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Kompetente Betreuung von Lungenbluthochdruckpatienten

Herzzentrum Leipzig eröffnet Ambulanz zur Behandlung von pulmonaler Hypertonie

Leipzig, 19. Dezember 2011 Unter der Leitung von Oberarzt Dr. Enno Boudriot (Klinik für Kardiologie) wurde in diesen Tagen im Herzzentrum Leipzig eine Ambulanz für pulmonale Hypertonie etabliert und damit in die Dienste der Patienten gestellt. Diese baulich und strukturell neu integrierte Ambulanz bietet optimale Voraussetzungen zur Behandlung von Patienten mit Lungenbluthochdruck sowie daraus resultierender Folgeerkrankungen.

Pulmonale Hypertonie bezeichnet Krankheiten, die durch einen zunehmenden Anstieg des Gefäßwiderstandes und einen Anstieg des Blutdrucks im Lungenkreislauf gekennzeichnet sind. Häufig geht damit Rechts-Herzinsuffizienz (Herzschwäche) einher. Die Patienten leiden unter stark eingeschränkter körperlicher Leistungsfähigkeit, Kreislaufstörungen und Müdigkeit. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist ohne Therapie äußerst eingeschränkt und umfasst ab Diagnosestellung statistisch betrachtet drei Jahre.

Eine dauerhaft erfolgreiche Behandlung setzt voraus, dass die zugrunde liegende Erkran-kung rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Geschieht dies zu spät oder ist es medizinisch nicht möglich, stehen lediglich eine palliative Behandlung mit Medikamenten oder als letzte Therapieoption eine Lungen- bzw. Herz-Lungen-Transplantation zur Verfügung.

„Die nunmehr eröffnete Ambulanz für pulmonale Hypertonie im Herzzentrum Leipzig richtet sich gezielt an betroffene schwerstkranke Patienten“, betont Dr. Boudriot, Leiter und konzeptioneller Gründer der Ambulanz. „In direkter Abstimmung mit den niedergelassenen Kollegen sehen wir unsere Aufgabe darin, diese Patienten optimal und sicher zu betreuen.“ Das Herzzentrum Leipzig konnte dafür als Kooperationspartner im niedergelassenen Bereich Dr. Ilka Schwarze, Fachärztin für Innere Medizin / Rheumatologie, sowie Dr. Jörg Winkler, Facharzt für Innere Medizin / Pneumologie / Allergologie und Sprecher der AG Pulmonale Hypertonie MDGP und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Baumgart-Stiftung zur Erforschung der pulmonalen Hypertonie, gewinnen. Grundlage der vollumfänglichen Versorgung ist neben der engen Verzahnung zwischen dem ambulanten – niedergelassenen – und stationären Bereich vor allem die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Kliniken für Herzchirurgie, Kardiologie (inkl. Rhythmologie), Kinderkardiologie und der pneumologischen Abteilung des Park-Krankenhauses Leipzig. Unter Einbeziehung des aktuellen Befindens, der körperlichen Leistungsfähigkeit, der Vorerkrankungen aber auch der vorliegenden Medikation und vor allem der persönlichen Fragen wird jeder Patient mit seinem spezifischen Krankheitsbild individuell behandelt und der zukünftige Therapieweg bestmöglich abgestimmt. „Das sowohl örtlich als auch fachlich gegebene und im Alltag gelebte medizinische Netzwerk ermöglicht den Patienten im Bedarfsfall weiterführende Therapiemöglichkeiten, wie die Lungen- oder Herz-Lungen-Transplantationen“, so Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Mohr, Ärztlicher Direktor und Direktor der Klinik für Herzchirurgie im Herzzentrum Leipzig.

Die neue Ambulanz bietet somit den Patienten, die unter einer pulmonalen Hypertonie leiden, frühzeitig beste Voraussetzungen für eine individuelle Diagnostik und Therapie. „Bereits im Anfangsstadium der Erkrankung erlaubt eine situationsabgestimmte und gleichzeitig zukunftsorientierte Verlaufskontrolle des Krankheitsbildes eine positive Beeinflussung der Lebensqualität und schlussendlich der Lebenserwartung für die Betroffenen“, so Prof. Dr. Gerhard Schuler, Direktor der Klinik für Kardiologie im Herzzentrum Leipzig.

Informationen rund um die neue Ambulanz für pulmonale Hypertonie bietet das Sekretariat der Klinik für Kardiologie unter der Telefonnummer 0341 865-1427/1428.

19.12.2011 10:06

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