Deutschlands großes Presseportal - Homepage
» kostenlos Pressemitteilung veröffentlichen
» Kunden Login zu "meine Redaktion"
»Suche / Lokale Suche
> Startseite > Finanzen & Versicherungen

Regio-Finance 2016: Deutliche Unterschiede prägen das regionale Finanzverhalten

Kein Anleger gleicht dem anderen. Für den einen Anleger gelten überdurchschnittlich hohe Renditeerwartungen bei gleichzeitiger Akzeptanz höherer Risiken, für den anderen Anleger geringere Renditeerwartungen bei gleichzeitig moderaten Schwankungen und Planbarkeit durch laufende Erträge.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern sich zudem permanent. Dass es aber auch regional gesehen enorme Unterschiede gibt, ist nicht so allgemein bekannt.
Insofern ist es gerade heute in Zeiten der Niedrigzinsen sowie Finanzdiskussionen gut zu wissen, wie die Finanzkunden aktuell denken und handeln. Wie reagieren die Kunden? Suchen sie nach Alternativen, ändern sie ihr Verhalten? Die neue Studie Regio-Finance von bbw Marketing Dr. Vossen und Partner gibt unterstützt durch umfangreiche Verbraucher- und Kundenbefragungen hierauf eine Antwort, und zwar in erster Linie auch unter regionalen Aspekten. So werden die Themen u.a. wie Verfügbares Einkommen und Konsumausgaben, Sparen und Kreditaufnahme, Geldanlagen und Beratung sowie Meinungsprofil und Entscheidungsverhalten auch regional sehr ausführlich dargestellt. Insgesamt umfasst diese Finanzstudie über 320 Seiten mit 217 aktuellen Tabellen.
Bei einer regionalen Betrachtung werden hinsichtlich der Finanzkriterien teilweise große Unterschiede deutlich. Da lohnt es sich, etwas genauer hinzusehen.
Bei den Bruttomonatsverdiensten je Arbeitnehmer in Vollzeit im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich sind die höchsten Durchschnittswerte mit 3.949 Euro in Hamburg und mit 3.889 Euro in Hessen zu verzeichnen. Dahinter folgen Baden-Württemberg mit 3.774 Euro an durchschnittlichem Bruttomonatsverdienst und Nordrhein-Westfalen mit einem Vergleichswert von 3.691 Euro im Monat. Das geringste durchschnittliche Bruttomonatseinkommen je Vollzeitbeschäftigtem ist in Mecklenburg-Vorpommern mit 2.679 Euro zu verzeichnen, auch in Thüringen fällt es mit 2.734 Euro je Monat deutlich unterdurchschnittlich aus. Unterschiede sind ebenso hinsichtlich der Erwerbstätigkeit zu verzeichnen. Das Gebiet der alten Länder verzeichnete in 2015 gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von 0,9 Prozent, während im Gebiet der neuen Länder (ohne Berlin) die Erwerbstätigenzahl zurückging (- 0,3 Prozent).

In 2015 löste Bayern Hamburg als kaufkraftstärkstes Bundesland ab und weist mit 24.023 Euro die höchste Pro-Kopf-Kaufkraft auf. Hamburg folgt dahinter mit 23.863 Euro. Baden-Württemberg belegt mit 23.659 Euro Platz drei. Mit deutlichem Abstand weisen Brandenburg und Berlin mit 19.837 Euro bzw. 19.679 Euro die höchsten Pro-Kopf-Einkommen im Osten des Landes auf. Sachsen-Anhalt bildet das Schlusslicht in den neuen Bundesländern.

Am besten bezahlen die Firmen im Landkreis Böblingen, westlich von Stuttgart. Im Durchschnitt 50.048 Euro Bruttojahresgehalt erzielen Erwerbstätige dort. Jedenfalls wenn sie Sozialbeiträge abführen müssen, Beamte und Selbstständige sind hier noch nicht mitgerechnet.

Ein großer Bedarf an hoch qualifizierten Mitarbeitern in unmittelbarer Umgebung (Daimler, Porsche, IBM, Hewlett-Packard und Ritter Sport) lässt dort die Gehälter steigen. Ob Wachstum, Einkommen, Investitionen oder Beschäftigung – Bayern und Baden-Württemberg heben sich vom Rest der Republik ab.

