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Schmerzensgeld bei HWS bzw. Schleudertrauma

(Regensburg, 11.10.2010) Fälschlicherweise wird die Abkürzung HWS oft mit der Verletzung Schleudertrauma gleichgesetzt.
Tatsächlich steht HWS für Halswirbelsäule. Dies zeigt auch der Vergleich zu ähnlichen Begriffen wie z.B. BWS (= Brustwirbelsäule) und LWS (= Lendenwirbelsäule).

Für den Begriff „Schleudertrauma“ gibt es eine Vielzahl gleichbedeutender Begriffe: HWS-Distorsion, HWS-Zerrung, Beschleunigungstrauma der Halswirbelsäule, Halswirbelsäulendistorsion, Whiplash-Syndrom, Peitschenschlagphänomen, etc.

Das Schleudertrauma ist eine der häufigsten Verletzungen im Bereich der Verkehrsunfälle. Es handelt sich dabei – je nach Schweregrad - um eine Weichteilverletzung im Bereich der Halswirbelsäule, wobei dieser wiederum eine Stauchung oder Verrenkung der Halswirbelsäule (HWS) zu Grunde liegt. Die HWS wird dabei über das physiologische Maß hinaus ruckartig bewegt, was u.a. zu einer Überdehnung von Bändern und Bandscheiben führen kann.

Symptome, die für ein Schleudertrauma sprechen:

• Nackenschmerzen, Kopfschmerzen
• Nackensteife
• Muskelsteifheit
• Sehstörungen (Doppelbilder)
• Schwindel
• Übelkeit, Erbrechen
• Schluckstörungen
• Kribbeln und Taubheitsgefühle (an den Händen)
• schmerzhafte Bewegungseinschränkung von Kopf und Hals

Im Falle leichter HWS-Verletzungen ist dieses Krankheitsbild äußerlich nicht nachweisbar bzw. lässt sich auch nicht über bildgebende Untersuchungsmethoden (Röntgenaufnahme, Magnetresonanztomographie bzw. MRT) zweifelsfrei feststellen.

Anlässlich der Forderung nach Schmerzensgeld benutzen Versicherungen oftmals den Begriff der Harmlosigkeitsgrenze um sich einer Ersatzpflicht zu entledigen. Es wird dabei argumentiert, dass der Aufprall mangels physikalischer Wucht nicht in der Lage gewesen wäre, die festgestellte Verletzung zu verursachen.

Dieser schematischen Verneinung eines Schmerzensgeldanspruchs ist der BGH entgegen getreten und hat erklärt, es komme stets auf die Umstände des Einzelfalles (z.B. Körpergröße, Sitzposition oder Haltung des Kopfes während des Aufpralls) an. Eine HWS-Verletzung dürfe nicht pauschal ausgeschlossen werden, weil die biomechanischen Einwirkungen gering waren.

Zu beachten ist in diesem Zusammenhang auch noch, dass diese Beschwerden teilweise erst Stunden nach dem konkreten Vorkommnis auftreten können. Suchen Sie nach einem Verkehrsunfall also in jedem Fall einen Arzt und ggf. Rechtsanwalt auf.

Um den Anwalt bei seinen Bemühungen nach einem möglichst hohen Schmerzensgeld zu unterstützen, sollte der Geschädigte wegen seiner Verletzung möglichst oft den Arzt aufsuchen und jede ihm angebotene Heilbehandlung wahrnehmen.

Wie oben bereits ausgeführt besteht zwischen (Haftpflicht-) Versicherungen und Geschädigten oftmals Streit über das Vorhandensein einer HWS-Verletzung und mithin der Voraussetzung für ein Schmerzensgeld. Bei normalen bzw. vergleichsweise geringen Verletzungen werden sich die Beteiligten üblicherweise in außergerichtlichen Verhandlungen auf einen Vergleich einigen. Hierbei kommt es zu einer beachtlichen Spannbreite der gezahlten Schmerzensgelder.

Finden Sie hierzu in der Schmerzensgeldtabelle von http://www.schmerzensgeld.info eine Vielzahl geschlossener Vergleiche.

11.10.2010 16:30

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