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Kunstrasen als Spielfeldumrandung im Fußballstadion

Kunstrasenspielfelder in Fußballstadien können eine echte Alternative zu Naturrasenplätzen darstellen – so spielen unter anderem die Schweizer Erstligisten BSC Young Boys im Stade de Suisse in Bern und der FC Thun in der Stockhorn Arena in Thun auf Kunstrasen.
Doch nicht in allen Ligen ist der Spielbetrieb auf Kunstrasen im Hauptstadion erlaubt, wie beispielsweise in der 1., 2. und 3. Bundesliga in Deutschland. Hier besteht jedoch die wirtschaftliche Möglichkeit, in den Randbereichen entlang der Außenlinie und hinter der Torlinie Kunstrasen zu installieren – als pflegeleichte und dauerhafte Alternative zu Naturrasen. Dabei lassen sich auffällige Vereinswappen und Sponsoren-Logos zusätzlich in die Flächen integrieren.

Eine Kunstrasen-Spielfeldumrandung im Fußballstadion schließt mit den Seiten- und Torauslinien nahtlos an den Naturrasen und deckt in der Regel die gesamten Sicherheitszonen sowie Hintertor- und Trainerbereiche vollständig ab. Das bringt neben einer einheitlichen Gestaltung des Stadioninnenraums weitere Vorzüge mit sich: Zum einen erhalten die Spieler auch außerhalb des eigentlichen Platzes optimale Spielbedingungen – Einwürfe und Eckbälle sowie Tacklings und Zweikämpfe im Bereich der Seitenlinien sind auf hochwertigem Kunstrasen ohne Verletzungsgefahr möglich. Zum anderen bleiben die stark beanspruchten Coaching-Zonen, Aufwärmflächen der Auswechselspieler und Laufwege des Linienrichters auch bei widrigen Wetterbedingungen spieltechnisch und optisch in einem einwandfreien Zustand. Darüber hinaus lässt sich ein Kunstrasen problemlos mit Pflegefahrzeugen befahren, ohne ihn zu beschädigen. Hoch strapaziert sind insbesondere die Wendebereiche des Rasenmähers, da ein Naturrasen oft gemäht werden muss.

Moderne Profi-Stadien mit Kunstrasenumrandung

Für Spielfeldumrandungen eignen sich Kunstrasensysteme mit texturierten Fasern gut, da sie besonders widerstandsfähig und pflegeleicht sind. Trotzdem fühlen sich die gekräuselten Halme weich auf der Haut an. Solch ein Sportboden kam im September 2014 in der Luzerner Swissporarena zur Anwendung, in der der Erstligaklub FC Luzern seine Heimspiele austrägt.

Zeitgleich erhielt das St. Jakob-Park Stadion in Basel – Heimat des ebenfalls erstklassigen Fußballvereins FC Basel – eine solche Spielfeldumrandung. Aufgrund baulicher Besonderheiten setzte man in Basel auf zwei unterschiedliche Beläge: Der 4 m breite Service-Ring um den Naturrasenplatz besteht aus einem mit Sand, EPDM-Granulat etc. verfüllten Kunstrasen, wie bei Fußballplätzen üblich. Die Coaching-Zone hingegen wurde mit einem Hockeyrasen ohne Einstreugranulat ausgestattet. Aufgrund einer Polhöhe von nur 11 mm konnte so die Bodenstufe zur Trainerbank perfekt an die restlichen Flächen mit Kunstrasen angepasst werden. Damit war die gestalterische Aufwertung des Stadions allerdings nicht abgeschlossen: Zweimal wurde das Vereinswappen in die Spielfeldumrandung integriert.

Dass es nicht immer gekräuselte Kunstrasensysteme für die strapazierten Randbereiche sein müssen, zeigt die Installation eines Sportbodens mit glatten Fasern in der Benteler Arena in Paderborn. Dort spielt der SC Paderborn 07 seit Juli 2014 jenseits der Seiten- und Torlinien auf einem solch hochwertigen Kunstrasen, der Naturrasen in Optik und Spieleigenschaft besonders nahe kommt.

Integrierte Logos und Wappen

Im Zuge neuinstallierter Spielfeldumrandungen oder Trainingsplätze werden immer öfter Vereinswappen oder Sponsoren-Logos in die Kunstrasenflächen integriert. Bei offiziellen Spielstätten müssen sie nach FIFA- und Verbandrichtlinien mindestens 1 m von der Spielfeldbegrenzung und vom Tornetz entfernt sein. Für Trainingsanlagen und Hallenturniere gilt das nicht, hier steht die gesamte Spielfläche zur Verfügung. Die werbewirksame Aufwertung des Rasens hat sich v. a. in Nordamerika bei American Football- und Ruby-Veranstaltungen durchgesetzt, erfreut sich jedoch auch in Europa bei Fußball-, Hockey- und Rugbyanlagen zunehmender Beliebtheit. Prominente Beispiele befinden sich z. B. auf den Trainingsgelände der Traditionsvereine FC Schalke 04 und TSG 1899 Hoffenheim oder im Stadion „Parc des Princes“ des renommierten Pariser Fußballklubs Paris Saint- Germain. Bei letzterem wurden im September 2015 zwei überdimensionale Vereinswappen in die Sektorenflächen eingefügt.

http://www.polytan.com/de_de/news/a....g-im-fussballstadion.html

27.03.2017 15:33

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