Wer gut verdient, kann verständlicherweise eher sparen. Während es in der Spar-Reihenfolge der Bundesländer in den vergangenen Jahren nur zu graduellen Verschiebungen kam, hat sich die Sparneigung weiter auseinander entwickelt. Mit 5,4 Prozent war die Sparquote in Mecklenburg-Vorpommern 2013 nur exakt halb so hoch wie die Baden-Württembergs. Die traditionelle Zuordnung der Aussage „Schaffe, schaffe Häusle bauen“ nach Baden-Württemberg scheint also immer noch zu gelten.

Die Auswertung der Nutzung verschiedener Geldanlagen im Vergleich zwischen den alten und neuen Bundesländern nach der bbw-valido Befragung 2015 zeigt, dass Sparbücher in Westdeutschland mit 37 Prozent noch besonders häufig genutzt werden. Deutlich seltener ist dies dagegen in der Hauptstadt Berlin und den ostdeutschen Bundesländern mit jeweils 26 Prozent der Fall. Unter den wichtigsten Sparmotiven wird am häufigsten die private Altersvorsorge genannt, wie aus der valido Befragung 2015 hervorgeht. Mit 54 Prozent nennt diesen Faktor mehr als die Hälfte aller Umfrageteilnehmer. Den zweiten Rang belegt die Rücklage für Notfälle (Notgroschen) mit rund 46 Prozent der Nennungen. Am dritthäufigsten genannt wird der Punkt Wohneigentum (Erwerb bzw. Renovierung) mit einem Anteil von 25 Prozent. Ähnlich häufig werden größere Anschaffungen bzw. Konsum mit 23 Prozent als wichtiges Sparmotiv empfunden. Schon etwas seltener wird mit 19 Prozent die Kapitalanlage genannt.

Ohnehin wird das Thema Geld- und Kapitalanlagen in Deutschland regional stark unterschiedlich behandelt. Der Anteil der Deutschen, die sich nach eigenen Angaben für das Thema Geld- und Kapitalanlage interessieren, ist in Bayern mit 64 Prozent am höchsten. An zweiter Stelle liegt Mecklenburg-Vorpommern mit 61 Prozent, gefolgt von Niedersachsen mit 59 Prozent. Nur relativ gering fällt das Interesse am Thema Geld- und Kapitalanlagen dagegen in Hamburg mit 38 Prozent aus.

Auch bei der Nutzung der Geldanlagen bestehen in West- und Ostdeutschland unterschiedliche Vorstellungen, was laut bbw valido Befragung 2015 insbesondere auf Festgeldanlagen, Bausparverträgen und die selbst genutzte Immobilie zutrifft. Als wichtigste Eigenschaften einer in Frage kommenden Geldanlage werden am häufigsten die Sicherheit mit 69 Prozent und die kurzfristige Verfügbarkeit mit 50 Prozent angegeben. Ebenfalls relativ wichtig sind natürlich Kapitalzuwachs bzw. Rendite mit 37 Prozent. Beim Kriterium der Sicherheit findet sich mit 70 Prozent der höchste Anteilswert nach der regionalen Auswertung in den alten Bundesländern.

Wohl in Ermangelung vernünftiger Alternativen ist das Beharrungsvermögen der Geldanleger trotz Niedrigzinsphase hoch und die Neigung für Umschichtungen der eigenen Geldanlage mit 10 % der Befragten noch gering. Mit 33 Prozent lassen sich die meisten Befragten nach den Ergebnissen der bbw-valido Befragung 2015 nur unregelmäßig zu bestimmten Anlässen beraten. Dabei zeigen sich die Finanzkunden durchaus zufrieden, wenn es auch laut Kunden einige Verbesserungspotentiale gibt. Hier wurden versteckte Kosten und Provisionen sowie eine umfassendere Aufklärung zu den Kosten und Risiken der Beratung häufiger genannt.

Ob in München, Berlin, Hamburg oder Köln, es bleibt für die Finanzinstitute somit genug zu tun, das Vertrauen in ihre Produkte zu stärken. Die sehr umfangreiche Regional-Studie von bbw Marketing Dr. Vossen und Partner liefert hierfür wertvolle Informationen. Diese Studie ist zu beziehen bei: bbw Marketing Dr. Vossen & Partner.

