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Grüße und Wünsche an die „Elite“ zum Jahreswechsel

Europas Vereinigungsprojekt steht auf Messers Schneide. Der Flüchtlingszustrom nach Europa hat in vielen Mitgliedsstaaten der EU atavistische Ängste und nationalistische Egoismen aktiviert, die von den dortigen Politikern nach Kräften verstärkt werden.
Daß dabei Länder in vorderster Reihe stehen, die am meisten vom (deutschen) europäischen Geld profitiert haben, ist beschämend.

Es hat überhaupt keinen Sinn, die Rosinenpicker des Europäischen Projekts zu belohnen, indem man ihnen Zugeständnisse macht. Deutschland ist das einzige Land, das auch ohne EU in der ersten Liga der Staatenwelt mitspielen kann. Wir haben es nicht nötig, uns ausnutzen zu lassen. Wenn Europa von Deutschland profitieren soll, dann dürfen wir uns die Bedingungen nicht diktieren lassen. Andernfalls wird die künftige europäische Einigungspolitik mit dem Keim der Zerstörung infiziert. Denn die wirtschaftliche und Politische Zukunft wird infolge der sich – vermutlich auf die denkbar unangenehmste Weise – selbst lösenden Banken- und Staatsschuldenkrise schwierig. Anhaltende europäische Querelen werden Deutschland nur weiter schwächen.

Prof. Querulix, Tacheles - zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare, eBooks, bisher fünf Bände, je 9,95 Euro

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Die kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem islamistischen Terrorismus werden sich ausweiten. Die Flüchtlingsströme werden nicht abreißen. Während dessen schreitet die Prekarisierung der Europäer, insbesondere infolge des Anstiegs von Teilzeit-, befristeter und Niedriglohnarbeit, unzureichender gesetzlicher und Vernichtung privater Altersversorgung durch die EZB-Politik sowie der steuerlichen Benachteiligung geringer Einkommen schnell weiter fort. Dadurch wird die deutsche Gesellschaft instabil und anfällig für Radikalisierungstendenzen.

Die EZB wird ihren Kamikazekurs der Geldvermehrung und faktischen Staatsfinanzierung mit der Notenpresse fortsetzen, obwohl sie längst wissen müßte, daß sie ihr Ziel nicht erreichen wird. Daß Draghi sich beklagt, die Regierungen der Problemstaaten täten zu wenig – besser hieße es: nichts – um ihre Haushalte in Ordnung zu bringen, ist erstaunlich. Seine Politik nimmt den Regierungen doch jede Motivation zu solidem Haushalten.

Die FED-Politik der Geldvermehrung und Übergabe an Banken und Bankster zum faktischen Nulltarif hat auf das Niveau der Renditen so gut wie gar keinen Einfluß gehabt. Sie war insofern überflüssig. Die Renditen der US-Anleihen liegen heute dort, wo sie Anfang 2009 – vor der großen Geldschwemme durch QE – gelegen haben oder sogar höher. Den Bankstern, Spielern und Schuldnern hat diese Politik der FED dennoch zur (nominalen) Steigerung ihres Reichtums verholfen. Dumm nur, daß die sehr viel größere Zahl der Sparer und Besitzer von Kapitallebensversicherungen die Zeche dafür real bezahlen mußte und auch in Zukunft weiter bezahlen muß.

Die jüngste Zinsanhebung durch die FED ist nichts als Augenwischerei. Die Weltwirtschaft schwächelt. Das viele neu gedruckte Geld fließt nicht in Zukunftsinvestitionen, regt nicht einmal das wirtschaftliche Wachstum nennenswert an, sondern versickert im weiten Schlund von Banken, Bankstern und verantwortungslos weiterhin Schulden produzierenden Regierungen. Die einen spekulieren damit und produzieren gefährliche Vermögensblasen, die anderen verlieren jede Motivation, ihre Haushalte in Ordnung zu bringen. Der Ritt auf dem Tiger muß aber bis zu seinem absehbaren fürchterlichen Ende weitergehen. Denn deutliche Zinssteigerungen würden einen Flächenbrand von Bankrotten erzeugen, letztlich eine Weltwirtschaftskrise, und in der Politik würde alles drunter und drüber gehen – wie in der Weimarer Republik vor drei Generationen.

Daß Millionen und Abermillionen Menschen sich solche üble Umverteilung ihres Vermögens und ihrer Altersversorgung zugunsten der Reichen und Mächtigen“ gefallen lassen, ohne zu rebellieren, zeugt von ihrer Schafsmentalität, die Plutokraten ebenso wie Gewaltherrschern immer wieder zugutekommt. Man kann – so lernen sie – mit den Massen offensichtlich machen, was man will. Aber – und auch das zeigt Weimer – die Folgen können auch für die „Eliten“ verheerend sein.

Die bereits schwelende Weltwirtschaftskrise, deren voller Ausbruch allenfalls noch durch eine sich über die Vermögensinflation (Aktien, Anleihen, Immobilien in Ballungsgebieten) hinaus ausbreitende Inflation verzögert werden könnte, wird sich weiter vertiefen. Daß die USA an einem möglichst niedrigen Goldkurs interessiert sind, und alles tun, um ihn zu drücken oder ihn durch nützliche Idioten – zum Beispiel Bankster – drücken zu lassen, folgt aus der Tatsache, daß China, Rußland, Indien und andere den Dollar als Weltleit- und Reservewährung stürzen könnten, wenn sie ihre Währungen zu vertrauenswürdigen und verläßlichen Bedingungen mit Gold unterlegten. Die USA wissen das natürlich und tun alles, um es zu verhindern.

