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Nach dem Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach, wir Armen

Dieses Zitat aus Goethes Faust, das oft in leicht veränderter und verkürzter Formulierung genutzt wird, hat gegenwärtig wieder besondere Aktualität.
Die drei großen Notenbanken der Welt, EZB, FED und BoJ „drucken“ tausendtonnenweise Geld, um Banken, Bankster, reiche Leute und andere Spekulanten damit zu versorgen. Als Kollateralschaden wird neben der Enteignung der Sparer und der Vernichtung der Altersversorgung von Millionen Menschen auch eine gigantische Fehlallokation des Geldes in Kauf genommen. Alles das hat verheerende Wirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung und deren künftige wirtschaftlich-technologische Basis.

Die Verantwortlichen wissen das und machen trotzdem weiter bis zum unvermeidlichen weltweiten finanzwirtschaftlichen und realwirtschaftlichen Zusammenbruch, der unabsehbare soziale und politische Folgen haben wird. Einige Politiker, darunter auch Herr Schäuble, träumen bei dieser Gelegenheit von der Abschaffung des Bargeldes, weil die Inhaber der Regierungsgewalt dann alles unter Kontrolle hätten. Auf totale Kontrolle können wir aber sehr gut verzichten. Was wir brauchen, ist ein Besteuerungssystem, das sowohl gerecht wie auch konsequent angewandt wird. Tatsache ist aber, daß die meisten Regierungen darauf verzichten, den Bankstern, großen Steuerhinterziehen und Finanztricksern das Handwerk zu legen. Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt.

Prof. Querulix, "Tacheles" Bd. 7 „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3), eBook, 264 S., 9,95 Euro

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Gold ist und bleibt in dieser Situation die ultimative Form des Geldes und das einzige Geld, das die verantwortlichen Machthaber nicht nach Belieben drucken können. Und deshalb ist kann es auch nicht überraschen, daß die großen Raffkes mit wohlwollender Begleitung der mit ihnen verbandelten „Eliten“ es sich auch aneignen wollen. Anders sind die geradezu wildwütigen Angriffe auf den Goldkurs kaum zu erklären, der aber allein die Zocker und arglose Kleinanleger beeindrucken kann.

Die Dummen bitte alle in Anleihen und Aktien! Am besten noch auf Kredit. Geld ist ja billig und für Privilegierte kostet es gar nichts. Aber welche Gefahren von den so erzeugten Spekulationsblasen ausgehen, zeigt der starke Rückgang der Anleihenkurse in den USA und der damit verbundene kräftige Anstieg der Renditen. Diese autonomen – also nicht im Geringsten von der FED mit dem „Drucken“ neuen Geldes „erzeugten“ Zinssteigerungen der letzten Wochen – haben hunderte Milliarden Kapital vernichtet. Dabei ist bisher nur ein wenig Luft aus der Anleihenblase entwichen, unter gesunden Marktverhältnissen und verantwortungsvollen Marktteilnehmern gar kein großes Problem. Unter den gegebenen Bedingungen aber ein Menetekel. Der bei einem Weiter So! unvermeidliche Kurszusammenbruch wird ganz anders aussehen und katastrophale Folgen haben.

Den aufgeblasenen Aktienmärkten steht das gleiche Schicksal bevor.

Der Super GAU wird mit dem Ponzi-Spiel der Notenbanken nur hinausgeschoben. Das hat auch der Namensgeber dieser Betrugsmasche, Charles Ponzi erfahren. Es gibt nur ein Weiter So! Aber dieses gleicht einem Ritt auf einem hungrigen Tiger. Man darf nicht herunterfallen. Leider hat noch niemals in der Geschichte der Menschheit jemand sich bis zu seinem natürlichen Tode festzuhalten können.

Mögen Dummheit, Egomanie, Macht- und Raffgier, Menschenverachtung, Verzweiflung oder sonst etwas, vielleicht auch alles miteinander vermengt hinter dem verantwortungslosen Treiben derer stehen, die glauben Überschuldung mit noch mehr Überschuldung „bekämpfen“ zu können. Mit ihrem Ponzi-Spiel werden sie am Ende gigantische Vermögenswerte vernichten. Leider werden sich aber nicht nur die Vermögen der Raffkes und Spekulanten in Luft auflösen, die ja eigentlich nur im Spiel verlieren und deshalb gar nicht bemitleidenswert sind. Auch die Vermögen der sogenannten kleinen Leute werden vernichtet, die nur gespart haben, um ihre kümmerliche Rente aufzubessern, und vielleicht den Riester- und Bahr-Verkäufern vertraut haben. Letztlich wird das Ponzi-Spiel der Notenbanken am Ende nichts Geringeres als die soziale und politische Stabilität der Völker und Staaten zerstören.

