Deutschlands großes Presseportal - Homepage
» kostenlos Pressemitteilung veröffentlichen
» Kunden Login zu "meine Redaktion"
»Suche / Lokale Suche
> Startseite > Politik

Mit dem Mittelstand erodiert auch die soziale Stabilität

Millionen Menschen aus Asien und Afrika fliehen vor Krieg und Armut und stürmen Europa: das gelobte Land.
Die wenigsten von ihnen sind asylberechtigt. Ob die, die auf Dauer bleiben können und wollen, Europa zugutekommen, ist zu hoffen, aber keineswegs sicher. Denn Europa hat derzeit selbst große Probleme, für die keine Lösung in Sicht ist.

Auch das einstige Wirtschaftswunderland Deutschland sieht gegenwärtig keiner guten Zukunft entgegen, jedenfalls aus der Sicht der großen Mehrheit der Bevölkerung. Das immer noch schwerkranke Bankensystem und bis zur faktischen Insolvenz überschuldete Staaten werden mit der giftigen Medizin ungehemmten Gelddruckens nur mühevoll am siechen Leben gehalten. Mit Billionen faktisch kostenloser Euros erzeugen Notenbanker und hilflose Politiker weltweit Spekulationsblasen und treiben die Realwirtschaft in den Orkus.

Die Brandstifter scheinen die Regie beim Löschen des wirtschaftlichen Weltbrandes übernommen zu haben. Denn sie verhindern weder fortgesetzte Staatsverschuldung, noch sichern sie gerade die größten Banken und Derivateerzeuger vor dem Zusammenbruch. Dagegen steuern sie mit voller Kraft auf Massenarmut und soziale Unruhen hin. Was daraus bereits geworden ist und in Zukunft noch werden kann, darüber informiert die Geschichte diejenigen, die sie kennen.

Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft, ISBN 978-3-943788-18-1, eBook [PDF] oder ISBN 978-3-943788-32-7, eBook [ePub]). Preis jeweils 9

[Großes Bild anzeigen]

Die andern wursteln sich durch die Nebelschwaden ihrer Unkenntnis und Sorglosigkeit. Die nicht zuende durchdachte Agendapolitik des Sozialdemokraten Schröder hat die sich bis dahin nur langsam entwickelnde soziale Schieflage der deutschen Gesellschaft erheblich beschleunigt und verstärkt. Immer weniger Bundesbürgerinnen und -bürger können heute noch sorgenfrei von ihrem Gehalt leben. Prekäre, befristete und Teilzeitbeschäftigungen – eben Jobs, keine guten Dauerarbeitsverhältnisse – nehmen zu. Eltern, die sich damit über Wasser halten müssen, können nicht mehr in die Bildung ihrer Kinder investieren. Immer weniger können sich im Alter oder im Falle der Erwerbsunfähigkeit über eine Rente freuen, die ihnen ein sorgenfreies Leben ermöglicht. Künftig können viele Millionen Deutsche nach einem ganzen langen Arbeitsleben nur noch mit einer Rente auf Hartz-IV-Niveau rechnen.

Abgesehen davon, daß durch die anhaltende Prekarisierung eines Teils der Mittelschicht auch der Binnenkonsum sinken muß, geht auch die Identifikation der Betroffenen mit dem Staat verloren. Die stark eingebrochene Beteiligung an den Wahlen zum Bundestag spricht Bände. Eine Gesellschaft, die sozial auseinander bricht, ist anfällig für Rattenfänger. Gerade wir Deutsche haben dafür eigenes geschichtliches Anschauungsmaterial – soweit wir etwas von unserer Geschichte wissen.

Eine Untersuchung des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen kommt zu dem Ergebnis, daß der Anteil von Haushalten mit mittlerem Einkommen zwischen 1993 und 2013 von 56 auf 48 Prozent gesunken ist. Das mittlere Einkommen aus Erwerbsarbeit und Vermögen wurde dabei für eine vierköpfige Familie zwischen 2000 und 7000 Euro brutto im Monat definiert. Die Auswirkungen von Steuern und Sozialtransfers wurden nicht berücksichtigt.

