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MAURO ...geh und lebe Historienabenteuer, erschienen 24.02.2017 / BOOKS on DEMAND (BoD)

424 Seiten / Taschenbuch ISBN:978-3-743192072
E-Book (alle Formate) ISBN: 9783743126435

Zum Inhalt:
Das Buch beschreibt das erwachsen werden, des vierzehn Lenze zählenden Mauro, zu Beginn der Renaissance. Der Junge hat in Florenz ein Stück Brot gestohlen und wird von Mönchen in die Kindermiliz des fanatischen Girolamo Savonarola, Prior von San Marco gepresst . Mauro lernt zu lügen, zu betrügen und zu stehlen. Die gleichaltrige Lucia, erweckt seinen Beschützerinstinkt. Beide werden Zeugen von schweren Verbrechen und müssen fliehen; wobei das Mädchen von einer Räuberhorde entführt und missbraucht wird.
Die zahlreichen und teils lebensgefährlichen Abenteuer, stärken nicht nur ihren Charakter und Zusammenhalt; sie bringen die Beiden auch für das Leben zusamme

LESEPROBE: 'MAURO ...geh und lebe'
Um kein Aufsehen zu erregen, waren sie eilig zu Fuß nach San Marco gegangen und standen nun außer Atem im Innenhof des Klosters. Guido schien nur auf Mauros erscheinen gewartet zu haben, denn kaum hatte er ihn erblickt, schrie er schon los.

Buchcover, eigenes Foto

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„Da ist ja der Mörder der armen Witwe Nunziata! Lasst ihn in Ketten legen! Mörder, Mör...“ Eine schallende Backpfeife von Vater Lionardo, unterbrach die heraus gebrüllte Anklage.
„Du Tunichtgut... weißt du denn nicht, dass nur der Dieb selbst, am lautesten schreit haltet den Dieb? Giudice, waltet Eures Amtes... und nehmt den Kerl fest! Cesare und den Sizilianer Carlo haben wir ja bereits in Gewahrsam.“
Guido riss entsetzt die Augen auf und wurde kreidebleich.
„Carlo war es! Er hat die Garotte benutzt und die alte Vettel mit Cesares Hilfe in den Arno geworfen. Ich bin unschuldig! Ich habe nichts getan, denn ich war in einer Schenke an der Ponte Vecchio und habe Würfel gespielt!“
Der Richter di Vitali, hatte zwischenzeitlich die Hosentaschen von Guido geleert und machte sich nun daran, mit der Ledertasche das Gleiche zu tun. Zum Vorschein kamen drei gezinkte Würfel, ein paar Goldflorin, zwei goldene Ringe mit Edelsteinen besetzt, eine eben solche Kette, eine gut gefüllte Geldkatze und... eine Garotte.
„Nun mein Junge..., du kannst wählen zwischen einer Hinrichtung wegen falschem Spiel und Diebstahl oder wegen Mordes an der Witwe...“ der Richter zeigte auf den Inhalt der Tasche.
„Die Würfel habe ich gefunden, den Schmuck und die Münzen habe ich beim Einsammeln mit den 'Engeln' behalten und noch nicht den Mönchen ausgehändigt...“ heulte Guido los.
„Wir müssen ihn vorerst laufen lassen Bruder Lionardo, wir haben keine eindeutige Handhabe gegen ihn, leider...“ flüsterte der Cavaliere in das Ohr des Mönches und zu den jungen Mann: „du kannst gehen Guido. Aber halt..., der Inhalt des Beutels bleibt hier und wage es nicht, das Haus der Witwe zu betreten!“
„Vater Lionardo, ich war es nicht. Wirklich... ich schwöre es beim Leben meiner Mutter und meiner Schwester Giuliana...“ weinend blickte Mauro den väterlichen Freund an. “Bitte hilf mir Vater und auch Ihr Giudice, bitte.“
„Wir wissen alle, dass du es nicht warst mein Sohn...“ beruhigend strich der Richter über den Kopf Mauros, “ich bringe dich jetzt in eine Mönchszelle, dort bist du erst einmal sicher. Frate Matteo wird darauf achten, dass dir kein Leid geschieht. Denn es ist so: Guido ist der Liebling von Savonarola und du wirst verstehen, dass deshalb alle Beweise gegen ihn, hieb und stichfest sein müssen. Es darf auch niemand wissen,dass du dich im Kloster aufhältst.Verhalte dich bitte leise, es ist nur zu deinem eigenen Schutz.“

