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Kaiserpflege: individuelle Persönlichkeiten gleich im Denken und Handeln zum Wohl ihrer Patienten

Simone Kaiser, Carmen Luplow, Bärbel Nickels: Sie sind individuell und verschieden als Persönlichkeiten – und doch gleich im Denken und Handeln, wenn es um das Wohl ihrer Patienten geht.

„Wir wollen uns schwerkranken und sterbenden Menschen in ihrer letzten Lebensphase zuwenden, sie bestmöglich versorgen und betreuen – in deren häuslichen Umfeld oder im Pflegeheim“, sagt Simone Kaiser. Jede bringt dabei andere Kenntnisse und Sichtweisen mit ins Unternehmen ein. „Das Spannende am Leben ist, wenn Menschen aus verschiedenen Richtungen zusammenkommen, jede einen anderen Weg gegangen ist, und wir nun doch zusammenarbeiten“, so Bärbel Nickels.
Seit April 2015 Jahr sind alle drei gleichberechtigte Inhaberinnen des Palliativpflegedienstes „Kaiserpflege“. „Wir haben zwar erst vor einem halben Jahr zusammengefunden“, sind aber schon lange den gleichen Weg gegangen – in der Empathie, der Sorge um schwerstkranke Menschen und der Tatsache, dass Lebensqualität für Patienten, die nicht mehr lange zu leben haben, etwas ganz Besonderes ist.
Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung ist die Lebensbestimmung für alle drei Inhaberinnen von „Kaiserpflege“. Ihre Philosophie ist darauf ausgerichtet die Betroffenen und ihre Angehörigen zu trösten, ihnen beizustehen, Ängste zu nehmen und den Patienten Lebensmut selbst in dieser schweren Zeit zu vermitteln.
Dabei setzt das Team auf eine gute Vernetzung auf ein wirkliches Miteinander. „Kooperation statt Konkurrenz!“ lautet ihr Handlungsansatz. Darin eingeschlossen sind unter anderen: die Palliativstation im Krankenhaus Rissen, Seelsorger, Hausärzte, Pflegedienste, Krankengymnasten, Apotheken.
Die Schwerstkranken sollen nicht noch zusätzlich belastet werden, indem sie über nicht wissen, wer sie begleitet – medizinisch, pflegerisch, sozial, emotional. „Das alles wollen wir leisten, wenn es auch nicht immer leicht ist. Doch wir glauben, dass auch die letzte Lebensphase sehr schön sein kann“, wenn es alle wollen und sich entsprechend einbringen. Und das wollen wir auf jeden Fall“, so S. Kaiser, C. Luplow und B. Nickels.
„Unser Team hat Zuwachs bekommen“ – so heißt es auf der Homepage von „Kaiserpflege“. Melanie Parakeings hat am 01.10. 2015 im Unternehmen als Auszubildende begonnen. „Sie durchläuft eine dreijährige Ausbildung bei uns – und: Melanie kann so den Beruf von der ‚Pike auf‘ lernen, sagt Simone Kaiser.
Melanie Parakeings bringt bereits einige Erfahrungen in der Kommunikation und im Umgang mit Menschen aus anderen Branchen mit – als Verkäuferin oder aus der Tätigkeit in einer Immobilienverwaltung. Das auslösende Motiv, in der Pflege zu beginnen, lieferte ein persönlicher Schicksalsschlag. Sie begann sich von da an näher für den Beruf als Pflegefachkraft zu interessieren. „Melanie freut sich auf die Ausbildung und die ersten praktischen Schritte. Und wir freuen uns auf sie“, so die einhellige Meinung der anderen Teammitglieder.
Bärbel Nickels ergänzt: „Die Nachfrage nach unserer Leistung steigt ständig. Ganz sicher ein Zeichen von Qualität und unseres täglichen Engagements. Wir wollen auch deshalb weiter wachsen und suchen Mitarbeiter, einfach Menschen, die zu uns passen, und die für unsere Patienten da sind – mit Herz und Verstand. Wir freuen uns über jedes Interesse sehr und sprechen sehr ausführlich mit künftigen Teammitgliedern, was sie bei uns erwartet, wie sie sich entwickeln können – menschlich, fachlich und natürlich finanziell.“

Miteinander und Füreinander
„Miteinander. Füreinander: Deutschland stärkt die Pflege“, so lautete das Motto am 24.09.2015 eine Veranstaltung des Bundesministerium für Gesundheit in Berlin. Der durchgehende rote Faden: Gute Pflege ist nicht von der Stange zu bekommen, sondern muss maßgeschneidert werden.
Und genau das ist es, was die Philosophie von Simone Kaiser, Carmen Luplow und Bärbel Nickels ausmacht. Sie arbeiten mit daran, dass es gelingt, Angebote der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie der hospizlichen Begleitung zu vernetzen. „Wir informieren unsere Patienten und ihre Angehörigen sehr gezielt über Angebote in der Palliativ- und Hospizversorgung, stellen einen detaillierten Versorgungsplan auf und brechen ihn auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen runter“, ergänzt Carmen Luplow.


Dabei stellen die drei klar: Das Ende des Lebens ist genauso wichtig, wie eben auch der Anfang. „Wir gehen mit Grenzen um, kommen mit Menschen zusammen, die eben genau in diesen Grenzen, zum Beispiel im Hospiz leben.“ Das sagt Bärbel Nickels im Gespräch. „Ich lotse dich hinter die Welt“, so brachte es ein Diskussionsteilnehmer auf dem Podium auf den Punkt. Ja, alle drei sind irgendwie Lotsen in einem sehr sensiblen Gewässer. Dabei ist ihnen wichtig, dass die Menschenwürde lebendig bleibt. „Das ist aber ohne soziale Beziehungen nicht möglich“, erklärt Simone Kaiser. Und deshalb ist die Kommunikation so ein wichtiges Element in der täglichen Arbeit der Palliativversorgung. „Natürlich sind wir pflegerisch zunächst darauf aus, dass es unseren Patienten gut geht, sie nicht leiden, und sie ein Stück der nötigen Lebensqualität solange als möglich genießen können“, so Carmen Luplow.
Und sie ergänzt: „Es geht gar nicht immer zu ernst zu. Wir lachen gemeinsam, erinnern uns an schöne Erlebnisse aus der Welt der Patienten.“ Die Situation positiv nutzen – wenn sie stimmig ist, darum geht es den drei Inhaberinnen von Kaiserpflege in ihrer täglichen Arbeit.
„Wir wollen den Patienten weder auf seinen Körper, seine Krankheit reduzieren, auch nicht nur auf ihren Geist – wir sehen hier schon einen Zusammenhang, nehmen die seelischen Prozesse als kontinuierlichen Prozess“, beschließt Simone Kaiser das Gespräch.

10.11.2015 11:31

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