Deutschlands großes Presseportal - Homepage
» kostenlos Pressemitteilung veröffentlichen
» Kunden Login zu "meine Redaktion"
»Suche / Lokale Suche
> Startseite > Umwelt & Energie

Nachhaltig – was bedeutet das eigentlich?

(pur). Es wird nachhaltig abgenommen, nachhaltig gelernt, nachhaltig investiert … Der Begriff hat sich in den vergangenen Jahren fast unbemerkt in unseren täglichen Sprachgebrauch eingeschlichen.
Kaum ein Verbraucher kann jedoch erklären, was tatsächlich dahintersteckt. Ist es wirklich nachhaltig, wenn eine Supermarktkette jedes Jahr Spenden für die Tafeln sammelt oder Kunst in einem Museum nachhaltig wirken soll? Nachhaltigkeit liegt im Trend. Dabei wird die Bedeutung des Wortes zum Teil so sehr gedehnt, dass sie mit der ursprünglichen Idee kaum noch etwas zu tun hat. Es klingt einfach gut und sieht auch gut aus, wenn etwas nachhaltig ist. Eine sehr anschauliche Definition des heutigen Nachhaltigkeits-Verständnisses liefert der »Rat für Nachhaltigkeit« in Deutschland: »Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.« Eine Definition, die gar nicht so richtig zu dem im Alltag so häufig verwendeten „nachhaltig“ passen möchte.

An der Universität Rostock arbeiten Studierende im berufsbegleitenden Masterstudiengang Bildung und Nachhaltigkeit intensiv daran, der verzerrten Rezeption des Begriffes in Zukunft entgegenzuwirken. „Auf dem Lehrplan stehen bei uns die ethischen, ökologischen, sozialen und ökonomischen Aspekte der Nachhaltigen Entwicklung. Wir versuchen den in der öffentlichen Wahrnehmung beinahe schon inflationär benutzten Begriff zurück in seinen Kontext zu setzen und fordern Studierende auf, das Leitbild der ,Nachhaltigen Entwicklung‘ auch in der eigenen Lebensumwelt zu reflektieren“, erklärt Dr. Kerstin Kosche, Leiterin der Wissenschaftlichen Weiterbildung der Universität Rostock.

Der Begriff Nachhaltigkeit kommt aus der Forstwirtschaft: Es sollten der Axt keine jungen Bäume zum Opfer fallen. Wer Bäume fällt, muss auch wieder Bäume pflanzen, damit zukünftig genug Holz vorhanden ist. Es geht bei Nachhaltigkeit heute um viel mehr als Bäume und Umweltschutz. Seit den 1960er Jahren werden ökonomische und soziale Aspekte immer enger mit der Natur in Zusammenhang gebracht. So wurden in einem Bericht der Brundtland-Kommission 1987 eine erste vage Definition des Begriffes erarbeitet und außerdem drei große Problembereiche identifiziert: die Zerstörung der Lebensgrundlagen, Ungleichheit und Armut sowie die Bedrohung von Frieden und Sicherheit. Dem müsse man mit der Bewahrung der Umwelt, der Herstellung sozialer Gerechtigkeit in inter- und intragenerationeller Perspektive sowie der Gewährleistung von politischer Partizipation begegnen. Nachhaltigkeit geht also weit über den Umweltschutz hinaus. 1992 wurde mit der Agenda 21 in Rio de Janeiro der nächste große Schritt getan. Bei diesem Umweltgipfel einigten sich 179 Staaten auf das Recht zur »Nachhaltigen Entwicklung«. Die Regierungen der einzelnen Staaten sollten auf nationaler Ebene die nachhaltige Entwicklung planen und Strategien, nationale Umweltpläne und nationale Aktionspläne verabschieden. Es werden längst nicht alle vereinbarten Ziele erreicht, trotzdem ist das Thema Nachhaltigkeit präsenter denn je.

