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Medikamente für Phantomschmerzen sind kaum erforscht (Aktueller Cochrane-Review)

Jährlich werden in Deutschland 60.000 - 80.000 amputiert. Viele leiden danach unter Phantom- und Stumpfschmerzen sowie unter damit verbundenen Schlafstörungen und Depressionen.
Oft bleibt nur eine Schmerztherapie mit Medikamenten. Doch eine aktuelle Studienübersicht zeigt, dass deren Wirksamkeit und Nebenwirkungen bisher kaum erforscht sind.

Jährlich werden in Deutschland geschätzt 60.000 - 80.000 Amputationen durchgeführt. Ursachen hierfür sind vor allem immer häufiger vorkommende (Alters-)Diabetes und Durchblutungsstörungen in Armen und Beinen (1). Diese sind oft Folge von Übergewicht, Rauchen und mangelnder Bewegung. Bei bis zu 75% der amputierten Patienten treten nach der Amputation Phantomschmerzen auf, häufig sind aber auch Stumpfschmerzen sowie Phantom- und Stumpfempfindungen. Oft kämpfen Patienten zudem mit schmerzassoziierten Schlafstörungen und Depressionen.

Für die Therapie von Phantom- und Stumpfschmerzen gibt es verschiedene Ansätze. Am weitesten verbreitet ist dabei der Einsatz verschiedener, häufig sehr teurer Schmerzmedikamente und Antidepressiva. Eine aktuelle Übersicht der renommierten Cochrane-Gesellschaft zeigt jedoch, dass die Wirksamkeit bei Phantomschmerzen für keines der derzeit verwendeten Medikamente hinreichend belegt ist (2). Die Autoren beklagen zudem, dass unerwünschte Nebenwirkungen durch eine Pharmakotherapie zu selten langfristig dokumentiert werden. Dies macht eine Risiko-Nutzen-Abwägung häufig unmöglich. Problematisch ist weiterhin, dass berufstätige Patienten durch eine starke Schmerzmedikation häufig fahruntauglich und dadurch berufsunfähig werden. Dies führt oft zu sozialer Ausgrenzung und einem enormen Verlust an Lebensqualität.

2012 wurde am Bonner Universitätsklinikum ein neues nicht-medikamentöses, nicht-invasives und kostengünstiges Verfahren gegen Amputationsschmerzen entwickelt und klinisch erprobt – die sogenannte Small Fiber Matrix Stimulation (SFMS). Als äußerst vielversprechend wurde das Projekt anschließend bis 2014 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und in das Bonner Unternehmen Bomedus überführt. Die SFMS wird neben der ebenfalls effektiven Spiegeltherapie seit langem erfolgreich in zahlreichen Kliniken gegen Phantom- und Stumpfschmerzen eingesetzt. Die verglichen mit Medikamenten sehr geringen Kosten werden dabei von den Berufsgenossenschaften übernommen. Diese legen großen Wert darauf, dass Patienten schnell wieder arbeitsfähig werden bzw. bleiben und so ihre Lebensqualität erhalten. Erste innovative Krankenkassen, denen eine nachhaltige und nicht-medikamentöse Behandlung ihrer Patienten wichtig ist, übernehmen die Kosten ebenfalls.

Quellen:
(1) Der Schmerz, Mai 2009, Kern: “Prävalenz und Risikofaktoren von Phantomschmerzen und Phantomwahrnehmungen in Deutschland”
(2) Cochrane Database Systematic Reviews, Oktober 2016, Alviar, Hale & Dungca: „Pharmacologic interventions for treating phantom limb pain“

06.02.2017 10:55

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