Die Politiker scheint die seit Jahren bedenkliche Erosion des Mittelstandes aber nicht zu interessieren. Jedenfalls tun sie nichts dagegen. Im Gegenteil: Daß gerade die Bezieher niedriger Einkommen einen relativ hohen Anteil ihres Einkommens für Mehrwertsteuer und Verbrauchssteuern ausgeben müssen, hat sie nicht zu der lange überfälligen steuerlichen Entlastung der unteren Einkommen bewogen. Für die selbst üppig versorgten Politiker scheint die Welt allein schon deshalb in Ordnung zu sein, weil die durch allerlei Sonderregelungen kräftig von tatsächlichen 7,9 Prozent Arbeitslosen auf „nur noch“ 6,2 Prozent Arbeitslose geschönte Statistik einen Rückgang der Arbeitslosigkeit suggeriert. In Wirklichkeit wird kräftig von Vollzeit- und Dauerarbeitsverhältnissen auf Teilzeit-, befristete und Billiglohn-Jobs sowie Scheinselbständigkeit umverteilt. Wie die „Arbeitsplätze“ aussehen, die neu „geschaffen“ wurden, und welche sozialen Konsequenzen diese Prekarisierung eines wachsenden Bevölkerungsanteils mit sich bringt, interessiert die dafür Verantwortlichen offensichtlich nicht.

Zu allem Überfluß wird jetzt noch ein weiterer Solidarzuschlag zur Finanzierung der Zuwanderung ins Gespräch gebracht. Wenn der auf die Mehrwert- oder Mineralölsteuer erhoben wird, ohne daß die zusätzliche Belastung der unteren Einkommensschichten kompensiert wird, zahlen diejenigen, die ohnehin schon relativ am stärksten von Niedriglohn und/oder Steuerlast betroffen sind, noch einmal zusätzlich drauf. Rettet man so den sozialen Frieden? Gewinnt man so Freunde für die Zuwanderer?

Die polit-ökonomische Herrscherklasse, die schon bei der Bewältigung der Banken- und Staatsschuldenkrise so kläglich versagt, ist offenbar auch sachlich und moralisch überfordert, die notwendigsten Voraussetzungen für soziale Gerechtigkeit und sozialen Frieden zu schaffen.

Wenn es für immer mehr Menschen, darunter auch immer mehr gut- und sogar hochqualifizierte schwierig wird, von ihrer Arbeit zu leben, weil ihnen nur noch Teilzeit-, Minijobs, befristete Arbeitsverhältnisse und Scheinselbständigkeit bleiben, erodiert das soziale Fundament unserer Gesellschaft. Wenn einerseits in der sozialen Unterschicht nur noch rund ein Drittel und in der Mittelschicht nur noch etwas mehr als die Hälfte der Menschen allein vom Ertrag ihrer Arbeit leben kann und sich andererseits die reichsten 10 Prozent mehr als 70 Prozent des Volksvermögens aneignen konnten, dann ist etwas gewaltig faul im Staate und sollte schleunigst korrigiert werden.

Systematische Beobachtungen der langfristigen Entwicklung der sozialen Strukturen in Deutschland lassen erwarten, daß sich der soziale Zerfall unserer Gesellschaft beschleunigt fortsetzen und bei einem sturen Weiter-So! der polit-ökonomische Herrscherklasse gefährlich zuspitzen wird.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes beweisen, daß von Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs immer weniger Menschen profitieren. 15 Prozent der Deutschen gelten heute schon als arm oder stark armutsgefährdet. Nicht allein, aber vor allem für Geringqualifizierte ist das Armutsrisiko im Vergleich zu 2005 um sieben Prozent auf 30,8 Prozent gestiegen. Jetzt ist die Mitte der Gesellschaft dran, deren Abstieg sich bei Fortsetzung der gegenwärtigen Arbeits-, Sozial- und Steuerpolitik beschleunigt fortsetzen wird.