Die Studierenden der Universität Rostock bringen in ihrem berufsbegleitenden Studium Praxis und Theorie zusammen. Sie beschäftigen sich mit Problemstellungen der Nachhaltigkeit, die sie aus ihrem eigenen beruflichen Alltag kennen. Durch die Vielzahl der beruflichen Hintergründe wird sehr interdisziplinär gearbeitet – es entstehen Lösungen und Konzepte für ganz unterschiedliche Fragestellungen: Wie sieht es mit der Bildung für Nachhaltige Entwicklung der Generation 60plus aus? Wie können Kinder und Erwachsene zu nachhaltigem Kleiderkonsum bewegt werden oder wie müssen Erzieherinnen und Erzieher weitergebildet werden, damit diese nachhaltige Ernährung in die Elementarbildung der Kinder einbinden. Doch nicht nur im Bereich Bildung entstehen neue Konzepte: Studierende haben unter anderem analysiert, welche praktizierte Verantwortung Reiseleiter im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung im Tourismus haben. „Unsere Studierenden entwickeln in der Zusammenarbeit mit den Dozenten und Kommilitonen ihr eigenes Nachhaltigkeitsverständnis, welches sie in der Arbeit und im Alltag weiterentwickeln und -vermitteln“, so Kosche.

Die Universität Rostock bietet Interessierten am 23. April die Chance in Rostock die Möglichkeit, Studierende und Dozenten bei einem kostenfreien Schnupperstudientag des Masterstudiengangs »Bildung und Nachhaltigkeit« kennenzulernen. Weitere Informationen sind im Internet unter http://www.weiterbilung.uni-rostock.de abrufbar.

Direktkontakt:

Universität Rostock
Masterstudiengang Bildung und Nachhaltigkeit
Martina Reichel
Universitätsplatz 1
18051 Rostock
Tel.: 0381-49812-56
Fax: 0381-49812-59
Mail:
Web: http://www.weiterbildung.uni-rostock.de
Büro: Ulmenstraße 69, Haus 3, Raum 315, 18057 Rostock

22.02.2016 17:17

Klick zum Thema:

Das könnte auch Sie interessieren:

Nachhaltig:

Deutschland bleibt Großbaustelle in Sachen Nachhaltigkeit - ...
(pur). „Deutschland ist noch meilenweit von einer nachhaltigen Entwicklung entfernt“, bilanzieren elf Spitzenverbände, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen in ihrem neuen Bericht „Großbaustelle Nachhaltigkeit – Deutschland und die...

‚Fierce Creatures’ made in 1060 Wien - Die neuen Stangenprod...
• Drei Produktneuheiten in Standardgrößen: Limited-Edition, kurze Hose und Rock • Die limitierte Editionshose ‚Lucky 77’ wurde anlässlich des 7. Geburtstags der Gebrüder entwickelt und produziert • Rock und Shorts gibt’s auf Wunsch auch als...

European Lithium erbohrt sensationell hohe Lithiumgehalte in...
Die australische European Lithium (WKN A2AR9A / ASX EUR) hat einen großen Vorteil gegenüber vielen anderen Lithium-Juniors, die sich derzeit am Markt tummeln: Die Exploration des Wolfsberg-Projekts in Österreich ist bereits weit fortgeschritten, da...

Schonung:

Laser bringt Licht ins Dunkel - Sanfte Behandlungstechnik ve...
Weyhe bei Bremen im August 2014. Strahlendes Lächeln steckt an und sagt oft mehr als tausend Worte. Doch benötigt ein solches Lächeln auch entsprechend viel Pflege, um seine Wirkung dauerhaft zu entfalten. Zahnarztbesuche zählen sicherlich nicht...

Familien-Schigebiet Feuerkogel wird schneesicher
…Traunsee Touristik, MND und Schneider Electric pushen mit Beschneiungsanlage kinderfreundliches Naherholungsgebiet… Das oberösterreichische Schigebiet Feuerkogel hatte trotz einer Seehöhe von 1.600 m bis zum Vorjahr kaum Winterbetrieb. Durch den...

Λ nach oben

Stichwort-Suche:

Pressemitteilung von:


Universität Rostock

Universität Rostock
Masterstudiengang Bildung und Nachhaltigkeit
Martina Reichel
Universitätsplatz 1
18051 Rostock
Tel.: 0381-49812-56
Fax: 0381-49812-59
Mail:
Web: www.weiterbildung.uni-rostock.de
Büro: Ulmenstraße 69, Haus 3, Raum 315, 18057 Rostock

mehr »

zur Pressemappe von
Universität Rostock

weitere Meldungen von
Universität Rostock

mehr »

 

 


Hinweis: Um Ihnen ein optimales Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden.   Nachricht schließen   mehr info