Dies zu erkennen, erfordert keine hellseherische Begabung. Wir befinden uns bereits mitten in diesem Prozeß des Niedergangs, und er wird sich – auch wenn die Ponzi-Spieler und ihre nützlichen Idioten zum Teufel gejagt werden – noch lange hinziehen und sehr schmerzlich sein.

Was bleibt, sind die wahren Werte, die entweder der Aufmerksamkeit von Spekulanten entgangen sind oder – aus welchen Gründen auch immer – links liegen gelassen oder sogar von interessierter Seite aktiv bekämpft wurden. Und da kommt das Gold wieder ins Spiel. Daß Gold zum großen Thema wird, daß sich die Mächtigen offensichtlich fürchten, in der Hand des Volkes könne es ihre Herrschaft mittels beliebig vermehrbaren Geldes bedrohen, ist ein Fanal. Da ist es verständlich, daß sie unter Ausnutzung des Transmissionsriemens der großen und kleinen Zocker – aufgeschreckt durch die Goldkursentwicklung nach dem Brexit – die Gelegenheit der Verunsicherung durch die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten und dem (eigentlich zu erwartenden) Ausgang des Referendums in Italien genutzt haben, um auf den Goldkurs einzudreschen. Wer weiß, wo sonst der Kurs heute stände?

Für Otto Normalverbraucher sind diese Vorgänge eine Warnung und sollten ihn mahnen, sich auf schwierige Zeiten einzustellen. Interessante Fragen, Schicksalsfragen für die Menschheit warten auf Antworten. Schafft Trump es zum Beispiel mit seinem Kabinett politischer Laien, die amerikanische Wirtschaft wieder auf Vordermann zu bringen und die Tiefe Kluft zwischen Arm und Reich zuzuschütten? Schafft er es, den innerlich hohlen Dollar zu retten? Vielleicht mit einer Goldbindung, die Währungsmanipulationen wie wir sie gerade erleben, verhindern könnten? Scheitert er, könnten die USA zum größten Problemland der Welt werden.

Daß die Europäer den Euro retten, ist eher unwahrscheinlich. Sogar die Europäische Gemeinschaft steht auf der Kippe. Das starke Deutschland ist viel zu schwach, um die meisten anderen Länder auf Dauer alimentieren zu können, und die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürge sieht auch gar nicht ein, weshalb sie das tun sollte. Das absehbare Scheitern des Ponzi-Spiels der EZB wird die von der Politik jahrelang mehr schlecht als recht verwalteten Probleme erheblich verschärfen.

Was im Namen des Neoliberalismus in den vergangenen 30 Jahren mit der Entfesselung von Profitgier angerichtet wurde, läßt sich wie der Geist aus der Flasche nicht mehr beherrschen. Turbokapitalismus und Banksterismus haben sich als Krebsgeschwüre erwiesen, die den Leib menschlicher Gesellschaften zerfressen. Sie müssen mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden, wenn der soziale Organismus „Menschenwelt“ in Würde überleben soll.

2017 dürfte ein Schicksalsjahr für Deutschland werden, vielleicht sogar für die ganze Welt. Die Deutschen und die Europäer müssen sich entscheiden, ob sie ihre Kultur gegen den Islamismus verteidigen wollen oder nicht. Sie müssen sich entscheiden, ob sie – im günstigsten Fall – in einem latenten Bürgerkrieg leben oder Freizügigkeit und Freiheit in Frieden bewahren wollen. Wenn Freiheit in Frieden gewollt ist, dann gilt es für die Deutschen (ebenso wie für alle anderen Europäer) die eigene Kultur kompromißlos zu verteidigen und von jedem, der in Deutschland leben (und versorgt werden) möchte ein uneingeschränktes Bekenntnis zur deutschen Kultur und zu deutschen Werten zu verlangen.

Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren das Treiben des Menschentiers und seiner Alphas. In 6 Bänden eBooks sind unter dem Obertitel „Tacheles“ zahlreiche Resultate seiner Beobachtungen gesammelt erschienen. Der 7. Band der Reihe ist soeben erschienen. Er trägt den Titel „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3, 264 S.) und ist ab sofort im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro erhältlich.

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Prof. Querulix, "Tacheles" Bd. 7 „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3), eBook, 264 S., 9,95 Euro
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04.01.2017 08:14

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