Die Agendapolitik hat die Rentenansprüche vieler Bürgerinnen und Bürger gekürzt. Jetzt ist für diesen schnell wachsenden Personenkreis klar, daß das Geld im Alter zum Leben nicht reichen wird. Zu allem Überfluß enteignet die EZB mit realen Negativzinsen auch noch die Sparer und Besitzer von Kapitallebensversicherungen, sodaß auch die als Ausgleich gedachte private Altersversorgung wegbricht. Wenn es nach dem Willen der Bankster ginge, sollten die Bürgerinnen und Bürger ihre Altersversorgung im Spielcasino der Weltbörsen zu gewinnen versuchen – wo zu allem Überfluß nicht selten mit gezinkten Karten gespielt wird. Derivate eignen sich besonders gut, um arglosen Mitspielern bei riskanten Wetten das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Die wenigsten haben Lust auf diese Art, ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften, noch dazu im Alter. Die meisten derer aber, die sich zum Zocken verleiten lassen, werden dabei zu Verlierern. Der von den Politikern wissentlich verursachte soziale Abstieg von Millionen fleißigen Menschen wird nicht nur das soziale Klima allmählich vergiften, sondern auch die Soziallasten des Staates weiter kräftig steigern. Dabei wird die Völkerwanderung nach Deutschland ohnehin zu einer massenhaften Vermehrung der Empfänger von Hartz-IV und anderen Sozialleistungen führen. Deutschland wird dadurch auf viele Jahre hinaus mit vielen Milliarden zusätzlicher Kosten belastet, die nicht von der ärmer werdenden Mehrheit der Bevölkerung aufgebracht werden können. Man wird also letztlich um deutliche Steuererhöhungen für Bezieher hoher Einkommen und Empfänger großer Erbschaften nicht herumkommen.

Wenn die polit-ökonomische Herrscherklasse aber nicht bald die sprichwörtliche Kurve kriegt – und das scheint so unwahrscheinlich wie der freiwillige Verzicht eines Abhängigen auf seine Droge – dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bevor sich Weimarer Verhältnisse in Deutschland ausbreiten und das Europäische Projekt endgültig im Orkus der Geschichte versinkt.

Deutschland braucht jetzt nichts dringender als einen politischen Befreiungsschlag, um aus der Tunnelfahrt ins Verderben auszubrechen. Die Chancen dafür sind unter den gegebenen Herrschaftsverhältnissen allerdings minimal. Dennoch soll hier auf eine kleine Studie aufmerksam gemacht werden, die vor wenigen Jahren erschienen ist. Die mit Zahlen unterlegte Abhandlung trägt den Titel „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“. Ihr Anliegen ist die soziale und binnenwirtschaftliche Stabilisierung unserer Gesellschaft, die gerade in den vor uns liegenden turbulenten Jahren und vielleicht Jahrzehnten unverzichtbar ist, wenn die Ausbreitung von Gewalt und Krieg vermieden werden sollen.

Die Studie ist im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) erschienen und dort wie in jeder gut sortierten (Internet-)Buchhandlung erhältlich. ISBN 978-3-943788-18-1, eBook [PDF] oder ISBN 978-3-943788-32-7, eBook [ePub]). Preis jeweils 9,95 Euro.

READ Pressestelle

Bilddateien:


Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft, ISBN 978-3-943788-18-1, eBook [PDF] oder ISBN 978-3-943788-32-7, eBook [ePub]). Preis jeweils 9,95 E
[Großes Bild anzeigen]

05.11.2015 08:24

Klick zum Thema:

Das könnte auch Sie interessieren:

Green Value SCE zur Kaufmannstugend und zur Nachhaltigkeit v...
Suhl, 25.07.17. Kaum ein Land auf der Erde kann mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Handelsgesetzbuch auf eine derart lange rechtliche Historie verweisen wie die Bundesrepublik Deutschland. „Die kaufmännischen Tugenden sind elementarer...

