussetzen.
In Bangladesch warten rund 120.000 geflüchtete Rohingya darauf, mit dem Nötigsten versorgt zu werden.

Berlin, 6. September 2017. Kämpfe zwischen der Armee und Rohingya-Rebellen im Westen von Myanmar treiben Zehntausende in die Flucht. Teams von Aktion gegen den Hunger mussten ihre Arbeit in der Region Maungdaw einstellen. Humanitären Hilfsorganisation wird vorgeworfen, mit bewaffneten Gruppen zusammenzuarbeiten. Deshalb befinden sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in großer Gefahr.

"Unsere Arbeit muss die Menschen erreichen, ohne dass die Teams einem hohen Risiko ausgesetzt sind. Die Regierung von Myanmar ist für die Sicherheit im Land verantwortlich. Sie muss Bedingungen schaffen, unter denen wir weiter für die Hilfsbedürftigen da sein können“, sagte Véronique Andrieux, Generaldirektorin von Aktion gegen den Hunger Frankreich. 9.000 Kinder und fast 1.500 schwangere und stillende Frauen sind so von lebensnotwendiger Hilfe abgeschnitten.

©Aktion gegen den Hunger/Munem Wasif

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Mehr als 120.000 Angehörige der Volksgruppe der Rohingya sind von Myanmar ins benachbarte Bangladesch geflohen. Viele von ihnen sind mangelernährt und traumatisiert. Aktion gegen den Hunger versucht, sie mit dem Nötigsten zu versorgen. Doch die Helferinnen und Helfer geraten an ihre Grenzen: „Wir sind sehr flexibel und arbeiten mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, aber 120.000 Flüchtlinge in 11 Tagen bringen uns an den Rand eines Kollapses“, sagte Nipin Gangadharan, Länderdirektor von Aktion gegen den Hunger in Bangladesch. In den vergangenen Monaten hatten dort bereits 167.000 Menschen Zuflucht gesucht.

Aktion gegen den Hunger ruft dazu auf, das Humanitäre Völkerrecht zu achten. Helferinnen und Helfer müssen ungefährdet Zugang zu notleidenden Bevölkerungsgruppen haben. Andernfalls leidet die Zivilbevölkerung doppelt unter den Folgen – zum einen durch die gewaltsamen Konflikte, zum anderen durch die ausbleibende Hilfe. Zudem weist Aktion gegen den Hunger die falschen Anschuldigungen gegen Nichtregierungsorganisationen zurück.

In Bangladesch ist Aktion gegen den Hunger seit zehn Jahren präsent, in Myanmar seit 23 Jahren. Die Arbeit dort konzentriert sich vor allem auf die Volksgruppen der Rohingya und Arakanesen. Sie leben in extrem ärmlichen Verhältnissen. In den Projekten zur Grundlagensicherung erhalten die Menschen Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs. Sie haben Zugang zu Wasser und medizinischer Versorgung. Außerdem können sie mit Barmitteln Essen und Medikamente kaufen.


Über Aktion gegen den Hunger:

Aktion gegen den Hunger ist die deutsche Sektion von Action contre la Faim. Die internationale entwicklungspolitische und humanitäre Organisation unterstützt 14,7 Millionen Menschen in 49 Ländern. Seit 38 Jahren kämpft Aktion gegen den Hunger gegen Mangelernährung, schafft Zugang zu sauberem Wasser und gesundheitlicher Versorgung. Mehr als 7.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten Nothilfe und unterstützen Menschen beim Aufbau nachhaltiger Lebensgrundlagen.

Bilddateien:


©Aktion gegen den Hunger/Munem Wasif
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06.09.2017 14:43

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