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LEWO Unternehmensgruppe über das Risiko der zurückgehenden Baugenehmigungen von Wohnungen

Leipzig, 27.11.2017. „Das Ende der Verhandlungen der möglichen Jamaika-Koalition sorgt für Verunsicherung bei Investoren und wirft die Immobilienwirtschaft erkennbar zurück.
Dies gerade zu einem Zeitpunkt, an dem viele gehofft hatten, dass entsprechend vernünftige Signale zur Förderung der Wohnungswirtschaft in Deutschland kommen“, meint Stephan Praus, der Geschäftsführer der LEWO Unternehmensgruppe aus Leipzig. Die im Zuge der „Jamaika-Gespräche“ angeschobenen Punkte zur Förderung des Wohnungsbaus waren nämlich recht positiv verlaufen. Demgemäß sind die Interessenvertretungen derzeit ratlos.

Schlechte Zahlen des Statistischen Bundesamtes
„Dass es einen Wohnungsmangel in allen wesentlichen deutschen Metropolen gibt, der zu deutlich steigenden Preisen und Mieten führt und dabei Teile der Gesellschaft über Gebühr belastet, ist hinlänglich bekannt. Dass die Nachfrage zudem da ist, zumal der deutsche Immobilienmarkt für deutsche wie internationale Investoren als sicherer Hafen eingeschätzt wird, auch“, meint LEWO-Geschäftsführer Stephan Praus. Trotzdem geht der Neubau von Wohnungen derzeit zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. So wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 laut Statistischem Bundesamt 256.821 Wohnungen genehmigt, was einen Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (276.297 Genehmigungen) bedeutet. „Das ist keine gute Entwicklung“, so der Geschäftsführer der LEWO Unternehmensgruppe.

Zentraler Immobilienausschuss warnt
„Wir dürfen nicht zulassen, dass dem Wohnungsbau jetzt die Puste ausgeht. Die Immobilienmärkte der Groß- und Universitätsstädte sind nach wie vor angespannt, dieses Problem müssen wir schnell und kreativ meistern“, sagt Dr. Andreas Mattner, der Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss. Der ZIA rät daher, mehr Investitionsanreize zu schaffen und bürokratische Hürden abzubauen. „Wir benötigen schnellere Grundstücksvergaben, Baugenehmigungsverfahren und neue Anreize für den Wohnungs- und Nichtwohnungsbau. Die Erhöhung der linearen AfA von derzeit zwei auf mindestens drei Prozent ist überfällig”, fordert Mattner. Gleichzeitig kritisiert er die Mietpreisbremse und die hohen Grunderwerbsteuersätze, die viele Investoren abhalten würden. „Gleichzeitig sollten die Bauvorschriften reduziert werden, um kosteneffizienter agieren zu können“, interpretiert der Geschäftsführer der LEWO Unternehmensgruppe die Ausführungen des Verbandes.

Nutzungsarten im Blick behalten
Die derzeit steigenden Preise im Büromarkt hat der ZIA ebenfalls im Blick. Daher fordert er, neben der Wohnraumverknappung auch die anderen Nutzungsarten im Blick zu behalten. Die Schaffung von Wohnraum dürfe nicht auf Kosten von neuen Büro-, Handels- oder Logistikflächen gehen. „Ergänzen könnte man diese Einschätzung um den Bereich der Sozialimmobilien. Dabei besteht schon heute ein Engpass bei Sozial- und Pflegeeinrichtungen, ein Umstand, der sich in den kommenden Jahren aufgrund des steigenden Lebensalters weiter verschärfen wird“, so der Geschäftsführer der Leipziger LEWO Unternehmensgruppe.

27.11.2017 15:15

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