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Hannover Leasing 169: OLG Frankfurt verurteilt Bank zum Schadensersatz wegen verschwiegener Provisionen

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main als Berufungsgericht entschied in einer Angelegenheit einer Anlegerin des Schiffsfonds Hannover Leasing Nr. 169, „Maritime Werte 1“ Containerschiff MS „Merkur Gulf“ gegen die vermittelnde Bank auf Schadensersatz für den Anleger.
Die streitgegenständliche Beteiligung ist ein Schiffsfonds der Hannover Leasing GmbH & Co. KG. Die Hannover Leasing GmbH & Co. KG platzierte nach eigenen Angaben am Beteiligungsmarkt zahlreiche Fonds, darunter u.a. Immobilienfonds Inland / Ausland, Schiffsfonds, Flugzeugfonds, Medienfonds und Fonds in den Bereichen der erneuerbaren Energien und alternativer Investitionen. Mit über 63.000 Anleger und weit über 100 aufgelegten Beteiligungen dürfte die Hannover Leasing einer der größeren Initiatoren geschlossener Fonds in Deutschland sein. Der Kläger zeichnete die Schiffsbeteiligung bei einer Beteiligungssumme i.H.v. USD 25.000,00. Im Laufe des Verfahrens berief sich der anwaltlich vertretene Anleger darauf, dass er von der vermittelnden Bank nicht auf die Provisionsstruktur hingewiesen wurde. Der Anleger äußerte, er hätte die Schiffsbeteiligung nicht gezeichnet, wenn er von die für ihn nicht ersichtlichen Innenprovisionen, die die Bank für die Vermittlung erhielt, vor der Zeichnung gewusst hätte. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main folgte im Ergebnis der Argumentation der Klägerseite und verurteilte die vermittelnde Bank zum Schadensersatz. Demgemäß wird bei Vorteilsausgleichung rückabgewickelt. Rechtsanwalt Renner äußerte dazu: „Ich bin der Ansicht, dass Banken ihre Kunden vor der Anlageentscheidung über Vertriebsprovisionen aufzuklären haben. Das ist richtig und wichtig. Denn der Kunde sollte selbst in die Lage versetzt sein, das Umsatzinteresse der Bank einzuschätzen und sich damit ein Urteil bilden können, ob seine Bank eine Empfehlung nur aus einem eigenen Verdienstinteresse ausspricht."

vgl. Sie:
http://www.kanzlei-renner.de/Hannover_Leasing_Fonds.html

Autor und Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Ralf Renner
- Rechtsanwalt und gelernter Bankkaufmann -
Tel.: 030 / 810 030 - 22

Rechtsanwalt Ralf Renner berät und vertritt Anleger.

Das Spezialgebiet von Rechtsanwalt Ralf Renner sind Rechtsfragen geschlossener Fonds, in dem er über umfassende jahrelange Erfahrungen verfügt. In diesen Zusammenhängen treten Anleger an einen Rechtsanwalt heran, wenn sie prüfen lassen wollen, welche Rechte und Ansprüche bestehen. Denn pauschale Aussagen verbieten sich. In jedem Fall ist eine Einzelfallprüfung geboten.

Schadensersatzansprüche gegen einen Anlageberater oder eine Bank können bestehen, wenn über wesentliche Aspekte nicht hinreichend aufgeklärt wurde. Ein erfahrener Rechtsanwalt kann feststellen, ob Schadensersatzansprüche bestehen und wie hoch die Chancen für eine erfolgreiche Durchsetzung sind.

25.06.2015 09:27

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