Die Folterknechte zeigten den festgenommenen Carlo und Cesare ihre Werkzeuge und an einem Delinquenten, es war der Fleischer Giaccomo Picco, deren Anwendung. Die beiden Jungen standen schweißgebadet, bleich und wie festgenagelt da und starrten mit der Faszination des Grauens auf das Geschehen. Jeder Schrei des Gemarterten erzeugte bei ihnen eine Gänsehaut, die ihnen unangenehm kribbelnd, über den Körper lief.
„Nun die Herren... habt ihr mir nichts zu sagen?“ Fragend blickte der Richter, der sie am Kragen festhielt, in die verschlagenen Gesichter der beiden jungen Männer.
„Cesare und Guido waren es...“ schrie der Sizilianer Carlo laut und pisste sich dabei ein.
Aus Angst laut mit den Zähnen klappernd stotterte Cesare:
„Ma...mag ja s...s...sein, a...aber duuu ha...hast die Lei... eiche mit Gu...ido in de...en Arno ge...geworfen!“
Nach einem Nicken des Giudice zogen die Henkersknechte den Fleischer, mit auf dem Rücken gebundenen Händen an diesen in die Höhe, worauf sich dessen Arme mit einem laut vernehmlichen knacken und einem jaulenden Aufschrei des Mannes, aus den Schultergelenken lösten. Ein unangenehmer Gestank breitete sich aus und auf Cesares Hose erschien ein großer brauner Fleck, während Carlo sich würgend übergab.
„Ist das jetzt die Wahrheit oder wollt ihr erst euer Wissen über die Kunst des Folterns vertiefen? Und nun sagt ihr mir, wo genau ihr die arme Frau in den Arno hineingeworfen habt, aber sofort...“ ungeduldig und mit den Gedanken bei Adriana und Mauro, tippte der Cavaliere mit der Fußspitze auf den besudelten Boden.
“Es ist die Wahrheit...“ heulten Beide gleichzeitig los „wir haben die Alte vom Ponte San Nicolo geworfen. Guido hat die Beute, die er bei der Vettel gemacht hat, nicht mal mit uns geteilt. Er hat gesagt..., dafür bekämen wir bei ihm,im Haus der Alten ein vernünftiges zuhause und müssten uns nicht mehr unter den Treppen von den Mönchen missbrauchen lassen. Bitte, bitte nicht foltern, wir sprechen die Wahrheit!“
„Habt Ihr das Schreiber?“
„Ja Giudice,soll ich es noch einmal vorlesen?“
„Keine Zeit... wir müssen noch vor Sonnenaufgang diesen Guido finden und die Anklage vor Savonarola verlesen. Büttel, sperrt die Beiden bis zur Abstrafung ein, aber getrennt!“

In einer verkommenen Schenke nahe des Doms saß ein Mönch, mit tief in das Gesicht gezogener Kapuze vor seinem Weinhumpen und schien zu schlafen, aber das tat er nicht. Frate Lionardo beobachtete unter dem Rand der Kapuze hervor und mit zusammen gekniffenen Augen, das verbotene Würfelspiel am Nachbartisch.
Ihn interessierte nicht das Spiel an sich, sondern die Spieler und davon einer ganz besonders... Guido. Immer wenn dieser mit dem Würfeln an der Reihe war, verschwanden nahezu unauffällig die Würfel in einer kleinen Tasche, im inneren seines linken Ärmels und ebenso unauffällig, fanden andere aus dem rechten Ärmel in die Hand des jugendlichen Kriminellen. So gewann er Spiel für Spiel und Münzen unterschiedlichen Wertes, türmten sich vor Guido. So ging das seit einiger Zeit.
Lionardo hatte schon vor einer ganzen Weile einen noch unbedarften Novizen, mit einer Nachricht zu Giudice di Vitali gesandt und er erwartete nun dessen Erscheinen. Ein gedankliches Stoßgebet verließ den Raum, als die Situation zu eskalieren drohte.
“Herr im Himmel und heilige Mutter Gottes, bitte lass die Büttel und den Richter rechtzeitig erscheinen.“
„He! Guido... du bist ja ein Betrüger! Ich komme schon noch dahinter, wie du das machst;denn soviel Glück kannst du nicht haben.“
„Wenn du nicht verlieren kannst Sebastiano, dann spiele nicht und nenn mich bloß nicht mehr Betrüger... ihr könnt mich ja durchsuchen,“ erwiderte der junge Mann dem Muskelprotz, doch sein Blick glitt unruhig suchend durch den Raum und blieb mit Erleichterung an der Gestalt eines schmächtigen Männleins hängen.
„Hallo Enzo komm doch mal her! Sag, habe ich jemals falsch gespielt? Sag die Wahrheit!“ Flehend und dabei heimlich das Zeichen des Bezahlens machend, blickte Guido den Schwindsüchtigen an. Dieser lächelte frech und behauptete:


