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Razzia bei Porsche wegen Verdachts auf Dieselbetrug

Bremen, 18. April 2018 Wegen möglichen Betrugs bei der Abgasreinigung von Dieselautos von Porsche durchsuchen Staatsanwälte und Einsatzkräfte der Landeskriminalämter Baden-Württemberg und Bayern am Mittwoch, 18. April 2018, mehrere Objekte des Stuttgarter Autobauers.

Die Ermittlungen richten sich gegen Mitarbeiter der Porsche AG wegen Verdachts auf Betrug und der strafbaren Werbung. Das teilt die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit. Die Behörden sprechen momentan von drei Beschuldigten, einer von ihnen sei Vorstandsmitglied.

Das Unternehmen erklärte, die Ermittler hätten Unterlagen gesichtet und gesichert. Porsche und Audi würden in vollem Umfang mit den Behörden kooperieren. Die VW-Tochter Audi liefert große Sechszylinder-Dieselmotoren auch an Porsche, unter anderem für die Modelle Cayenne und Panamera. In diesem Zusammenhang sind am Mittwoch ebenfalls Standorte von Audi durchsucht worden. Die Aktionen hätten allerdings nichts mit den Ermittlungen gegen Audi zu tun, betonte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München. Soweit die Meldungen aus der Tagespresse.
Porsche stand bereits im Zusammenhang mit dem Abgasskandal bei Volkswagen im Fokus der Behörden. Im Herbst 2016 hatte Porsche einen freiwilligen Rückruf des Modells Macan begonnen. Es gab Zweifel an der Abgasreinigung. Im Juli 2017 verpasste das Bundesverkehrsministerium dem Porsche-Geländewagen Cayenne mit 3,0-Liter-TDI-Antrieb ein Zulassungsverbot. Seit Ende September 2017 sitzt der ehemalige Porsche-Entwicklungschef Wolfgang Hatz wegen des Abgasskandals in Untersuchungshaft. So fasst unter anderem das Handelsblatt die bisherigen Verwicklungen von Porsche in den Diesel-Skandal zusammen. Der Startschuss zum Diesel-Skandal ist 2015 gefallen. Damals hatte Volkswagen eingeräumt, dass Millionen von Fahrzeugen mit Software ausgestattet worden waren, die die volle Abgasreinigung nur im Testbetrieb ermöglichte.

„Wenn Sie ein Auto gekauft haben, das mit einer illegalen Abschaltvorrichtung ausgestattet ist oder das aufgrund des Dieselskandals massiv an Wert verloren hat, gibt es verschiedene rechtliche Ansätze wie Sie den Schaden den Sie erlitten haben, kompensieren können“, erklärt Lars Murken-Flato, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht bei HAHN Rechtsanwälte. Kunden können sich wehren, indem sie die Hersteller eines manipulierten Fahrzeugs nach § 826 BGB wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung auf Schadenersatz in Anspruch nehmen. Der Clou dabei: Der Schadenersatzanspruch ist regelmäßig viel höher als der Wert des gebrauchten Fahrzeugs. Im Vergleich zum Verkauf macht das mehrere tausend Euro Mehrwert. „Auch die Sachmängelgewährleistung oder der Widerruf einer Fahrzeugfinanzierung können zu diesem Erfolg verhelfen“, sagt Lars Murken-Flato.

Ein Vorteil für alle Betroffenen, die eine eintrittspflichtige (Verkehrs-)Rechtsschutzversicherung haben: Sie können ihre Ansprüche ohne Kostenrisiko verfolgen. HAHN Rechtsanwälte rät deshalb allen betroffenen Dieselfahrern sich anwaltlich beraten zu lassen.

23.04.2018 12:06

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