Capital for Markets GmbH wird Capital Market Coach der Wiene...
München, den 17. Juli 2017 Die Münchner Investment Boutique Capital for Markets GmbH freut sich bekanntgeben zu dürfen, den Status „Capital Market Coach“ von der Wiener Börse erhalten zu haben. Damit wird die Capital for Markets GmbH der 43....

Prekarisierung:

Auf dem Humus der Euphorie wächst die Angst
Die Fed möchte wohl möglichst bald aus ihrer aberwitzigen Null- beziehungsweise Negativzins- und Anleiheaufkaufpolitik aussteigen. Aber sie weiß offensichtlich nicht, wie sie vom Ritt auf diesem „Tiger“ wieder die Füße auf den Boden bekommen soll....

Auch wer keine Chance hat, kann lernen, indem er sie nutzt
Sollte es in ferner Zukunft noch intelligente Bewohner auf unserem Planeten geben und mögliche Überreste unserer Zivilisation studieren, werden sie sich vielleicht fragen, warum wir unsere großartigen Fähigkeiten und unser Wissen nicht genutzt hat,...

Die Menschen werden es zunehmend Leid, betrogen zu werden
Die „Immer gültige Moral: Wer Geld hat, wird gesund, wer Macht hat, schwört richtig, wer Gewalt hat, schafft das Recht.“ (Gottfried Benn) In Europa und in den USA sinkt die Stimmung der Bevölkerung. Das müssen wir zur Kenntnis nehmen. Auch...

Steuergerechtigkeit:

Im Idealfall könnte gerade dieses „unbequeme“ Wahlergebnis D...
Wenn die „Jamaikaner“ nicht zusammen kämen und eine regierungsfähige Mehrheit nicht zustande kommt, könnte die SPD in einer neuen großen Koalition ohne Frau Merkel zur Bedingung machen, unverzüglich und mit höchster Priorität die sozialen und...

Hoffen wir, daß Klug- und Weisheit siegen
Einen Niedrigsteuerwettbewerb könnten sich weder die USA noch Europa leisten. Eine europäische Transferunion würde die Einigung Europas nicht beschleunigen oder stärken, sondern wahrscheinlich für lange Zeit blockieren. Die soziale Spaltung...

Warum ein Grundeinkommen unumgänglich ist
Trotz Agendapolitik der spd-geführten Regierung Schröder mit schlimmen und anhaltenden Folgen für viele Millionen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger geht es der Mehrheit der Deutschen immer noch besser als in den meisten anderen Ländern der Welt....

Vom unglaubwürdigen Kampf gegen die Armut
Sowohl in Deutschland wie auch in den Vereinigten Staaten – um einmal nur diese beiden Wirtschaftsgiganten zu betrachten – hat die Armut in den vergangenen 20 Jahren zugenommen. Zugleich sind die Reichen noch viel reicher geworden. Die soziale...

Grundeinkommen:

Nicht die alten Mängel verwalten, sondern Zukunft sichern un...
Mit ihrer arg zusammengeschrumpften Mehrheit ist Angela Merkel wieder Kanzlerin geworden. Die Regierungsbildung, die noch nicht einmal in den Anfängen steckt, ist allerdings schwierig geworden. Die SPD tut gut daran, sich nicht noch einmal in einer...

Λ nach oben

Stichwort-Suche:

Pressemitteilung von:


READ - Rüdenauer Edition Autor Digital

RÜDENAUER EDITION AUTOR DIGITAL
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Salomon-Heine-Weg 36b
20251 Hamburg

Unter dem Label RÜDENAUER EDITION AUTOR DIGITAL publiziert RÜDENAUER CONSULTING+SEMINARE Fachliteratur zu den Themen Kommunikation und Führung sowie zeitlose und zeitkritische Aphorismen von Prof. Querulix. RÜDENAUER CONSULTING+SEMINARE...

mehr »

 

 


Hinweis: Um Ihnen ein optimales Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden.   Nachricht schließen   mehr info