„Wer sagt denn so etwas..., du doch nicht, niemals! Kann ich einige Runden mitspielen?“
„Aber ja doch Enzo, komm setz dich neben mich, vielleicht bringe ich dir Glück.“
Übermütig lachend,spielte die Runde weiter,nur jetzt gewann der Neuling,ein Mitglied Guidos früherer Bande.
Vater Lionardo bemerkte die Beruhigung auf dem Gesicht des Jungen und er atmete erleichtert auf,doch wo bei allen Heiligen, blieb nur der Richter?

Es war kurz vor Sonnenaufgang an jenem denk – und merkwürdigen Karnevalsdienstag im Jahre des Herrn 1497, als Lionardo begann hinter seiner vorgehaltenen Hand zu schmunzeln. Er hatte mit seinem, trotz des Alters guten Gehör leises klappern von Pferdehufen, das klirren von Waffen und das dumpf holpernde Geräusch einer fahrenden Charette vernommen.
Die Türe der Schenke öffnete sich und ein weiterer, ungewöhnlich beleibter Dominikaner betrat die Bühne des Geschehens. Es war Richter di Vitali und er nickte Lionardo beruhigend zu. Das war das ausgemachte Zeichen...! Der echte Mönch erhob sich, streifte seine Kapuze vom fast kahlen Haupt, streckte seinen Zeigefinger gegen den Tisch der Spieler und schrie dabei laut:
„Und es sind doch Falschspieler...“ Enzo und Guido rafften eilig die Münzen vom Tisch zusammen und bei der überhasteten Bewegung, fielen die präparierten Würfel aus dem Ärmeln. „...und ein Mörder ist auch darunter!“
Der Richter hatte unterdessen die Kutte abgestreift und nun sah man, dass sich darunter auch ein Büttel befunden hatte. Laut rief di Vitali.
„Soldaten...aufgepasst!“
In die Spieler kam urplötzlich Bewegung und sie versuchten durch die Fenster zu flüchten. Allein, es blieb beim Versuch denn die versierten Häscher erwarteten sie bereits. Guido und Enzo zogen Messer. Sie wollten ihre kriminelle sündige Haut, so teuer wie nur möglich verkaufen. Mit gekürzten Piken schlugen die Soldaten ihnen die Stichwaffen aus den Händen und banden sie mit nassen Lederriemen.
„Was solls, mein Leben ist ohnehin bald zu Ende..., wenigstens bekomme ich noch ein gutes Henkersmahl,“ rief der schwindsüchtige Enzo.
„Vergiss es mein Junge, nicht von den Dominikanern,“ lachte Vater Lionardo etwas boshaft.
„Ich bin total unschuldig und habe überhaupt nichts getan,“ jaulte Guido und trat dabei um sich.
„Das glaubt dir niemand mehr, deine Kumpane Carlo und Cesare haben ausgepackt und wir glauben ihnen; sie werden die Gnade des Erhängens erhalten. Dich Mörder, Betrüger und Lügner aber, erwartet das reinigende Feuer...“ Richter di Vitali sagte das, voller Abscheu und Ekel, “denn wenn man bedenkt wie viele Seelen deinetwegen erschlagen, gerichtet und verbrannt worden sind, hast du dir das Feuer redlich verdient.

Zur Autorin:
Anne C. Schreyer (Anneliese Schreyer) wurde 1955 in Coburg geboren und wuchs auch dort auf. In zweiter Ehe verwitwet, ist sie Rentnerin und lebt nun, mit ihrem sizilianischen Lebensgefährten, in Grub am Forst, nahe Coburg.
2015 erschien ihr erstes Buch ( im Persimplex-Verlag) mit dem Titel: 'Und manchmal kommen wir doch wieder', welches zum Teil im protestantischen Coburg, des 17. Jahrhundert spielt.


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03.04.2017 15:14

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