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Inkassoschreiben nach Probemitgliedschaft auf Dating Portal von dateyard AG

Betreiber von erklärten Dating Portalen wie die dateyard AG werben mit vermeintlichen Probemitgliedschaften mit einer Dauer von 14 Tagen für einen Euro um User, die sich daraufhin auf Websites wie „Snapfick.de“ registrieren.
Jedoch steckt hinter diesem Angebot ein ausgeklügeltes System, was diese Probemitgliedschaft automatisch kostenpflichtig verlängert.
Wer sich auf dieses Angebot einlässt hat eine Frist von 14 Tagen, um den Vertrag zu widerrufen. Andernfalls verlängert sich das Abonnement um bis zu neun Monate mit einem Beitragssatz von ca. 69 € monatlich. Regelmäßig reagieren die Betreiber jedoch binnen dieser zweiwöchigen Frist nicht und berufen sich anschließen darauf die Widerrufsfrist sei abgelaufen und der Verbraucher habe somit in die Verlängerung der Probemitgliedschaft laut AGB der dateyard AG eingewilligt. Weigert man sich in der Folge den Forderungen nachzukommen wird man Zeitnahe ein Inkassoschreiben der dateyard AG mit der Forderung der ausstehenden Summe erhalten.

Automatische Verlängerung der Probemitgliedschaft bei der dateyard AG ist unwirksam

Es bestehen jedoch erhebliche Zweifel an dem Vertragsschluss per se. Warum ist an folgenden Gegebenheiten zu erkennen. Die in Verträge eingebundenen AGB müssen grundsätzlich einer Inhaltskontrolle entsprechen, was hinsichtlich der automatischen Vertragsverlängerung nicht der Fall ist, da es sich hier um eine sogenannte überraschende Klausel im Sinne des § 305c I BGB handelt. Das äußere Erscheinungsbild, was vorliegen die Gestaltung der Homepage ist, ist derart ungewöhnlich, dass der Verbraucher nicht mit den Bestimmungen des Verwenders in den AGB rechnen muss. Demnach muss der Verbraucher eine automatische Vertragsverlängerung nicht in den AGB vermuten, eine solche muss ganz im Gegenteil ausdrücklich aus der Gestaltung der Website hervorgehen. Denn ansonsten kann der Verbraucher eindeutig nicht erkennen, mit welchen Kosten er tatsächlich zu rechnen hat, was gegen die Preisangabenverordnung verstößt und sich aus den Grundsätzen der Preisklarheit und Preiswahrheit ergibt.
Die dateyard AG bringt ferner vor, der Verbraucher verzichte auf sein Widerrufsrecht sobald er den Vertrag mit Bestätigen des Kauf-Buttons abschließt. Ein solcher Ausschluss des Widerrufsrechts muss jedoch gesondert, ausdrücklich erklärt werden, da ansonsten eine Widerrufsbelehrung ausbleibt. Dass eine solche Belehrung vom Verbraucher in den AGB vermutet und gefunden werden muss entspricht nicht dem Sinn und Zweck der Widerrufsbelehrung und hält einer Inhaltskontrolle der AGB im Sinne des BGB keinesfalls stand.
Aus den Richtlinien des Europäischen Parlaments ergibt sich, dass das Widerrufsrecht nach § 356 V BGB erlischt, sofern es sich um Downloads und Streams handelt. Folglich digitale Inhalte die nicht auf einem Datenträger befinden und in digitaler Form hergestellt und bereitgestellt sind. Offenkundig kann die Zurverfügungstellung von Websites nicht darunter subsumiert werden. Demnach und richtigerweise ist vorliegend von einer klaren Unkenntnis, jedoch mindestens einer eindeutigen Missinterpretation des § 356 V BGB der dateyard AG auszugehen, das Widerrufsrecht ist mit dieser Auslegung nicht erloschen.


Auch verstoßen die Betreiber mit ihrer Forderung eine Kündigung bzw. einen Widerruf in Schriftform erklären zu müssen gegen einen weiteren Grundsatz. Denn es gilt, ein im Internet geschlossener Vertrag muss genauso einfach widerrufen werden können wie er geschlossen wurde.

Was kann gegen ich gegen das Inkassoschreiben der dateyard AG tun?

Lassen Sie sich von dem Inkassoschreiben nicht beunruhigen und kommen Sie keiner Forderung nach ohne vorher mit einem Anwalt gesprochen zu haben. Die Betreiber haben die klare Absicht den Verbraucher in diese Situation zu bringen, um ihn widerrechtlich zu hohen Zahlungen zu drängen.

1. Zahlen Sie nicht an die dateyard AG!
2. Nehmen Sie nicht selbstständig Kontakt mit der dateyard AG auf!
3. Ziehen Sie einen Rechtsanwalt hinzu!
4. Wahren Sie die Fristen der dateyard AG!

Wir, die Verbraucherschutzkanzlei Werdermann|von Rüden bieten allen Empfängern eines Inkassoschreibens eine kostenlose Erstberatung! Unsere erfahrenen Anwälte analysieren anschließend Ihren Sachverhalt und wir teilen Ihnen unsere Einschätzung Ihrer Chancen, Kosten und möglichen Konsequenzen mit. Wir sind telefonisch sowie auf unserer Homepage für Ihren Sachverhalt offen und geben Ihnen unseren Rat.

09.02.2018 15:16

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