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Großer Bahnhof für Eisspeicher-Konzept

Neue Wohnhäuser am denkmalgeschützten Alten Bahnhof in Köln-Nippes werden mit einer Eisheizung ausgestattet
Köln/Friedrichshafen - Der letzte Zug ist hier zwar schon lange abgefahren. Doch nun warten die künftigen Nutzer des stillgelegten "Alten Bahnhofs" in Köln-Nippes darauf, dass an dieser Stelle Mitte August eine zukunftsweisende Gebäudetechnologie Station macht: der sogenannte "SolarEis"-Speicher des Friedrichshafener Unternehmens ISOCAL. Mit dieser mehrfach preisgekrönten technischen Innovation werden hier künftig neue Wohnungen im Winter beheizt, im Sommer gekühlt.

Das geplante Ensemble an der Escher Straße 31 besteht aus dem sanierten historischen Bahnhofsgebäude und zwei flankierenden Neubauten im Loftstil. Die grafische Visualisierung, die im Auftrag der Bauherrengemeinschaft - zwei Kölner IT-Unternehmer und ein Architekt - entstanden ist, zeigt lichtdurchflutete, helle Räume mit großzügigen Glasfassaden und einer gehobenen Ausstattung: "Dazu passt eine Gebäudetechnik, die wirklich umweltfreundlich ist, dem neuesten technologischen Stand entspricht und zugleich hohen Komfort liefert", so der Münchner Architekt und Bauherr Stefan Schramm, der durch seine Studienzeit eng mit Köln verbunden ist.

Tatsächlich kommt mit dem "SolarEis"-Speicher in den beiden Lofthäusern eine besonders zukunftsweisende Lösung zum Einsatz. Denn die künftigen Bewohner heizen weder mit Öl noch mit Erdgas oder Holz - sondern schlicht mit eiskaltem Wasser. Was wie ein Aprilscherz im Hochsommer klingen mag, funktioniert tatsächlich: "Wenn Wasser zu Eis gefriert, entsteht sogenannte Kristallisationswärme. Diese freigesetzte Energie entspricht derselben Energiemenge, die man benötigt, wenn man Wasser von null auf 80 Grad Celsius erhitzt. Mithilfe einer Wärmepumpe lässt sich diese Kristallisationswärme in Raumwärme verwandeln", so der Erfinder des "SolarEis"-Systems, Alexander von Rohr.

Gemeinsam mit Heiko Lüdemann leitet der Ingenieur die Geschäfte von ISOCAL - ursprünglich ein Installationsbetrieb, der sich seit der Realisierung eines ersten Prototyps der neuartigen Heizung vor Aufträgen kaum noch retten kann. Seither wurden zwischen Flensburg und Garmisch bereits mehrere Hundert Eigenheime, Hotels, Gewerbegebäude und öffentliche Einrichtungen mit dem "SolarEis"-System ausgestattet. Die Heiz- und Kühlsysteme aus Friedrichshafen versorgen künftig auch große Wohnanlagen - darunter die ebenfalls derzeit im Bau befindliche "Klimaschutzsiedlung" in Köln-Porz (112 Wohnungen) und ein saniertes Wohnviertel in Hamburg (466 Einheiten).

Während bei derlei Großprojekten riesige Wassertanks mit teilweise mehreren Millionen Litern Fassungsvermögen in den Erdboden eingelassen werden, sind es am Alten Bahnhof in Köln-Nippes "nur" zwei Speicher zu je 10000 Liter Wasserinhalt, die unsichtbar im Erdreich des später begrünten Grundstücks "verschwinden". Unter Zusatz eines Kältemittels gefriert im Herbst das Wasser in den beiden unterirdischen Tanks. Heiko Lüdemann von ISOCAL: "Das ist der Moment, in dem die Kristallisationswärme frei wird und zum Heizen dient. Zusätzlich macht sich das System die natürliche Erdwärme und auch Sonnenenergie zunutze."

Frank Euteneuer von der Firma "Metternich Haustechnik" aus Windeck ist für die Installation zuständig: "Auf den Dächern der Lofthäuser werden Solarkollektoren angebracht, deren Wärme zum Antauen des Eises dient. Außerdem liefern die Kollektoren eine kräftige zusätzliche Unterstützung bei der Warmwasserbereitung und beim Heizen." Ingenieur Heiko Lüdemann ergänzt: "Gegenüber einer herkömmlichen Heizung lässt sich mit dem Eisspeicher der Energieverbrauch eines Gebäudes um etwa 50 Prozent, beim Kühlen sogar um über 90 Prozent senken."

Bauherr und Architekt Stefan Schramm lobt daher "den ungewöhnlich hohen Wirkungsgrad" des Eisspeichersystems, das neuerdings in Kooperation mit Viessmann vertrieben wird: "Nur die Wärmepumpe benötigt etwas Strom, ansonsten kommen ausschließlich regenerative Energiequellen wie Sonne, Luft und die natürliche Erdwärme zum Einsatz. Damit ist die Anlage nicht nur nahezu CO2-neutral, sondern auch sehr effizient. Zudem haben die künftigen Bewohner im Sommer die Möglichkeit, das kühle Wasser aus dem Speicher in die Fußbodenheizung zu leiten und so ein angenehmes Raumklima zu erzeugen."


Informationen zum Bauherren und Architekten Stefan Schramm:
http://www.lebens-raeume.com



Bildrechte: Stefan Schramm, Architekt

23.07.2012 09:10

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