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PM Schaufenster Elektromobilität Bochum

Schaufenster zu einer nachhaltigen Zukunft: „Bochum ist die Stadt der Elektromobilität“

Vorstellung der Bochumer Projekte zur Schaufenster-Bewerbung des Landes NRW:
• ÖPNV, Carsharing und Elektromobilität zum „Nahverkehr 2.0“ verknüpfen
• Qualifizierung für Schlüsseltechnologie im Kompetenzzentrum bündeln

BOCHUM/BERLIN. Im Wettbewerb um die „Schaufensterregionen“ wird zurzeit in
Berlin entschieden, in welchen Ländern die Bundesregierung Elektromobilität als
Schlüsseltechnologie für die Mobilität von morgen fördern wird. Gleich zwei
innovative Projekte bringt das Bochumer Netzwerk ruhrmobil-E in die Bewerbung
des Landes NRW ein: „Bochum ist die Stadt der Elektromobilität“, erklärt Oberbürgermeisterin

v.l.: Gisbert Schlotzhauer, Vorstand Bogestra AG, Ernesto Ruge, Sprecher Netzwerk Ruhrmobil-E, Karl-Uwe Bütof, Ministerialdirigent Wirtschaftsministerium NRW und Dr. Ottilie Scholz, Oberbürgermeisterin Bochum.

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Dr. Ottilie Scholz, die im neuen Opel Ampera zur Projektvorstellung
angereist war. „Mit dem Konzept Nahverkehr 2.0 und dem Kompetenzzentrum
Qualifizierung werden wir dieses Profil noch weiter schärfen“. Hinter den beiden
Projektbewerbungen steht eine breite Kooperation starker Partner – von der
Ruhr-Universität und der Hochschule Bochum über die IHK und Kreishandwerkerschaft
bis hin zur BOGESTRA AG, den Stadtwerken Bochum, TÜV und DGB.

Die Bundesregierung will Deutschland zum „Leitmarkt und Leitanbieter“ für Elektromobilität
ausbauen und stellt dafür in den kommenden drei Jahren Fördermittel in Höhe von 180
Millionen Euro bereit. Bis April 2012 will der Bund drei bis fünf Regionen als „Schaufenster“
auswählen und deren Projekte finanziell unterstützen. „Die Schaufenster Elektromobilität
dienen dazu, Fachleute, Technologie und Know-how im Bereich der Elektromobilität
regional zu verknüpfen, in ihrer Arbeit zu unterstützen und Elektromobilität öffentlichkeitswirksam
darstellbar zu machen“, erklärte Karl-Uwe Bütof, Ministerialdirigent im
Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen, bei der Projektvorstellung in Bochum.

Bochum in zentraler Position auf der „Route der Elektromobilität NRW“
Die nordrhein-westfälische Bewerbung sieht eine „Route der Elektromobilität“ quer durchs
Land vor – und dabei nehmen die beiden Bochumer Projekte eine zentrale Position ein:
Das „Integrierte Mobilitätskonzept Nahverkehr 2.0“ verknüpft öffentlichen Nahverkehr mit
Elektromobilität und Car Sharing – und setzt dabei nutzerfreundlich „alles auf eine Karte“:
Mit einem erweiterten ÖPNV-Ticket sollen auch Elektroautos und Fahrräder an Stationen
im Bochumer Stadtgebiet ausgeliehen werden können. Das „Kompetenzzentrum
Qualifizierung“ soll Aus- und Weiterbildungsaktivitäten in der Elektromobilität bündeln
und Pilotfunktion für Nordrhein-Westfalen haben. Beide Projekte wurden im Rahmen des
Netzwerkes „ruhrmobil-E“ entwickelt, in dem sich 300 Unternehmen und Institutionen um
die Förderung von Elektromobilität in der Region bemühen.

Motor für die wirtschaftliche Entwicklung der Region
Einig sind sich die Projektpartner in der Bewertung, dass die neue Technologie eine große
Chance für Wirtschaft und Verkehr im Ruhrgebiet darstellt: „Elektromobilität ist gerade in
der Metropolregion Ruhrgebiet ein Baustein zu einer umweltfreundlichen, zukunftsfähigen
Mobilität und kann ein wichtiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region
werden“, sagte Helmut Diegel, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer
Mittleres Ruhrgebiet zu Bochum. „Wenn das integrierte Mobilitätskonzept Nahverkehr 2.0
gefördert und umgesetzt wird, kann in Bochum und Umgebung eines der modernsten
Nahverkehrssysteme Europas aufgebaut werden“, ergänzte Ernesto Ruge, Sprecher des
Netzwerkes ruhrmobil-E.

Qualifizierung als Schlüssel zur nachhaltigen Zukunft
Eine Schlüsselrolle nimmt bei der Entwicklung von Elektromobilität die Qualifizierung auf
allen Ebenen der beruflichen Bildung ein. „Der flächendeckende Einsatz von Elektrofahrzeugen
stellt ganz neue Herausforderungen an Wartung und Instandhaltung – und


bietet das Potential für neue Berufsbilder, Studiengänge und Weiterbildungsangebote“,
erklärte Prof. Dr.-Ing. Wolf Ritschel, Leiter des Labors für Automobilinformatik an der
Hochschule Bochum. Hohen Qualifizierungsbedarf erkennt auch Gisbert Schlotzhauer,
Vorstand der BOGESTRA AG, die mit 18 Hydridbussen eine der größten Flotten in
Deutschland betreibt: „Die innovativen Fahrzeuge erfordern einen hohen Sicherheits- und
Wissensstandard in den Werkstätten. Darauf müssen wir uns schon heute vorbereiten.“
Die BOGESTRA AG erprobt als eines der ersten Nahverkehrsunternehmen bereits seit 5
Jahren Hybridfahrzeuge im Linienbetrieb auf Alltagstauglichkeit.

Elektromobilität im Alltag: Einsatzgebiete zeigen
Einsatzmöglichkeiten im Alltag führten die Projektpartner bei der Präsentation in der
Jahrhunderthalle auch ganz praktisch vor: In einer Modellwerkstatt demonstrierten
Auszubildende in der Maschinenhalle, welche Herausforderung die Hochvolttechnologie
darstellt. Mit einem Hybridbus, Elektroautos und -fahrrädern war in und rund um die
Jahrhunderthalle zu erleben, wie Elektromobilität schon heute genutzt werden kann.
Die Adam Opel AG hatte für die Gäste einen Shuttle-Service mit dem Opel Ampera vom
Hauptbahnhof zur Jahrhunderthalle eingerichtet.

Green Globe: Jahrhunderthalle für nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zertifiziert
Passend zum Thema Nachhaltigkeit war übrigens auch der Veranstaltungsort gewählt:
Die Jahrhunderthalle Bochum ist mit dem „Green Globe“ zertifiziert, einem weltweit
anerkannten Gütesiegel, mit dem Betriebe für ihren sparsamen Umgang mit Ressourcen
ausgezeichnet werden. So nutzt die Jahrhunderthalle zur Beheizung die Abwärme des
Kühlwassers aus dem nahe gelegenen Schmiedewerk „Bochumer Verein“.

Bilddateien:


v.l.: Gisbert Schlotzhauer, Vorstand Bogestra AG, Ernesto Ruge, Sprecher Netzwerk Ruhrmobil-E, Karl-Uwe Bütof, Ministerialdirigent Wirtschaftsministerium NRW und Dr. Ottilie Scholz, Oberbürgermeisterin Bochum.
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19.01.2012 16:31

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