Dennoch werden sie es nicht verhindern können. Selbst mit weiteren finanz- und wirtschaftspolitischen Hasardspielen, denkbaren Cyberattacken oder sogar militärischen Abenteuern werden sie ihr Privileg, sich unbegrenzt auf Kosten der übrigen Welt verschulden zu können, nicht verteidigen können. Letztlich werden sie mit Großmachtgehabe nur ihren Abstieg vom Platz der Weltmacht Nummer eins beschleunigen.

Der Zug einer vernünftigen weltweiten Regulierung des Finanzsystems als Rettungsmittel vor dem Super-GAU ist längst abgefahren. Was unfähige oder skrupellose Politiker, Notenbanker und kriminelle Bankster angerichtet haben und mangels konstruktiven Wollens und Könnens notgedrungen am Laufen halten, kann sich nur in einer Weltfinanz- und Weltwirtschaftskrise „lösen“, die auch die politischen Systeme mitreißen wird. Denn es wird danach viel zu viele Menschen geben, die nichts mehr zu verlieren haben als ihr Leben.

Daß, wie kürzlich bekannt geworden – mit Duldung durch die EZB auch Notenbanken einzelner europäischen Staaten Geld „drucken“ dürfen, indem sie Staatsanleihen aufkaufen, zeigt, wie verludert inzwischen die Finanzdisziplin ist. Es soll ein bisher geheimes Abkommen (ANFA - Agreement on the Net-Financial Assets) zwischen EZB und nationalen Notenbanken geben, nachdem diese nach eigenem Ermessen über die EZB-Beschlüsse hinaus Staatsanleihen mit extra dafür gedrucktem Geld erwerben dürfen.

Ob die Verantwortlichen wohl eines Tages für das bezahlen müssen, was sie ihren unschuldigen soliden Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit ihrer Schuldner-Subventionspolitik antun? Mit den Verträgen über die Errichtung der EZB stehen die Handlungen Draghis schon lange nicht mehr im Einklang. Bankster und Politiker scheint das jedoch nicht zu interessieren. Solange der naive Glaube von interessierter Seite weiter am Leben erhalten werden kann, die Währungsunion könne mit beliebigen Rechtsbrüchen und auf Kosten des Wohlstands und der Lebensperspektiven von Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürgern letztlich doch noch gerettet werden, wird weiter gewurstelt werden – bis zum rien ne va plus.

Wer die niedrige Inflation, infolge geringer Energiepreise und harten Wettbewerbs der Konsumgüteranbieter steigern möchte, muß das Geld nicht Banken, Bankstern und zum soliden Haushalten unfähigen Politikern geben, sondern den Ärmsten unter der Bevölkerung. Mindestrenten einführen, von denen Menschen leben können, anstatt (mit Aufstockung durch Hartz-IV) nach einem langen Arbeitsleben nur zu vegetieren. Auch wäre es sinnvoll, die Steuerlast von unten nach oben zu verlagern, um die Kaufkraft der unteren Einkommensklassen aufzubessern. Das brächte wenigstens etwas Nachfrage, die derzeit zu gering ist, um Preise steigen zu lassen.

Die Nullzinspolitik muß unbedingt rasch beendet werden, wenn man sie überhaupt noch jemals beenden will, ohne am Ende doch noch den Bankrott der hemmungslosen privaten und regierungsamtlichen Spekulanten und Schuldner zu riskieren. Bald wird es dazu zu spät sein und man kann dann nur noch über unbegrenzt weiteres Gelddrucken und Hyperinflation aus der „Nummer“ herauskommen. Unsere Großeltern haben erlebt, wie sich das anführt, wir und unsere Kinder müssen es dann erneut lernen. Aber warum das Risiko eingehen, daß sich auch andere Folgen der Geldwertvernichtung wiederholen?

Eine gute Nachricht zum Schluß: Ein erster Schritt zu einer nicht mehr vom US-Dollar beherrschten Welt ist endlich beim IWF gelungen. Nach langer Blockade durch die USA sind die Stimmrechte und Kapitalanteile nun endlich neu verteilt worden. Bei den Kapitalanteilen haben Europäer und Chinesen jetzt sogar eine Mehrheit. Mit ihren Stimmrechten können sie gemeinsam Vorhaben der USA blockieren.

Prof. Querulix wünscht frohe Festtage und ein gutes 2016, obwohl er weiß, daß seine Wünsche für viele seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht in Erfüllung gehen werden. Im Gegenteil. Wenn die für das derzeitige Desaster Verantwortlichen so weitermachen, wird 2016 für viele Millionen Menschen ein grottenschlechtes Jahr. Aber man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben. Es geschehen immer wieder Wunder.

Prof. Querulix wird weiter Tacheles reden und seine Beobachtungen und Kommentare zum fragwürdigen Treiben des Menschentiers in eBooks beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital veröffentlichen.

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22.12.2015 09:14

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