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Größte Thüringer Testaktion für Elektroautos stellt Ergebnisse vor

[Erfurt, 31. Januar 2017] „Elektrofahrzeuge für den täglichen Einsatz, trotz beschränker Reichweiten, bestens geeignet.
Das zeigen die Ergebnisse der Aktion „2 Tage elektrisch zur Arbeit““, so Frank Schnellhardt. Insgesamt 90% der 170 Thüringer Testfahrerinnen und Testfahrer waren im Selbsttest mit über 40.000 zurückgelegte Kilometer positiv überrascht und bestätigen diese Auffassung.

Mit der Aktion „2 Tage elektrisch zur Arbeit“ bot das Netzwerk eMobilityCity erstmals in Thüringen 170 Personen die Möglichkeit ein Elektrofahrzeug über zwei Tage hinweg zu testen. „Ziel war es eine Erprobung zu gewährleisten und die alltagstauglichkeit der Elektromobilität zu bewerten. Denn erst die Erfahrung im Alltag ermöglicht eine reale Bewertung eines Elektroautos.“, so Netzwerkmanager Frank Schnellhardt von der Ilmenauer INNOMAN GmbH.

In Kooperation mit sieben Erfurter Autohäusern konnten insgesamt 15 Elektrofahrzeuge für die Gesamttestdauer von einem halben Jahr zur Verfügung gestellt werden. Die Testerinnen und Tester legten mit den Modellen von VW, Mercedes, BMW, Kia, Mitsubishi sowie Renault und Nissan während des Tests insgesamt beachtliche 42.300 Kilometer zurück. Dabei wurden pro Fahrzeug an einem durchschnittlichen Testtag 127 Kilometer zurückgelegt. Die daraus entstandene alltägliche Nutzungserfahrung wurde durch eMobilityCity im Rahmen einer repräsentativen vorher-nachher Studie erfasst und ausgewertet.

Netzwerkmanagement und beteiligte Autohäuser; Personen von links nach rechts: Marcel Schoettke (INNOMAN GmbH, Netzwerkmanager von eMobilityCity), Matthias Kaspar (Autohaus Kaspar GmbH), Tom Klostermann (Cloppenburg GmbH), Sven Lober (Autohaus Kornmau

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Vor ihrer Testfahrt waren einige Teilnehmer skeptisch gegenüber der Reichweite von Elektrofahrzeugen und ob sie ihren Ansprüchen hinsichtlich des Fahrkomforts genügen würden. Die Erfahrungen nach dem Test zeigen, dass die Reichweite der getesteten Elektrofahrzeuge für 92% der Testerinnen und Tester ausreichend ist, um die alltäglichen Fahrten zur Arbeit, zum Einkaufen und für Freizeitaktivitäten abzudecken. Dabei legen die Nutzer täglich weniger als 120 Kilometer zurück. Dies ist eine Strecke, die mit der bestehenden Elektroauto-Technik schon heute leistbar ist.

Insgesamt hatten 90% der Testfahrer einen positiven Gesamteindruck über das getestete Elektro-fahrzeug. Einen wesentlichen Beitrag dazu lieferten dabei insbesondere Fahrkomfort und Fahrspaß.

Auch Kaufabsichten wurden untersucht. So erklärten 14,4% sofort, und 41% innerhalb der nächsten drei Jahre ein E-Fahrzeug anschaffen zu wollen. Hochgerechnet auf die in Thüringen zugelassenen 1,2 Mio. Fahrzeuge könnte so bis 2020 von 480.000 Elektrofahrzeugen ausgegangen werden.

Als größter Einflussfaktor auf diese Entscheidung wurde dabei der Ausbau der Ladeinfrastruktur angegeben. Dabei ist es den Testern besonders wichtig, dass bei ihnen Zuhause oder am Arbeitsort und an Öffentlichen Orten wie Einkaufszentren, Innenstädten und in der Nähe von Ausflugszielen eine Lademöglichkeit vorhanden ist. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass ein Großteil der Tester hohe Erwartungungen an spezielle Stromtarife mit günstigen Kosten im Rahmen der Elektromobilität stellen.

Es zeigt sich also, dass Elektromobilität nicht mehr nur eine Zukunftstechnologie ist, sondern bereits heute den Anforderungen der Nutzer entspricht. Durch die Studie wurde verdeutlicht, dass Informationsdefizite durch positive eigene Erfahrungen ausgeglichen und Vorbehalte, gerade in Bezug auf beschränkte Reichweiten, abgebaut werden konnten. In diesem Sinne macht es sich das Netzwerk eMobilityCity auch 2017 zur Aufgabe Elektromobilität im Freistaat Thüringen sichtbar und erlebbar zu machen.

Quellennachweis beiliegende Bilder
- Die beiliegenden Bilder können Sie frei verwenden. Als Quelle geben Sie bitte „INNOMAN GmbH“ an.

Informationen zum Netzwerk
Das Thüringer Netzwerk hat nach erfolgreicher Bewerbung im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) im September 2015 seine Arbeit aufgenommen und eine Unterstützungszusage für die kommenden 3 Jahre erhalten.
Das angestrebte Ergebnis des Vorhabens ist es, Elektromobilität in Thüringen und im speziellen in Erfurt zu fördern. Durch alltagstaugliche Produkte, großflächige Erprobung und die erprobungsbasierte Weiterentwicklung werden Lösungen für Ladesysteme, IT- und Beratungs-Systeme sowie Fahrzeuge aus einer Hand entstehen. Die Basis dafür sind die in Thüringen durchgeführten Forschungsprojekte wie beispielsweise SMART CITY LOGISTIK oder sMobiliTy. Die Ergebnisse der Forschungsprojekte gilt es zu überführen und zu einem Leuchtturm der Elektromobilität auszubauen. Darauf aufbauend ist das Ziel des Netzwerkes, in den nächsten drei Jahren 300 Fahrzeuge, 150 Ladepunkte und konkrete Vermarktungs- und Betreiberkonzepten in Erfurt zu installieren.

Netzwerkpartner
Bauhaus Universität Weimar | DAKO STS GmbH & Co. KG | eLOG Systembetrieb GmbH | EPSa GmbH | Fachhochschule Erfurt | Fraunhofer IOSB-AST | Friedrich Schiller Universität Jena | HKW-Elektronik GmbH | IMMS GmbH | Landeshauptstadt Erfurt | Navimatix GmbH | pwp-systems GmbH | SWE Energie GmbH | Technische Universität Ilmenau | Walther Werke

Bilddateien:


Netzwerkmanagement und beteiligte Autohäuser; Personen von links nach rechts: Marcel Schoettke (INNOMAN GmbH, Netzwerkmanager von eMobilityCity), Matthias Kaspar (Autohaus Kaspar GmbH), Tom Klostermann (Cloppenburg GmbH), Sven Lober (Autohaus Kornmaul Gmb
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BMW i3, Personen: Tom Klostermann (Cloppenburg GmbH)
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01.02.2017 11:15

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