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Geringste Lohnerhöhung seit 2011: Reallöhne im Jahr 2017 steigen um 0,7 Prozent, im Jahr 2018 um 0,9 Prozent (Prognose)

Die Löhne und Gehälter in Deutschland sind im Jahr 2017 durchschnittlich um 2,4 Prozent gestiegen.
Aufgrund einer Inflationsrate von 1,7 Prozent bleibt den Menschen jedoch nur ein Plus von 0,7 Prozent. Das Jahr 2018 verspricht eine leichte Steigerung der realen Kaufkraft: Bei einer erwarteten nominalen Gehaltserhöhung von durchschnittlich 2,5 Prozent und einer prognostizierten Inflationsrate von 1,6 Prozent bleibt am Ende erneut nur ein Anstieg von 0,9 Prozent übrig. Das hat die aktuelle Untersuchung der deutschen Gehaltszahlen über alle Branchen und Berufe hinweg der weltweit größten Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry Hay Group ergeben.

- Geringster Kaufkraftgewinn für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer seit sechs Jahren
- Auch 2018 weniger als 1 Prozent Reallohnsteigerung erwartet, 40 Prozent der Unternehmen noch nicht sicher
- Branchenunterschiede von fast 1 Prozent bei nominaler Lohnerhöhung

„Die Reallohnsteigerung des Jahres 2017 bleibt damit sogar noch 0,3 Prozentpunkte hinter unserer letztjährigen Prognose zurück“, sagt Thomas Gruhle, Vergütungsexperte bei Korn Ferry Hay Group. „Im vergangenen Jahr hatten die Wirtschaftsforschungsinstitute noch mit einer Inflation von 1,5 Prozent gerechnet, die nominale Erhöhung war von uns mit 2,5 Prozent prognostiziert. Das die Inflation höher ausgefallen ist (0,2 Prozentpunkte) und die nominale Steigerung geringer (0,1 Prozentpunkte), fällt das Gesamtwachstum der Reallöhne so tief aus wie schon seit sechs Jahren nicht mehr.“ 2011 fiel die reale Gehaltssteigerung mit 0,2 Prozent aus. Von 2013 bis 2016 lagen die Erhöhungen zwischen 1,3 und 2,3 Prozent.
Thomas Gruhle, Korn Ferry Hay Group

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Im Jahr 2016 sind die Reallöhne immerhin noch um 2,2 Prozent gestiegen. Thomas Gruhle sagt: „Auch 2018 werden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kaum Kaufkraft gewinnen. Zwar wird sich nach aktueller Prognose die Inflation leicht auf 1,6 Prozent abschwächen. Gleichzeitig planen die Unternehmen aber wie im Vorjahr eine nominale Lohnerhöhung um 2,5 Prozent. Die Menschen werden dadurch nur 0,9 Prozent mehr in der Geldbörse haben.“

40 Prozent der Unternehmen haben noch keine Entscheidung für 2018 getroffen

Die Prognose kann sich zudem noch signifikant ändern. Denn 40 Prozent der Unternehmen haben angegeben, noch nicht sicher zu sein, ob und in welchem Maße sie ihre Löhne und Gehälter anheben werden. „Das sind rund doppelt so viele Unternehmen wie im letzten Jahr“, sagt Thomas Gruhle. „Im Normalfall sind im September des Vorjahres rund 80 Prozent der Unternehmen entschieden, welche Lohnpolitik sie im Folgejahr verfolgen wollen. So lässt sich seit Jahren eine relativ verlässliche Prognose abgeben. Dass in diesem Jahr eine solche hohe Anzahl von Unternehmen noch keine Entscheidung getroffen hat, ist ein Indiz dafür, dass nach mehreren Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs die Firmen 2018 sehr vorsichtig ins Jahr starten werden.“

Chemie erhöht um fast 1 Prozent mehr als Versorger

Die höchsten Nominalerhöhungen in den Branchen konnten im Jahr 2017 die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Chemie (2,7 Prozent), im Gesundheitssektor (Health & Life Sciences, 2,6 Prozent) sowie in der Hochtechnologie (2,6 Prozent) verzeichnen. Schlusslichter sind Versorger (1,8 Prozent), Öl und Gas (2,0 Prozent) und der Einzelhandel (2,1 Prozent). Im Jahr 2018 plant der Gesundheitssektor die höchste Steigerung (2,7 Prozent), gefolgt von Chemie, produzierender Industrie und Dienstleistungen (je 2,6 Prozent). Schlusslichter sind erneut die Versorger, die sogar um 0,1 Prozentpunkte weniger erhöhen wollen (1,7 Prozent Lohnsteigerung). Öl und Gas plant eine Steigerung um 0,3 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent und liegt damit in der Prognose für das Jahr 2018 gleichauf mit der Automobilindustrie (2,3 Prozent).



„Versorger, Energie und Handel haben große strukturelle Herausforderungen vor sich“, sagt Thomas Gruhle. „Dementsprechend vorsichtig sind sie bei den Lohnsteigerungen auch bereits in den vergangenen Jahren gewesen. Bei leicht sinkendem prognostizieren Wirtschaftswachstum für das Jahr 2018 (BIP: 1,6 Prozent) bleiben sie bei der Aussicht auf Gehaltserhöhungen auch im Folgejahr bescheiden. Vor allem den Handel bedrücken die geringen Kaufkraftzuwächse. Trotzdem müssen auch diese Branchen schauen, dass sie für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ‚War for Talents’ attraktiv bleiben.“

Über die Untersuchung:
Seit 1970 untersucht Korn Ferry Hay Group jährlich branchenübergreifend Löhne und Gehälter in Deutschland. Basis der Untersuchung ist die Gehaltsdatenbank PayNet, die Gehaltsdaten von mehr als 20 Millionen Arbeitnehmern in 25.000 Unternehmen weltweit enthält. PayNet ist die weltweit größte Datenbank für Löhne und Gehälter.

Bilddateien:


Thomas Gruhle, Korn Ferry Hay Group
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11.10.2017 10:53

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