24.02.2016 10:01

Das könnte auch Sie interessieren:

Finanzkunden:

„Immobilien als Kapitalanlage werden inzwischen realistisch ...
Nach mehreren Jahren der Niedrig- bzw. Nullzinsenphase ist das Ergebnis klar. Geldanlagen lohnen sich nicht mehr, selbst die Säule Lebensversicherung „bröckelt“ in der aktuellen Situation. Der Zins hat in den letzten zwei Jahren seine Funktion...

„Mobile Banking wird schneller zum Standard für Bankgeschäft...
Die Digitalisierung in unserem Leben hat auch vor dem Bankengeschäft nicht halt gemacht. Dabei hat diese Entwicklung nicht nur begeisterte Befürworter gefunden. Einerseits erlebt man Diskussionen um die Sicherheit der Arbeitsplätze, andererseits...

Finanzinstitute sehen große Veränderungen im Informations- u...
Die Finanzszene wird weitere Veränderungen erfahren. Niedrigzinsen, Vertrauensverlust, Unsicherheiten, soziale Veränderungen, Internet, um nur einige Aspekte zu nennen, werden die Modalitäten von Geldanlagen weiter verändern. Ratlosigkeit prägt...

Niedrigzinsphase:

Kaufen oder Mieten – das ist keine Frage
Viele Menschen scheuen in Deutschland nach wie vor den Wohnungskauf. Bindung an Bankdarlehen, Bindung an Eigentum, hohe Investitionskosten und mehr Verantwortung – all das veranlasst mehr als jeden zweiten Deutschen (52,4 Prozent der Bevölkerung)...

Niedrigzinsphase und PKV-Tarifwechsel
220 Milliarden EURO hat die private Krankenversicherung für ihre Versicherten angespart. Für jeden Privatpatient heruntergerechnet sind das bei etwa 20 Jahren Versicherungszeit schnell 40.000 EURO. Der jeweilige Betrag wird vom Versicherer auf...

Crowdinvesting-Plattform Sarego verlost Wohnung im Wert von ...
Köln, 04. September 2017 - Die Sarego GmbH, eine Crowdinvesting-Plattform auf der man in hochverzinste Immobilienprojekte investieren kann, verlost eine kernsanierte Altbauwohnung in Wien im Wert von 150.000€. Jeder Investor, der in eines der...

Hohe Vermietungsquoten bei Immobilienfonds – wie Anleger mit...
Wie die Fondsratingagentur Scope kürzlich feststellte, weisen die durch Fonds gehaltenen Immobilien immer weniger Leerstände auf – mit der DSS Vermögensverwaltung AG nutzen Anleger die Potenziale dieser Wertsteigerung bei Immobilienfonds. Die...

Konsumausgaben:

Die Finanzkunden in der aktuellen Niedrigzinsphase
Die aktuellen Ereignisse im Finanzmarkt haben die Empfindlichkeiten der Anleger deutlich in den Mittelpunkt gerückt. Dieser Tatsache hat bbw Marketing mit mehreren neuen Untersuchungen Rechnung getragen, in denen jeweils repräsentative Befragungen...

Sparverhalten:

PR-Experte Michael Oehme über das Sparverhalten der Deutsche...
Warum Männer sparsamer sind als Frauen St. Gallen, 10.11.2015. PR-Experte Michael Oehme macht auf eine aktuelle, repräsentative Umfrage der Norisbank aufmerksam, die belegt, dass Männer sparsamer sind als Frauen. Demnach sparen die „Herren der...

Λ nach oben

Stichwort-Suche:

Pressemitteilung von:

Logo: bbw Marketing Dr. Vossen und Partner


bbw Marketing Dr. Vossen und Partner

bbw Marketing
Liebigstrasse 23
41464 Neuss
Tel 02131 2989722
Fax 02131 2989721

www.bbwmarketing.de

bbw Marketing Dr. Vossen zählt in Deutschland zu den bedeutenden Studienanbietern. Die bbw Studienschwerpunkte sind Multi-Client-Studien mit vertriebsrelevanten Informationen in allen Konsumgüterbranchen, Multi-Client-Studien...

mehr »

 

 


Hinweis: Um Ihnen ein optimales Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden.   Nachricht schließen   mehr info